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„Ausgewählter Ort im Land der Ideen“: Bad Abbach überzeugt mit Navigation zur präzisen Implantation für Kniegelenkprothesen

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Bundesbildungsministerin Frau Dr. Schavan würdigt erfolgreiche Kooperation zwischen Forschung und Industrie


Bad Abbach, 25. Juli 2006 – Im Beisein der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Frau Dr. Annette Schavan, erhält Prof. Dr. med. Joachim Grifka heute stellvertretend für die Orthopädische Klinik für die Universität Regensburg am Asklepios Klinikum Bad Abbach die Auszeichnung „Ausgewählter Ort im Land der Ideen“. Dr. Ulrich Schürenkrämer, Mitglied der Geschäftsleitung Firmenkunden Deutschland und Leiter Firmenkunden Deutsche Bank Region Süd, verleiht die Auszeichnung. Damit wird die erfolgreiche Entwicklung computergestützter Navigations¬technologie beim künstlichen Gelenkersatz unter der Leitung von Direktor Prof. Grifka gewürdigt. Dieser arbeitet seit fünf Jahren mit dem Münchener Medizintechnikunternehmen BrainLAB und DePuy als Hersteller künstlicher Knie-, Hüftgelenke und anderer Implantate zusammen, um die Implantation dieser Gelenke zu optimieren und damit die Lebensqualität der Patienten zu erhöhen.

In Deutschland werden jährlich über 90.000 künstliche Kniegelenke eingesetzt. Doch nur bei etwa drei Viertel der Operationen können die Prothesen bei herkömmlicher OP-Methode exakt positioniert werden. Bei ca. einem Viertel der Patienten ist also bei bisheriger OP-Technik die Belastungsverteilung und Funktion nicht im idealen Bereich. Dadurch leiden die Patienten unter Schmerzen, und das künstliche Gelenk hat eine kürzere Lebensdauer. Die Orthopädische Klinik für die Universität Regensburg hat in Zusammenarbeit mit den Unternehmen BrainLAB und DePuy die Operationsmethode mit Hilfe von Computernavigation optimiert: Dort liegt heute die Rate der perfekt implantierten Kniegelenke bei 96 Prozent. Inzwischen können mit dem Verfahren auch Hüftgelenke exakt eingesetzt werden. Die in Bad Abbach für den Routineeinsatz entwickelte Technik findet weltweit Anerkennung und Verbreitung.

"Die Orthopädische Klinik für die Universität Regensburg am Asklepios Klinikum Bad Abbach ist zu Recht als einer der herausragenden Orte im Land der Ideen ausgezeichnet worden. Sie ist ein Aushängeschild für das Innovationspotenzial in Deutschland. Sie ist auch ein gutes Beispiel für eine erfolgreiche Kooperation von Kliniken", sagte Bundesforschungsministerin Dr. Annette Schavan. Nur mit Innovation und Kreativität sei der Wohlstand von morgen zu schaffen. Dazu gehöre ein Klima, in dem sich Forschung und Wissenschaft kreativ entwickeln könnten. "Ziel der Bundesregierung ist es, Rahmenbedingungen zu schaffen, die der Wissenschaft Freiräume bieten, in denen Ideen und Innovationen kraftvoll gedeihen können", machte die Ministerin deutlich.

Auch Dr. Ulrich Schürenkrämer, Deutsche Bank, betonte in seiner Begründung für die Auszeichnung: "Deutschland steckt voller guter Ideen. Die Arbeit hier an der Orthopädischen Klinik ist ein exzellentes Beispiel für den vielfältigen Fortschritt in unserem Land." Unter insgesamt 1.200 Bewerbungen hat sich die Orthopädische Klinik Regensburg / Bad Abbach im bundesweiten Wettbewerb "365 Orte im Land der Ideen" durchgesetzt.

2001 begann Prof. Grifka mit seinem Team, das Computernavigationssystem VectorVision(R) von BrainLAB für den Knie- und Hüftgelenkersatz einzusetzen. Durch die kontinuierliche Zusammenarbeit mit dem Unternehmen konnte die Technologie anwendungsorientierter gestaltet und weiterentwickelt werden. Wurde ursprünglich mit Hilfe von Computertomographie-Bildern navigiert, ist es durch die Arbeiten in Bad Abbach möglich, bildfrei zu arbeiten, das heißt ohne im Vorfeld CT-Daten oder Röntgenbilder erstellen zu müssen. Hierfür nimmt der Operateur intra-operativ per Infrarotkamera eine Anzahl an Dreh- und Oberflächenpunkten des Gelenks auf und speist das Navigationssystem mit diesen Daten. Dieses erstellt daraus ein dreidimensionales Modell der Patientenanatomie mit genauen Informationen über die Lage, den Winkel und die Länge der beteiligten Knochen. Das Navigationssystem plant dann die optimale Ausrichtung des Implantats, die der Operateur ohne diese Unterstützung oft nicht abschätzen kann. Das an den Operationsablauf angepasste System von BrainLAB mit der so genannten bildfreien Navigation (ohne CT oder Röntgenbild) ist inzwischen weltweit im Einsatz.

In Bad Abbach wurden bisher weit über 1.000 Operationen mit Hilfe von VectorVision durchgeführt. Wissenschaftliche Analysen und klinische Studien bestätigen, dass mit der Navigation bessere Operationsergebnisse erzielt werden, eine geradere Beinachse und damit gleichmäßigere Belastungsverteilung im Knie erreicht und die Bandspannung in Kniestreckung und -beugung wesentlich exakter ausgeglichen wird. Dies sorgt für eine verbesserte Funktion des neuen Kniegelenkes, also höhere Lebensqualität, und lässt eine längere Lebensdauer der Implantate mit weniger Re-Operationen erwarten.

"Mit Hilfe des Navigationssystems VectorVision von BrainLAB können wir den Gelenkersatz sehr viel präziser planen und durchführen. Die individuelle Knochenstruktur und mechanische Beinachse des Patienten bei der Ausrichtung der Prothese werden noch besser berücksichtigt", erläuterte Prof. Grifka. "Für den Patienten bedeutet dies größtmögliche Funktionalität des Gelenks. Der Vergleich der Operationsergebnisse nach navigierter Implantation mit jenen der herkömmlichen Operationstechnik unterstreicht eindeutig den Nutzen und die Bedeutung der Navigationstechnik beim Gelenkersatz."

"Die Zusammenarbeit mit dem Klinikum Bad Abbach und BrainLAB ist für DePuy ein ideales Beispiel, wie innovative Behandlungsmethoden die Patientenversorgung optimieren und damit ein Beitrag zur bestmöglichen Wiederherstellung der Gelenkfunktion geleistet wird", sagt Dr. Harald Stock, Geschäftsführer DePuy Orthopädie Deutschland.

Zusätzlich zur Festveranstaltung am 25. Juli 2006 wird am 23. Oktober 2006 ein Publikumstag stattfinden, an dem u.a. eine Knieoperation live übertragen wird.

Über die Orthopädische Klinik für die Universität Regensburg im Asklepios Klinikum Bad Abbach

Das Klinikum der Orthopädie der Universität bietet ein breites Behandlungsspektrum mit Versorgung aller Erkrankungen der Knochen und Gelenke für Patienten aller Altersstufen einschließlich Wirbelsäulenchirurgie, Kinderorthopädie, Handchirurgie und der gezielten orthopädischen Schmerztherapie, insbesondere bei Bandscheibenvorfällen und Wirbelsäulen-erkrankungen. Prof. Dr. Grifka trat im Jahr 2000 als erster Klinikdirektor der Orthopädischen Klinik in Bad Abbach und Lehrstuhlinhaber für Orthopädie der Universität Regensburg an. Seitdem konnte das Klinikum aufgrund neuer und moderner Therapiekonzepte einen erheblichen Anstieg der Patienten- und Eingriffszahlen verzeichnen (www.uni-regensburg.de/Fakultaeten/Medizin/Orthopaedie).

Über "Deutschland - Land der Ideen"

"Deutschland - Land der Ideen" ist eine gemeinsame Standortinitiative von Bundesregierung und deutscher Wirtschaft. Ziel der Initiative ist es, im In- und Ausland ein Bild von Deutschland als innovatives, weltoffenes und begeisterungsfähiges Land zu vermitteln. Schirmherr der Initiative ist Bundespräsident Horst Köhler. Die Initiative setzt neben den 365 Orten fünf weitere Kernprojekte um: den Skulpturenpark "Walk of Ideas", den FanClub, den internationalen Medienservice, die Begrüßungsinitiative und gemeinsam mit der Standortmarketingagentur des Bundes Invest in Germany die Kampagne "Invest in Germany - Land of Ideas". Die Deutsche Bank ermöglicht als exklusiver Partner die Veranstaltungsreihe "365 Orte im Land der Ideen". Jeden Tag zeichnen Mitarbeiter der Deutschen Bank die Orte aus, die für besonders interessante und zukunftsweisende Ideen und Projekte prämiert wurden. Mit ihrem Engagement unterstreicht die Deutsche Bank als "Bank der Ideen" im "Land der Ideen" ihre Verbundenheit zum Heimatmarkt Deutschland.

Über BrainLAB AG

Die BrainLAB AG mit Hauptsitz in Feldkirchen bei München wurde 1989 gegründet und ist auf die Entwicklung und Vermarktung medizintechnischer Geräte im Bereich der Orthopädie, Neuro- und Radiochirurgie/-therapie sowie HNO spezialisiert. Zu den von BrainLAB entwickelten Produkten zählen Software- sowie Hardwarekomponenten für die chirurgische 3D-Navigation sowie Komplettsysteme für stereotaktische Radiochirurgie. Mit ca. 2.390 installierten Systemen in mehr als 65 Ländern gehört BrainLAB zu den Marktführern in der computergestützten Medizintechnologie. Weltweit beschäftigt die BrainLAB-Gruppe rund 780 Mitarbeiter, der Vertrieb erfolgt über 15 Büros in Europa, Asien, Nord- und Südamerika sowie Australien.

Über DePuy Orthopädie GmbH

Mit seiner mehr als 100jährigen Erfahrung zählt DePuy zu den traditionsreichsten und marktführenden Unternehmen der endoprothetischen Versorgung auf den Gebieten der Orthopädie, Chirurgie und Traumatologie. Als Bindeglied zwischen innovativer Forschung und praktischer Anwendung stellt das Unternehmen bewährte Produkte und Techniken Operateuren und ihren Teams weltweit zur Verfügung. Seit 1998 gehört DePuy zum Johnson & Johnson Konzern und bündelt seine Kräfte gemäß des firmeneigenen Credos.
Unser Ziel ist es, dem Patienten die Lebensfreude wiederzugeben. Mit innovativen Entwicklungen wollen wir dies unterstützen. Schmerzfreiheit beim Patienten, eine kurze Rehabilitationszeit mit schneller Wiedereingliederung in den Alltag und hervorragende Langzeitergebnisse sind die Leitlinien unseres Denkens.


Kontakt für Presse

BrainLAB
Eva Schuster
Kapellenstr. 12
85622 Feldkirchen
Tel.: (089) 991568-312
Fax: (089) 991568-33
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Konrad-Zuse-Str. 19
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Tel.: (06841) 1893681
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bfischer@dpyde.jnj.com

Asklepios Klinikum Bad Abbach
Carola Härtel
Kaiser-Karl V-Allee 3
93077 Bad Abbach
Tel: (09405) 18 2401
Fax: (09405) 18 2920
c.haertel@asklepios.com


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Uta Schwuchow, verantwortlich.

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