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Transcordillera-Kanal in Peru verbindet Titicaca-See mit dem Pazifik

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Baubeginn beim Transcordillera-Kanal in Peru. Erster Bauabschnitt führt von Puno am Titicacasee bis Machu Picchu.

Lima, 1.4.2015: Mit dem ersten Spatenstich begann heute das wahrscheinlich ehrgeizigste Bauprojekt in der Geschichte Südamerikas. Der Transcordillera-Kanal soll zukünftig den Titicaca-See in den Anden mit dem Pazifik verbinden.



Der erste Bauabschnitt, der voraussichtlich am 1.4.2016 beendet sein soll, führt zunächst nach Cusco und zur alten Inkastätte Machu Picchu. Nach den Plänen der Bauherren soll die beliebte Touristenattraktion direkt am Kanal liegen und nach der Meeresanbindung auch für die großen Pazifik-Kreuzfahrtschiffe erreichbar sein. Sorgen, Machu Picchu könne dadurch seinen Status als Weltkulturerbe verlieren, kontern die Macher mit dem Argument, die Anlage sei von den Inka bereits als Hafenstadt konzipiert worden.



Ab dem nächsten Jahr sollen auf der Strecke Puno (Titicaca) – Machu Picchu die ersten Kreuzfahrten angeboten werden. Der Reiseveranstalter Machu Picchu Travel aus Köln hat sich die exklusiven Vermarktungsrechte gesichert. Auf ihrer Internetseite www.mpt-reisen.de/gruppenreisen/grosse-anden-kreuzfahrt können schon jetzt Vorbestellungen aufgenommen werden.



Der Bau des Kanals hat aber auch eine große militärische Bedeutung. 1904 hatte Bolivien nach dem Salpeterkrieg mit Chile seinen einzigen Zugang zum Pazifik verloren. Die bolivianische Marine unterhält seitdem eine eher symbolische Binnenflotte auf dem Titicacasee. In der Hoffnung, bald wieder eine bedeutende Seestreitmacht zu sein, hat Bolivien bereits mit dem Bau des Flugzeugträgers "MS Che Guevara" begonnen.



Das Projekt stellt die Architekten vor gewaltige Herausforderungen. Der Kanal führt nicht nur durch unwegsames Hochland- und Dschungelgebiet sondern muss auch einen Höhenunterschied von etwa 3.800m überwinden. Zum Vergleich: die höchste Fallhöhe in Deutschland - bei der Schleuse Eckersmühlen - beträgt 24,67m.



Der peruanische Bauleiter – Dipl. Ing. Walter Noriega - zeigt sich dennoch optimistisch, was die Einhaltung des ambitionierten Zeit- und Kostenplans angeht. Er konnte als technischer Berater bereits viele Erfahrungen bei internationalen Großprojekten sammeln - zuletzt etwa beim Bau der Hamburger Elbphilharmonie oder des Flughafens Berlin-Brandenburg.



Weitere Informationen hier: www.mpt-reisen.de/allgemeines/transcordillera-kanal




Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Herr Wolfgang Schmitz (Tel.: 0221 912 888 0), verantwortlich.

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