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Das Segel ist gesetzt

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Neubau der ADAC-Yachtschule am Möhnesee

Im Sauerland ist jetzt der Neubau für die ADAC-Yachtschule Möhnesee entstanden. Bei der Gestaltung setzt Architekt Sascha Werth auf ein besonderes Element: Der charakteristische Mittelteil des Gebäudes erinnert an ein Segel und nimmt thematisch damit den Tätigkeitsschwerpunkt der Schule auf. Die Rundung der mächtigen, gebogenen Balkenkonstruktion ist mit einer anthrazitfarbenen Eindeckung und gelben Elementen versehen.



Die bundesweit einzige Yachtschule des ADAC befindet sich auf einem 1.200 Quadratmeter großen Grundstück direkt am Ufer des Möhnesees (Sauerland). Die Holzbauten aus den 1940er Jahren, die lange Zeit der Schule als Wirkungsstätte gedient hatten, mussten aufgrund erhöhten Sanierungsbedarfs abgerissen und durch einen modernen Neubau ersetzt werden. Nach Plänen von Architekt Sascha Werth aus Senden ist ein zweigeschossiges, multifunktionales Gebäude entstanden, das mit rund 600 Quadratmetern Nutzfläche ausreichend Platz für Schulungsräume, Boote und Materiallager sowie Appartements für Kursteilnehmer bietet. Zudem lädt ein Café mit Biergarten Spaziergänger und Besucher zum Verweilen ein. Die Räume im Erdgeschoss öffnen sich zum See hin und sind dabei so konzipiert, dass für Veranstaltungen die Flächen der Yachtschule und Gastronomie zusammen genutzt werden können.



Merkmal mit maritimem Charakter

Der Flachdachbau mit Klinkerfassade präsentiert sich mit großen Fensterflächen, die viel Licht in die Räumlichkeiten lassen. Optisch gegliedert wird das Gebäude mit einem waagerecht umlaufenden, gelben Band, welches das untere Geschoss abschließt. Besonders ins Auge fällt der freie, expressive Mittelteil des Neubaus: Wie ein Segel ragt der gebogene Gebäudeabschnitt über das Haus in den Himmel und stellt damit einen Bezug zur Umgebung und zum Wassersport her. Auch hier werden gelbe Akzente gesetzt, die sich an die Farbe des ADAC anlehnen. Der Besucher wird durch die klare Gebäudestruktur mit der auffälligen, sich abhebenden gebogenen Konstruktion zum Eingangsbereich und in das Foyer geleitet.



Die Glasflächen an der senkrechten Fassade des "Segels" suggerieren Offenheit und lassen Licht in die sich hier befindende Ferienwohnung, die bei Bedarf an Kursteilnehmer vermietet wird. Mit einer Fläche von rund 45 Quadratmeter erstreckt sie sich über einen Schlaf- und Badbereich im ersten und einen Wohnbereich im zweiten Stock. In der Spitze des Segels verfügt sie über eine kleine Terrasse, die in rund 13 Meter Höhe einen Ausblick auf den See bietet.



Die gekrümmte Fläche besteht aus gebogenen Brettschichtholzträgern, die im Gefach mit Dämmung versehen wurden. Verkleidet wird die Konstruktion mit anthrazitfarbenen und vereinzelt mit gelben Kompaktplatten "Kronoplan Color". Die ebenen Elemente wurden im aufwändigen Zuschnitt der Rundkonstruktion angepasst und erzeugen so eine einheitliche Fläche mit gleichmäßigem Fugenbild. Das Bekleidungs-Material ist witterungsbeständig, einfach zu reinigen und farbecht und verfügt zudem über alle relevanten Zulassungen wie die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung vom Deutschen Institut für Bautechnik (Z-33.2-137). Die duromeren Hochdrucklaminate (HPL) sind speziell für den Außenbereich entwickelt worden und mit einem UV-Filter beschichtet. Hergestellt werden die Platten aus Cellulose sowie Phenol- und Melaminharz - unter Einfluss von hohem Druck und Wärme. Aufgrund der eingesetzten Rohstoffe weisen die HPL-Baukompaktplatten eine harte Oberfläche sowie eine sehr hohe Biegesteifigkeit auf.



Handwerkliches Geschick gefragt

Die gebogene Form der segelartigen Konstruktion stellte für den Einsatz der Kronoplan-Platten eine besondere Herausforderung dar, denn die ebenen Elemente mussten der Rundung folgen. Zugleich galt es, eine regelmäßige Fuge zu erzeugen. Dies führte dazu, dass in den waagerechten Reihen die Plattenelemente nach oben hin kleiner werden und einzeln zugeschnitten und bearbeitet werden mussten - gemäß des vorgegebenen Rasters der Planung. Im Gesamtbild verlaufen die Fugen ähnlich wie Längen- und Breitengrade auf der gekrümmten Schale und finden in ihrer Längsausprägung in der Spitze des Segels ihren Pol.



Mit der neuen Yachtschule hat der Möhnesee nicht nur ein funktionales, sondern auch architektonisch anspruchsvolles Gebäude hinzugewonnen, das aufgrund seiner modernen Architektur mit maritimem Charakter einen besonderen Akzent setzt.


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Frau Monika Brink (Tel.: +49 (0) 2336/9370-0), verantwortlich.

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