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Gemeinsames europäisches Vorgehen gegen die Marktmacht von Google & Co

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ARD: Alle Möglichkeiten ausschöpfen, um Verschlüsselung zu vermeiden

Karlsruhe, 25. Februar 2015 ¬- Die vier Internetgiganten Amazon, Apple, Google und Microsoft spielen mit der Medienindustrie und Politik Hase und Igel. So lautete das ernüchternde Fazit von Axel Meiling, Principal und Head of Competence Center Digital Media bei Mücke Sturm & Company, in seiner Keynote zu Beginn des Bewegtbildkongresses TV Komm. in der Messe Karlsruhe.



Sie stellen durch ihre Omnipräsenz auf allen Inhalte-Verbreitungsplattformen grenzüberschreitend die Regeln auf und entziehen sich jeder nationalen Kontrolle.

Wie ernst die Situation ist, zeigen aktuelle Marktzahlen. So können in Deutschland bereits digitale Inhalte über verschiedene Plattformen auf rund 140 Millionen festen und mobilen Endgeräten gesehen werden. Dabei expandieren die Internetgiganten vom PC/Laptop und Smartphones/Tablets aus ihren Ökosystemen mit eigenen Technologien und durch gezielte Übernahmen konsequent auf alle weiteren Devices und Plattformen. Die vier Unternehmen setzen dabei auf eigene Medienangebote und unterschieden sich nur durch ihre Geschäftsmodelle. "Bei Google sind wir alle das Produkt und werden an die Werbewirtschaft verkauft", so Meiling. Er erwartet für den TV-Werbemarkt durch Android for TV und durch verbesserte Einschaltquoten- und performance-basierte Werbeerfolgsmessung nachhaltig umfangreiche Veränderungen und Auswirkungen auf die nationalen Player.



Wie sich diese Marktmacht besser kontrollieren kann, war eine der wichtigen Fragen des traditionellen Gipfeltalks unter der Leitung von Axel Dürr, Nexus Communication. Einig waren sich dabei alle Teilnehmer, dass nationale medienrechtliche Regelungen nicht zielführend seien. LFK-Präsident Thomas Langheinrich plädierte dafür, einige alte Zöpfe der Regulierung wie Werbezeitenbeschränkungen abzuschneiden. Zugleich sieht er einen Bedarf für neue Regeln, etwa um gleichberechtigten Zugang zu Medienangeboten sicherzustellen: "Wir benötigen eine europäische Regulierung mit Mindestanforderungen und den Schulterschluss aller Akteure vom Inhalteanbieter über die Technik bis hin zur Regulierung, um den Internetgiganten eine starke Position gegenüberzustellen." Auch Unitymedia-CEO Lutz Schüler und VPRT-Geschäftsführer Claus Grewenig treten für gemeinsames europäisches Handeln ein, zum Beispiel beim Datenschutz und der Auffindbarkeit von Inhalten.



Für Aufmerksamkeit sorgten auch Rechtefragen und das Thema Verschlüsselung bei der Verbreitung exklusiver Inhalte über nationale Grenzen hinweg, wie bei der Handball-WM in Katar vor einigen Wochen. SWR-Intendant Peter Boudgoust verwies darauf, dass sich ARD und ZDF die Rechte für die meisten wichtigen internationalen Sportereignisse im frei empfangbaren Fernsehen in der Regel lange im Voraus sichern und Handball nur ein Sonderfall durch die Rechteagentur gewesen sei. Er betonte, dass die ARD so lange wie möglich am "free flow of information"-Grundsatz festhalte. Zudem sei durchaus denkbar, die derzeitige europaweite Verbreitung via Satellit durch kleinere technische Ausleuchtzonen auf Deutschland und Randregionen zu begrenzen. Das würde dann aber auch bedeuten, dass in Zukunft etwa auf Mallorca keine ARD mehr zu empfangen sein. Sollte allerdings in Zukunft eine Verschlüsselung durch die Inhaber von Sportrechten zwingend notwendig sein, dann müssen sich auch die Öffentlich-Rechtlichen auch noch einmal mit dem Thema beschäftigen, so Boudgoust.


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Herr Axel Dürr (Tel.: 07259-925850), verantwortlich.

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