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Kommunikation in Sanierungsprozessen: Herausforderungen und Besonderheiten

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Strategische Kommunikation in der Krise bei außergerichtlichen und gerichtlichen Sanierungsprozessen

(Dresden, den 21.04.2015) Viele Unternehmer sind in Krisensituationen überfordert und "tauchen ab" und sind nicht mehr erreichbar. Rückfragen von Lieferanten oder sogar der Bank werden einfach ignoriert und selten beantwortet. Es herrscht häufig eine Mischung aus "Prinzip Hoffnung" und Schockstarre – gerade dann, wenn eigentlich größter Handlungsbedarf besteht. Auch "blinder Aktionismus" des Managements, ohne einheitliche Aussagen, kann die Situation zusätzlich verschärfen und Vertrauen verspielen. Wer bei wirtschaftlichen Schwierigkeiten die Gelegenheit verpasst, sich Verbündete ins Boot zu holen, läuft Gefahr gerade die Parteien auszuklammern, die einen erfolgreichen Sanierungsprozess mittragen – die Gläubiger. Wer hier nicht rechtzeitig für Aufklärung und Vertrauen sorgt, kann die Krise sogar verstärken.



Feste Abläufe und Zuständigkeiten unabdingbar



Die Kommunikation in Sanierungsprozessen unterliegt Herausforderungen und Besonderheiten, die es zu beachten gilt. Zunächst steht die Erarbeitung einer klaren Strategie im Fokus. Neben der Benennung eines Krisenstabs und eines Sprechers, der Festlegung einer einheitlichen Sprache und der Vermeidung von Alleingängen werden im Vorfeld zudem die Adressaten bestimmt. Dazu gehören Mitarbeiter, Investoren und Finanzierer, aber auch Kunden, Lieferanten, weitere Geschäftspartner und die Medien. In Krisenzeiten sollte der Chef persönlich die Kommunikation übernehmen und so eine einheitliche Sprachregelung intern und extern sicherstellen. Die Medien spielen in Krisensituationen eine entscheidende Rolle. Sie können einerseits ein Vermittler von Botschaften sein, die im Sinne des Unternehmens wahrgenommen werden, andererseits die Situation aber auch eskalieren lassen. Unternehmer sollten die Medienmacht nicht unterschätzen und proaktiv informieren – gezielt den Dialog suchen und den Informationsstrom während des gesamten Restrukturierungsprozesses nicht abreißen lassen.



Bausteine der Kommunikation in der Krise



Krisenkommunikation baut auf wichtige Faktoren, die nicht unterschätzt werden dürfen – Transparenz, Offenheit, Faktentreue, Empathie und Beständigkeit. Wichtig ist eine fortlaufend aktive Kommunikation, die abgestuft nach Wichtigkeit der Zielgruppen über verschiedene Kanäle stattfindet. Die Situation sollte dabei immer offen und realistisch geschildert, Ursachen und Rahmenbedingungen benannt und die eingeleiteten Maßnahmen dargestellt werden. Die emotionale Komponente darf nicht unterschätzt werden. Gerade bei Unternehmenskrisen spielt diese eine große Rolle – viele Schicksale können vom Fortbestand des Unternehmens abhängen. Bei Führungskräften und Mitarbeitern solltedaher für eine Stabilisierung der Motivation und Leistungsbereitschaft gesorgt und bei Gläubigern eine Grundlage für Vertrauen geschaffen werden. Große Bedeutung kommt der Kommunikation mit Banken und anderen Finanzierern zu, da diese die Liquidität und damit die Existenz sicherstellen können. Für die Erarbeitung gemeinsamer Lösungswege sind hier aussagekräftiges Zahlenmaterial und ein schlüssiges Konzept gefragt. Gespräche mit Kunden und Lieferanten dienen der Vertrauensbildung sowie Auslotung von Interessen, auch im Hinblick auf eine mögliche Unterstützung in der Sanierung. Maßnahmen können zum Beispiel Fristverlängerungen oder Weiterbelieferung bei Vorkasse sein.



Gezielte Kommunikation für erfolgreichen Sanierungsprozess



Krisenkommunikation spielt als vertrauensbildende Maßnahme eine erhebliche Rolle und muss flexibel auf alle Veränderungen im Krisenverlauf angepasst werden. Eine gezielte Krisenkommunikation unterstützt die Chancen für die erfolgreiche Umsetzung eines Sanierungsprozesses.












Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Frau Ilka Stiegler (Tel.: +49 351 437 55 - 11), verantwortlich.

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