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Astrid Korten |

ELFRIEDE TROLL und CO

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Wenn die Fähigkeit fehlt, Gerechtigkeit zu schaffen. Ein Resümee nach einem Übergriff auf Autorin während der Leipziger Buchmesse .

In den letzten Wochen gab es nach dem Erscheinen des Artikels in der "WELT", die über Kortens Übergriff vom 11.3.2015 am Rande der Leipziger Buchmesse berichtet hat, vielerlei Spekulation über das, was geschehen war. Bisher bezog die Autorin wenig Stellung dazu und ging Fragen dazu aus dem Weg, im Versuch, die Sache klein zu halten. Nicht aus politischen, sondern aus persönlichen Gründen. Erst einmal sortieren und bewältigen, verdrängen und funktionieren.



Doch plötzlich fand Korten sich nach dem Bekanntwerden des Übergriffs in einer Position wieder, in der viele Menschen im Netz Antworten auf ihre sich stellenden Fragen verlangten. Antworten, die Korten, zumindest teilweise, selbst nicht hatte und auch jetzt nicht hat.

Was faktisch passiert ist: Sie wurde beschimpft, gestoßen, getreten und als "Feindin Allahs" bezeichnet. Selbst kann sie nur mutmaßen, dass der Übergriff in direktem Zusammenhang mit ihrem Thriller EISKALTER PLAN, in dem auch der Ehrenmord thematisiert wird. Die Aussagen der Täter lassen nur diesen Rückschluss zu. (Jeder Mann hätte das Recht, sie mit Füßen zu treten, wenn sie behaupten würde, dass islamische Männer ihre Töchter töten würden.)

Korten kann nicht mit Sicherheit sagen, wie die Täter auf ihren Roman EISKALTER PLAN gekommen sind oder wie sie auf den Gedanken kamen, sie könne ein Feind ihrer Religion sein.

Erst nach Tagen hatte die Autorin sich so weit gesammelt, dass sie über das Geschehene sprechen und auch Anzeige erstatten konnte. Aber erst eine Woche nach Erstattung ihrer Anzeige traf die Bestätigung ein. So weit, so gut, dennoch hört man immer wieder im Netz - und gestern von einer "Elfriede" den Aufschrei: Keine Anzeige eingegangen. Infolgedessen wurde Korten mit den übelsten Verleumdungen konfrontiert.



"Ein Übergriff – während der Leipziger Buchmesse – hinterlässt Spuren, er lässt mich fassungslos zurück, weil ich am eigenen Leibe erfahren musste, wie das Gedankengut junger Menschen durch extreme Gruppierungen vergiftet wird. Es macht mich als Mensch und Autorin zutiefst betroffen. Totschweigen, nichts sagen, um mich und andere zu schützen – diese Reaktion scheint mir heute unangebracht, denn dann hätte eine "Einschüchterung" ihr Ziel erreicht. Als Autorin kann und darf ich das nicht zulassen", sagt die Autorin.



Der portale Medienzirkus, der ein Opfer mit schriller Begleitmusik zur Schau stellt, ist heute fast schon selbstverständlich. Menschen trauern öffentlich wie im Falle des Flugzeugabsturzes, und Menschen klagen öffentlich an. Genauso offen wird spekuliert, geleugnet und verurteilt. Vielleicht sollte man sich mal von dem Gedanken freimachen, man wäre verpflichtet, jedem jede Frage, die sich einer Person stellt, sofort zu beantworten. Korten hat Verständnis dafür, dass die Leute Fragen haben. Ebensolches erwartet sie aber auch dafür, dass man als Opfer nicht fragend gedrängt werden möchte. Schließlich hat man den Vorfall selbst noch nicht so weit verdaut, dass man mit gewonnenem Abstand drüber sprechen könnte.



In Kortens Fall haben einige "Blogger" und andere "Elfriedes" auf Kosten der Autorin ihren Unrat im Netz verbreitet, und tun es noch immer. Korten steht aber für die Meinungsfreiheit. "Sollen sie doch!"

Aber so manche Elfriede kann weder lesen, noch kommt sie auf die Idee, dass die Mühlen einer Behörde langsamer mahlen. Eine Entschuldigung hätte Stil, aber manchen Leuten fehlt eben auch die gute Kinderstube.

Im Netz fehlt so manchen Online-Zynikern der Wille, sich klug zu verhalten, und so schaffen sie eben keine Gerechtigkeit und bestätigen nur ihre eigene Überzeugung und das, was sie sehen wollen. Sie vergessen dabei, dass sie ihren Zynismus nur deshalb in ihren Blogs verbreiten, um sich auf ihrem eigenen Richterstuhl bestätigen zu lassen, getragen von der Überzeugung, dass sie das Recht haben, üble Nachreden auf Kosten anderer ins Leben zu rufen. Nicht alles, was man darf, ist auch in Ordnung. Es gibt einen feinen Unterschied zwischen rechtens und richtig.

Menschen dürfen heute in aller Ruhe und vollkommen ohne Bedrängnis ihre Pamphlete in Sache Verleumdung schreiben, sie können urteilen und verurteilen, weil sie in ihrer Naivität an der Meinungsäußerungsfreiheit glauben. Sie stürzen sich mit fanatischer Wut auf das Objekt ihrer Begierde, ohne Rücksicht auf Verluste nach dem Prinzip good girl – bad girl. Nicht der Glaube an die Meinungsäußerungsfreiheit ist das Problem, sondern das Missverständnis, in welcher Form diese gebraucht werden sollte. Nach dem Motto: Nicht alles, was man sagen darf, sollte auch abgesondert werden.



Mediale Verunglimpfung ist auch an anderer Stelle ein Thema: Ein Online-Magazin verlangte von Korten nach einer politischen Stellungnahme. Forderte, sie solle Haltung beweisen und sich gefälligst klar positionieren, nicht zulassen, dass man sie instrumentalisiert. Und genau damit will man Korten seinerseits vor den eigenen Karren spannen. Ein Schelm, wer die Ironie der Doppelzüngigkeit bemerkt … Nebenbei wird rein zufällig erwähnt, dass die Verfasserin des Artikels selbst ein Buch über die IS schreibt.



Ein Zitat: "Wenn die braune Suppe hochkocht und irgendwelche Pegidas oder rechtsnahen Publikationen unsere Geschichten feiern, sollten wir uns dazu verhalten. Deutlich und klar und ohne Missverständnisse. Tun wir es nicht, sieht es so aus, als wären wir damit einverstanden. Mehr noch: Dann tragen wir dazu bei, dass sich gewisse Vorurteile verfestigen, dass ein Klima der Angst entsteht."

Das bringt Korten allerdings ziemlich auf die Palme. "Obwohl die Floskeln allgemein formuliert sind, unterstellen sie mir unterschwellig eine bestimmte Gesinnung. Das ist beschämend und verabscheuungswürdig und zeugt von einer Geschmacklosigkeit, für die ich keine Worte finde. Freiheit ist auch die Freiheit, etwas NICHT zu tun - mich zu äußern, wenn ICH dazu bereit bin. Ich habe mich bedeckt gehalten, nicht, um welche Gesinnung auch immer zu unterstützen, sondern um meine Privatsphäre zu schützen. Ich stamme aus einer Familie, die aus eigener Erfahrung erleben musste, was ein KZ ist und die mich gerade wegen ihrer Erlebnisse vorurteilslos und liberal erzogen hat."



Wollen wir mal nicht so sein. Auch die Bücher besagter Verfasserin brauchen Werbung. Und PR-Artikel, die aus dem Ruder gelaufen sind, hat es schon immer gegeben. Diese publizistische Skrupellosigkeit verachtet Korten zutiefst und zitiert dabei die Verfasserin des Artikels: Nicht jede PR ist gute PR, schon gar nicht, wenn sie dazu beiträgt, andere Menschen dazu anzuspornen, Ablehnung und Wut zu schüren.



PR-Artikel, die den Übergriff thematisieren, gab es sowohl auf Seiten von Autoren, Bloggern als auch in der rechts orientierten Presse. Beispielsweise auf der Seite der "Jungen Freiheit". Erstere zweifeln an, dass Korten überhaupt angegriffen wurde und unterstellen, sie hätte die Attacke zu PR-Zwecken frei erfunden. Letztere schlachten ihn aus, um damit Angst zu schüren. Um eine politische Botschaft zu senden, hinter der Korten nicht nur nicht steht, sondern von der sie sich ganz klar und eindeutig distanziere.

"Ich möchte kein Klima der Angst, möchte künftig keinem Jugendlichen, der nicht "deutsch" aussieht, mit solcher begegnen. Will mich nicht instrumentalisieren lassen, um "alle über einen Kamm zu scheren" und bestehende Vorurteile noch weiter zu verfestigen. Stattdessen wünsche ich mir – gerade nach dem, was mir passiert ist – eine offene, tolerante Gesellschaft, in der man das Gespräch miteinander sucht. Für ein besseres gegenseitiges Verständnis, und um sich trotz seiner Unterschiede verbunden zu fühlen."



Gerechtigkeit schaffen ist aber zugegebenermaßen eine komplizierte und schwierige Sache, sodass man jedenfalls für unsere Online-Trolle, denen nicht geholfen werden kann, ein gewisses Verständnis haben kann. In der Tat fehlt nämlich diesen Menschen die Fähigkeit, sich klug und besonnen zu verhalten. Sie streben zwar danach, bewirken aber nicht selten, zumindest vorübergehend, mehr Ungerechtigkeit. Der Grund dafür liegt womöglich im Wesen einer besonderen Dynamik, die sich im Netz abspielt. Diese Gemeinschaft zerfällt in verängstigte, frustrierte und sich bekämpfende Einzelteile, wenn jeder nur von Wut, Rache und Neid zerfressen wird, aber das Leiden und die Bedürfnisse des anderen ihn hingegen kaltlassen.



Lügen über einen anderen Mensch zu verbreiten, nennt sich Verleumdung und/oder üble Nachrede und wird strafrechtlich sowie zivilrechtlich verfolgt und mit einer Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe und, wenn die Tat öffentlich war, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften begangen ist, mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Ich kenne die Übeltäter, auch wenn sie sich hinter einem Pseudonym verstecken oder sich als Blogger tarnen.



Vielleicht sollten Facebook, Google & Co die Denkweise fördern und ständig Elfriede Troll & Co trainieren, sich in die Position des anderen zu versetzen, die von der Ordnung nachteilig betroffen sein könnten. Nur indem sie einen Perspektivenwechsel vornehmen, können Möchtegernblogger, zynisch militante Gutmenschen und Elfriede die Vorstellung verstehen, dass Verleumdung für sie selbst verheerende Folgen haben können. Diese Fähigkeit zum Perspektivenwechsel ist nicht etwas, was sie von Natur aus besitzen, sondern ist im Gegenteil eine kulturelle Errungenschaft, die immer wieder vor einer Erosion durch Egoismus und banale Niedertracht geschützt werden muss. Sie ist die grundlegendste Voraussetzung für eine gerechte und überhaupt funktionsfähige Gemeinschaft von Menschen.



Aber wir wissen: Der Trompetenstoß ist beliebt und die Frage, was die Wahrheit sei, hat die Menschen schon immer beschäftigt. Kortens Wahrheit liegt in Aktenzeichen Nr. 1210/15/143500.

Eine Entschuldigung hätte Stil, aber den "Elfriedes dieser Welt" fehlt eben auch die gute Kinderstube.


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Frau Astrid Korten (Tel.: 01736686981), verantwortlich.

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