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Strategische Partnerschaften: China-Geschäft ist auch für Mittelständler sehr interessant

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Mangelhafter Schutz des geistigen Eigentums oft noch entscheidendes Hindernis


Bonn/Düsseldorf - Sun Yi Min, Vizepräsident der Hangzhou Machine Tool Group (HZMTG) hatte eigens den langen Flug angetreten, um am Messestand des neuen Partners den deutsch-chinesischen Schulterschluss auch personell zu demonstrieren. Einige tausend Kilometer weiter östlich leitet er in Hangzhou City, einer Provinzhauptstadt mit 6,5 Millionen Einwohnern, einen Betrieb mit 1.400 Mitarbeitern, der zu 33 Prozent dem Management gehört und zu 67 Prozent den Arbeitnehmern. Dieses in China noch ungewöhnliche Konstrukt macht jährlich rund 70 Millionen Euro Umsatz und stellt etwa 5.000 so genannte Standard-Flachschleifmaschinen her. Mit einem Marktanteil von über 40 Prozent ist Suns Unternehmen mit Abstand die Nummer Eins in diesem Segment in China, es exportiert zudem in die Vereinigten Staaten und in südasiatische Staaten.

Suns Pendant ist seit dem 9. Juni 2006, als in der chinesischen Hafenstadt Ningbo gleich 20 Verträge zwischen deutschen und chinesischen Betrieben unterzeichnet wurden, Klaus Hornitschek, geschäftsführender Gesellschafter der aba z&b Schleifmaschinen GmbH http://www.ziersch-grinding.de. Sie kommt mit 150 Mitarbeitern an zwei Produktionsstandorten in Reutlingen und Aschaffenburg auf rund 22 Millionen Euro Umsatz und genießt – so Brancheninsider - eine gute Reputation sowohl im Profil- als auch im Flachschleifen. Anlässlich der Werkzeugmaschinenmesse METAV 2006 http://www.messe-duesseldorf.de/metav/ in Düsseldorf verkündeten die aba z&b Schleifmaschinen GmbH und die Hangzhou Machine Tool Group eine bislang im China-Geschäft noch ungewöhnliche Form der Partnerschaft.

Beide sehen nach eineinhalbjähriger schrittweiser Annäherung im anderen die jeweils ideale Ergänzung. Da die Großindustrie verstärkt in China investiert, müssen die mittelständischen Dienstleister folgen. „Die in China investierenden Werkzeugbauer brauchen Serviceunterstützung vor Ort“, erklärt Hornitschek, „die wollen wir mit Hilfe der HZMTG gewährleisten.“ Umgekehrt würden die Chinesen mit etlichen Anfragen konfrontiert, die sie technisch nicht lösen könnten. Passende Lösungen müssten daher von der aba in Deutschland erarbeitet werden. Die Produktprogramme seien zudem höchst kompatibel, so dass aba die HZMTG-Maschinen weltweit vertreibe, die Chinesen umgekehrt die aba-Maschinen in ihrer Heimat.

Von hohen Wachstumsraten motiviert – zuletzt 24 Prozent für die Chinesen und drei Jahre in Folge mehr als 15 Prozent für die aba z&b GmbH, wollen Sun und Hornitschek eine „langfristige Partnerschaft“ mit dem Ergebnis steigender Marktanteile in beiden Ländern. Dafür haben sie sich eine ungewöhnliche Verzahnung ausgedacht. Die Chinesen übernehmen 60 Prozent der Anteile von aba, geben den Deutschen aber ein vertraglich verbrieftes Veto-Recht in allen Entscheidungen sowie weitgehende Standort- und Beschäftigungsgarantien.. Sun wörtlich: „Unsere Absicht ist es, dass aba z&b wie bisher als selbständiges und selbstverantwortliches Unternehmen unverändert weitergeführt wird.“ Die Deutschen wiederum halten 33 Prozent der Anteile der Hangzhou Machine Tool Group, was, so Hornitschek, „eine gegenseitige Verschweißung ergibt“.

Erste gemeinsame Entscheidungen sind bereits getroffen. So wurden 30 Kilometer südwestlich von Hangzhou City 160.000 Quadratmeter Land gekauft, auf denen bis Oktober 2007 ein neuer Produktionsstandort für Standard-Schleifmaschinen der mittleren Kategorie entsteht. Dank Lizenzverkauf sei auch dadurch kein Arbeitsplatz in Deutschland gefährdet, verspricht Hornitschek. Parallel dazu soll in Reutlingen ein gemeinsamer Zentraleinkauf entstehen und ein Trainingszentrum für die Mitarbeiter beider Firmen.

Der Chinese Sun ist sicher: „Die beiden Unternehmen können viel voneinander lernen. aba z&b versteht von Fertigungspräzision und Anwendungstechnologie weit mehr als wir. Umgekehrt kennen wir uns in China, dem gegenwärtig größten Werkzeugmaschinenmarkt, besser aus und unsere Produktionskosten sind nicht zu unterbieten.“ Und auch Hornitschek sieht nur Vorteile: „Die deutschen Standorte in Reutlingen und Aschaffenburg werden nachhaltig gestärkt durch eine Modernisierung des Maschinenparks, Ausbau der personellen und technischen Entwicklungskapazitäten und mittelfristig durch einen Personalaufbau in der Produktion, dem Kundendienst und im Vertriebsbereich.“

Vielleicht gelingt es dem aba-Management mit dieser Form der Kooperation ja auch, dem einen Riegel vorzuschieben, was Heinz-Jürgen Büchner, Direktor bei der Deutschen Industriebank AG http://www.ikb.de, zur Eröffnungskonferenz der METAV monierte: „In den Emerging Markets ist entscheidend, dass auch ein Schutz des geistigen Eigentums gewährleistet ist. Dies ist insbesondere in China noch negativ anzumerken. Gerade die Maschinenbauer fürchten in starkem Maße, die Herstellung von Plagiaten, Komponenten und Teilen, aber auch von kompletten Maschinen, wie eine Umfrage des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer zeigt.“



Web: http://www.ne-na.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Paul Humberg, verantwortlich.

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