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Donau-Universität Krems |

Dynamische Bildwelten – neue Berufsbilder

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Krems (kpr). Mit Univ.-Prof. Dr. Oliver Grau hat die Donau-Universität Krems einen international anerkannten Experten für Medienkunstgeschichte auf die neue Professur für Bildwissenschaften berufen. Grau leitet auch das Department für Angewandte Kulturwissenschaften, das Know-how in den Bereichen Bildwissenschaften, Film, zeitgenössische Musik und interkulturelle Kompetenzen bündelt und kulturwissenschaftliche Fragestellungen vor dem Hintergrund technologischer und gesellschaftlicher Entwicklungen interdisziplinär behandelt.

Dynamische Bildwelten – neue Berufsbilder
Donau-Universität Krems beruft Univ.-Prof. Dr. Oliver Grau auf international erste Professur für Bildwissenschaften

Krems (kpr). Mit Univ.-Prof. Dr. Oliver Grau hat die Donau-Universität Krems einen international anerkannten Experten für Medienkunstgeschichte auf die neue Professur für Bildwissenschaften berufen. Grau leitet auch das Department für Angewandte Kulturwissenschaften, das Know-how in den Bereichen Bildwissenschaften, Film, zeitgenössische Musik und interkulturelle Kompetenzen bündelt und kulturwissenschaftliche Fragestellungen vor dem Hintergrund technologischer und gesellschaftlicher Entwicklungen interdisziplinär behandelt.

Mit der Bildwissenschaft entwickelt Grau ein Gebiet mit Tradition, das durch die „digitale Revolution“ zurzeit einen wahren Boom erlebt. Die Bildwissenschaft nahm ihren Ausgang in Kunst und Populärkultur, beschäftigt mittlerweile aber Wissenschaftler der unterschiedlichsten Disziplinen – von den Naturwissenschaften über Wirtschaft bis hin zur Politik. Oliver Grau ist einer der renommiertesten Experten der jungen Forschungsdisziplin.

Kultur- und Bildtechniken: Was ist wirklich neu?
In internationalen Fachkreisen wurde Grau durch seine Forschungen zur Medienkunst bekannt. Zu seinen Hauptarbeitsfeldern zählt die Entschlüsselung aktueller Kultur- und Bildtechniken – wie Interaktion, Telepräsenz oder Genetische Kunst – im Kontext ihrer meist unbekannten Vorgeschichte, die oft in vergangene Jahrhunderte reicht. Auf diese Art verbindet er Medienkunst mit ihrer Kulturgeschichte und zeigt auf, welche Phänomene und Entwicklungen tatsächlich neu sind.

Nach Forschungsaufenthalten in USA und Japan lehrte und forschte der Wissenschaftler am Kunsthistorischen Seminar der Humboldt-Universität Berlin und leitete frühzeitig eine Reihe von internationalen Forschungsprojekten, die ihm die Wahl in die Junge Akademie der Wissenschaften eintrugen. Dazu zählte das Projekt „Immersive Kunst“, das auf dem bis dahin unerforschten Konzept basierte, Betrachter mit 360-Grad-Bildwelten zu umgeben. Die Ergebnisse des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem deutschen Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekts wurden 2003 von der MIT-Press publiziert und sind nun auch in China und Korea erscheinen.

Nach Gast- und Vertretungsprofessuren in Linz und Siegen folgte 2004 Graus Habilitation. Darüber hinaus absolvierte der Wissenschaftler zahlreiche Vortragsreisen, organisierte Kongresse und gab eine Reihe von Publikationen heraus. Im November 2005 übernahm er die neue Professur für Bildwissenschaften an der Donau-Universität Krems, wo er in Kooperation mit UNESCO DigiArts das international erste Master-of-Arts-Programm in Medienkunstgeschichte konzipierte.

Innovative Datenbank macht Virtuelle Kunst archivierbar
Eines der bedeutendsten Projekte des Wissenschaftlers ist die Datenbank für Virtuelle Kunst (www.virtualart.at). Mit ihr entwickelten Oliver Grau und sein Team ein neues wissenschaftliches Instrument, das erstmals Jahrzehnte Digitaler Kunst durch Bild, Video, Text und Ton umfassend nach neuer Methodik dokumentiert und dazu beiträgt, an die Lebenszeit ihrer Speichermedien gebundene Bildkunst für lange Zeit zu bewahren. Seit 1999 haben nahezu alle wichtigen Vertreter der Medienkunst ihre Werke diesem innovativen Archiv zur Verfügung gestellt, das auch dem Dokumentationsprojekt des neuen, mit der „Ars Electronica“ verbundenen Ludwig-Boltzmann-Instituts „Medien.Kunst.Forschung“ in Linz als Vorbild diente.

Kulturwissenschaften mit interdisziplinärem Ansatz
In Krems bietet sich im Zusammenspiel mit der am Zentrum für Bildwissenschaften entstehenden Datenbank der 30.000 Werke der Graphischen Sammlung des Stifts Göttweig zudem das vergleichslose Angebot, den weiten Horizont der Bildgeschichte von tausendjährigen Inkunabeln, ihrer Druckgraphik bis zur Medienkunst am Original zu studieren. Dies geschieht in den europaweit singulären Master-Studiengängen für Bildmanagement, Fotografie und Bildwissenschaft, die die Bereiche Visuelle Kompetenz, Bildanalyse und Digitales Sammlungsmanagement verbinden, um professionelle Kenntnisse für die Sammlung, Bewahrung und Vermittlung von historischen Sammlungen bis zu interaktiven Installationen zu vermitteln.

Für die Weiterentwicklung der Kulturwissenschaften an der Donau-Universität Krems mit den Zentren für Film, zeitgenössische Musik, und Interkulturelle Studien benennt Grau ein weiteres Hauptziel: „Neben Sprache und Schrift erwächst dem Medium Bild als Wissensspeicher und Kommunikationsinstrument zunehmende Bedeutung in der Dynamik der Globalen Mediengesellschaft. Wir wissen, dass unser Hirn zu 80 Prozent mit der Verarbeitung visueller Eindrücke befasst ist, dies ist unser Thema. Die in den Kulturwissenschaften beheimatete Schlüsselkompetenz gilt es daher, über diese hinaus fruchtbar zu machen. Neben einer Stärkung der Leuchtturmfunktion der Zentren werden wir daher zugleich auf eine Synthese unserer Kompetenzen setzen, um den multimedialen und interkulturellen Bildern gerecht zu werden.“

Der neue interdisziplinäre Ansatz der Donau-Universität Krems zeigt sich bereits in der Veröffentlichung „Mediale Emotionen“, die Grau im November 2005 mit dem Neurowissenschaftler Andreas Keil herausbrachte, den neuen Lehrangeboten zur Geschichte, Ausstellung und Erhaltung von Medienkunst, dem speziell auf Naturwissenschaftler zugeschnittenen Programm zur Visualisierung oder durch eine neue, international angelegte Ausbildung für Ausstellungsdesign und
-management.

Wichtige Veröffentlichungen
Oliver Grau: Virtual Art: From Illusion to Immersion, MIT-Press 2003.
Grau, O./Keil, A.: Mediale Emotionen, Frankfurt (Fischer Verlag) 2005.

Datenbank für virtuelle Kunst
www.virtualart.at

Zentrum für Bildwissenschaften der Donau-Universität Krems
www.donau-uni.ac.at/zbw

Department für Angewandte Kulturwissenschaften der Donau-Universität Krems
www.donau-uni.ac.at/kultur

(26.06.06)

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Bild
grau.jpg: Univ.-Prof. Dr. Oliver Grau (Foto: Donau-Universität Krems/Andrea Müller)

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Über die Donau-Universität Krems:

Die Donau-Universität Krems ist spezialisiert auf universitäre Weiterbildung und bietet Aufbaustudien in den Bereichen "Wirtschaft und Management", "Kommunikation, IT und Medien", "Medizin und Gesundheit", "Recht, Europäische Integration und Öffentliche Verwaltung", "Bildung und Kulturwissenschaften" sowie "Bauen und Ökologie". Neben hoher Qualität in Lehre, Forschung und Consulting sind Kundenorientierung und Praxisnähe die Markenzeichen des europäischen Modellprojekts. Mehr als 3000 Studierende aus 40 Ländern sind in über 100 Studiengängen eingeschrieben.

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