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0900 pusht Mehrwertdienste

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Neue Servicerufnummern versprechen mehr Transparenz und Kundenzufriedenheit


Bonn/Berlin - Immer mehr Unternehmen setzen auf den intelligenten Einsatz von Telefondiensten. Was der öffentlichen Hand vor allem unter dem Gesichtspunkt der Kostenreduzierung attraktiv erscheint, ist für die private Wirtschaft ein noch in den Anfängen steckender und einnahmenträchtiger Markt. Unternehmen sind dabei, neue Geschäftsmodelle beispielsweise auf Basis von Voice-Portalen aufzubauen. Einträgliche Geschäftmodelle wurden auf dem telemedia Germany Kongress http://www.telemedia-deutschland.de in Berlin vorgestellt. Die Mehrwertdienste gehören zu den profitabelsten Sparten in der Telekommunikation. Auf rund zweieinhalb Milliarden Euro wird der Markt für telefonische Auskunft- und Mehrwertdienste geschätzt, weitere ein bis eineinhalb Milliarden könnten durch Angebote speziell für Handybenutzer umgesetzt werden, so das wissenschaftliche Institut für Infrastruktur und Kommunikationsdienste http://www.wik.org.

Ende Juni ist für die bisherigen 0190er Servicevorwahlen nun endgültig der Vorhang gefallen. Sie wurden durch 0900er Nummern ersetzt. „Während die mit 0190 beginnenden Nummern bisher darauf festgelegt waren, minutenbasiert einen Tarif für das gesamte Gespräch abzurechnen, bietet die 0900 - neben weiteren Änderungen - neue Möglichkeiten der Abrechnung. So kann während des Gespräches der Tarif geändert werden und zum Beispiel von einer kostenlosen Verkaufsberatung zu einem kostenpflichtigen Servicegespräch umgestellt werden“, erläutert Johannes Winkelhage für die Frankfurter Allgemeine Zeitung http://www.faz.net den Vorteil der so genannten Call Segmentierung. Branchenexperten sehen darin eine wesentliche Weiterentwicklung.

Jens Klemann von der Initiative Voice Business http://www.voicedays.de erwartet infolge der Einführung der 0900er Nummern ein Wachstum von Sprachportalen als zentrale Eingangstore zu verschiedensten Unternehmensdiensten unter einer Telefonnummer. „In der Vergangenheit sind bei vielen Unternehmen die Kommunikationskosten explodiert, auch durch Kundenanrufe, die an den falschen Stellen im Unternehmen landeten.“ Die neue Flexibilität, verschiedene Services während eines Anrufes unterschiedlich abrechnen zu können, schaffe zusätzlichen wirtschaftlichen Anreiz, die bislang getrennten Servicelines unter einer Rufnummer zusammenzufassen. Systeme, bei dem der Anrufer zunächst eine kostenlose Nummer anwählt und erst im Lauf des Gesprächs etwa durch ein sprachgesteuertes Menü zu einem kostenpflichtigen Dienst geführt wird, seien längst keine Ausnahme mehr, sagt Wendelin Meyer-Mölck von der Deutschen Telefon- und Marketing Services AG http://www.dtms.de in Mainz.

Die 0900-Rufnummern dürften auch für Gewinnspiele, Spendenhotlines und im sogenannten Micropayment Anwendung finden. Ein Vorteil der neuen 0900-Nummern sei die Transparenz, findet Omar Khorshed, Vorstandsvorsitzender des Düsseldorfer Abrechnungsdienstleisters acoreus AG http://www.acoreus.de. „Die fünfte Stelle der Rufnummer ist der entscheidende Indikator. Dadurch lässt sich jetzt einfach erkennen, welche Art von Dienst hinter welcher Nummer steckt.“ Die Kombination 0900-1 stehe für Informationsdienste. Über 0900-3 erreicht man Unterhaltungsdienste, 0900-5 für sonstige Angebote – in der Regel Erotikdienste.

Gebührenfreie und dem jeweiligen Angebot vorausgehende Informationen über die Preisgestaltung könnten mehr Vertrauen in die 0900er Gasse bewirken als es gegenüber den 0190er Services bestand. „Das neue Modell ermöglicht Unternehmen und Konsumenten eine dem Service angemessene Preisstaffelung“, so Khorshed. Unternehmen würden damit in die Lage versetzt, Beratungs- und Unterhaltungsleistungen zu marktgerechten Preisen anzubieten. Aber auch neue Geschäftsmodelle seien denkbar: „Man kann Konzerttickets direkt übers Telefon bezahlen, größere Beträge für karitative Zwecke spenden oder über ein Voice-Portal Last-Minute Zimmerreservierungen vornehmen“, sagt der acoreus-Chef.

Auch die quotenstarke RTL-Show „Deutschland sucht den Superstar“ http://www.dsds.de habe ihren Anmeldemodus für die im nächsten Jahr beginnende vierte Staffel auf 0900er Nummern umgestellt. Möglich sei es mittlerweile auch, so Khorshed, Informationsbroschüren über eine 0900er Nummer zu bestellen, die mit einem festgelegten Betrag pro Anruf über die Telefonrechnung abgerechnet würden. So bietet etwa das ungarische Tourismusamt in Deutschland eine Broschüre über den Plattensee auf diese Weise an. „Der Anbieter erspart sich Rechnungsstellung und Nachverfolgung.“ Auch direkte Beratung sei möglich und über die Telefonrechnung abzuwickeln, beispielsweise bei der Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt, wo sich Berufsanfänger über für sie sinnvolle Versicherungen informieren können, oder beim Anwalt-Such-Service für die Suche nach spezialisierten Rechtsanwälten.

Für Christian Plätke vom Kölner Netzbetreiber Intelegence http://www.in-telegence.net wird 0900 eine Erfolgsgeschichte. „Die 0900 hat das Potenzial, die 0190 sogar noch zu überflügeln“, prognostiziert er. Als Begründung nennt er die gesetzlichen Regelungen und die transparente Einteilung der Diensteinhalte, mit der eine erhöhte Kundenzufriedenheit einhergehe. Diese Ansicht teilt auch der Branchenverband Freiwillige Selbstkontrolle Telefonmehrwertdienste http://www.fst-ev.org: Die so genannte Kettenzuteilung sei mit der Migration von 0190 auf 0900 entfallen. Mittels eindeutiger Ermittelbarkeit des Zuteilungsnehmers einer Nummer über die Website der Bundesnetzagentur http://www.bundesnetzagentur.de werde die Störanfälligkeit am Markt deutlich herabgesetzt und somit das Verbrauchervertrauen in die Gasse als solches deutlich gestützt. „Die deutlichen Vorteile, die die Gasse 0900 für Verbraucher mit sich bringen, lassen sich ausgezeichnet von Unternehmen und Dienstleistern aller Branchen nutzen, die großen Wert auf flexibles, serviceorientiertes und verbraucherfreundliches Kundenmanagement legen“, bestätigt Claudia Kalenberg, Geschäftsführerin des Verbandes.


Web: http://www.ne-na.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Gunnar Sohn, verantwortlich.

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