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Fußball-WM als Versuchslabor für neue Technologien

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Portale, semantisches Web und Spracherkennungssysteme liefern Infos für Fans, Sportler und Organisatoren


Stuttgart/Bonn, www.ne-na.de - Die Fußball-WM in Deutschland weckt nicht nur patriotische Gefühle und kurbelt den Fanartikelverkauf an, sie wird auch als Versuchslabor für neue Technologien gentutz: „Ansatzpunkt: der Informationsbedarf. So wird die WM zum Testfeld für Portale, semantisches Web und Spracherkennung“, berichtet die Computer Zeitung. Das DFB-Team sei 2003 zuletzt Fußballweltmeister gewesen, behauptet das Smartweb des Deutschen Zentrums für künstliche Intelligenz (DFKI) in Saarbrücken. Ein Zwischenruf löst die Ratlosigkeit vor dem Demonstrator auf: „Das war das WM-Team der Frauen.“

Das besserwissende mobile System des Smartweb-Projekts http://www.smartweb-project.org wird von Experten als Vorzeigetechnik eingestuft. „Das System öffnet durch einen multimodalen Dialog einen intuitiven Zugang zum semantischen Web“, erklärt DFKI-Chef Professor Wolfgang Wahlster, der als Schirmherr der Bonner Voice Days http://www.voicedays.de die Entwicklung der Spracherkennungstechnik vorantreibt. „Es versteht 50 Fragetypen in natürlicher Sprache und liefert statt der beim googeln gewohnten Trefferlisten eine eindeutige Antwort oder ein Antwort-Ranking – und dazu noch Videos, Bilder und andere Medien“, so Wahlster gegenüber der Computer Zeitung. Die Multimodalität verleihe dem System weitere Raffinessen, berichtet Elmar Nöth vom ebenfalls beteiligten Lehrstuhl für Mustererkennung an der Uni Erlangen-Nürnberg: „Der Benutzer muss keine lästige Push-to-Talk-Taste drücken – das Gerät erkennt, ob es angesprochen ist.“ Im Kamerabild des drahtlosen Endgeräts MDA-Pro werde nach dem Gesicht gesucht, das auf das Display schaut. „Im Sprachsignal werden Lautstärke, Wortdauer und Variation der Grundfrequenz analysiert und so On-Talk versus Off-Talk klassifiziert.“ Laut DFKI-Geschäftsführer Wahlster arbeite Smartweb mit vorgegebene Ontologien und starte über offene Domänen freie Anfragen: „Es lassen sich über Webservices auch aktuelle Dienste integrieren – wer nach dem Wetter in Berlin fragt, kann eine Webcam eingespielt bekommen.“

Der sprachgesteuerte Zugang zu Informationen sei der Schlüssel zur Zukunft des Internets, der eine Vielzahl an Anwendungen schaffen werde, so die Einschätzung von Bernhard Steimel, Sprecher der Voice Business Initiative: „Für Contact Center, für Wissensarbeiter und natürlich für die Endverbraucher, die sich einen ungehinderten Zugang zu den Informationen des Internets wünschen, wird es eine Fülle von Anwendungen geben, die semantischer Natur sind - auch ohne über die entsprechende Infrastruktur aus Computer und Webzugang zu verfügen. Das von der Sprachtechnologie-Branche vorangetriebene ‚Natural Language Understanding’, die freie Interaktion mit dem Sprachcomputer, wird dadurch zu einer Schlüsseltechnologie für das semantische Web – ebenso wie ‚Text to Speech’, die gesprochene Ausgabe von Text durch eine Maschine: Wenn Texte in menschlicher Qualität ‚vorgelesen’ werden sollen, muss die Maschine eine Art Verständnis der zu lesenden Texte und ihrer Struktur ebenso wie ihrer Bedeutung haben“, erklärt Steimel gegenüber dem Onlinemagazin NeueNachricht http://www.ne-na.de.

Den heutigen Stand der Technik dokumentiere das Portal Servingo, das als Serviceplattform für Infotainment und Logistik vom Wirtschaftsministerium gefördert werde, so die Computer Zeitung. Projektkoordinator ist das Zentrum für Graphische Datenverarbeitung (ZGDV) in Darmstadt, beteiligt sind unter anderem Fraunhofer-Institute, T-Systems, CAS und Inforoad. Servingo erklärt auf PC, Handy und Smartphone die Spielorte der WM in Deutschland, hilft bei der Hotelbuchung, der Tankstellensuche und der Orientierung im öffentlichen Nahverkehr – und natürlich sind aktuelle Fußballereignisse abrufbar. Laut ZGDV-Mitarbeiter Dirk Balfanz muss der Anwender sein persönliches Profil abliefern, woraus ein Tagesplan gezimmert wird: „Das System erinnert dann an die Termine.“


Präzise Infos zum Fußballspiel liefert der digitale Sportbegleiter des Fraunhofer-Instituts für Software- und Systemtechnik: Personalisiert erfährt Fan, Sportler oder Sicherheitskraft was sich vor, während und nach dem Spiel ereignet. Die Smartweb-Technologie übt bei der WM für die Olympischen Spiele 2008 in Peking. Laut Wahlster hilft der Digitalbegleiter Compass 2008 auf MDA-Basis nicht nur bei der Infobeschaffung und Navigation: „Ob beim Essen oder im Taxi – das System übersetzt Eingaben ins Chinesische und spricht sie aus. Dabei fragt das System anfangs Wünsche ab und liefert auf dieser Basis die erforderlichen Informationen. Es checkt Fahrpläne, aktuelle Verkehrsdurchsagen sowie Störungsmeldungen und errechnet daraus eine Anfahrtsempfehlung.“

Die neue Generation der Spracherkennungssysteme ist nach Ansicht von Jens Klemann, Geschäftsführer der Bad Homburger Unternehmensberatung Strateco und Mitinitiator der Voice Days, nicht nur für die Informationsabfrage geeignet: „Es eröffnen sich auch neue Geschäftsmodelle. Wie die Ergebnisse des Voice Contest 2005 gezeigt haben, entsteht durch ein Voice-Interface ein neuer Zugangskanal, um beispielsweise aus dem Stadion Sportwetten zu platzieren. In Kombination mit biometrischer Verifizierung über den ‚Voice Print’ des Anrufers werden so auch sichere mobile Transaktionen möglich“, so Klemann.



Web: http://www.ne-na.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Gunnar Sohn, verantwortlich.

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