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Chinas IoT-Revolution

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Starker Einfluss des "Internet der Dinge" auf dem chinesischen Festland erwartet.

Das revolutionäre Internet der Dinge (engl. Internet of Things, IoT) ist nach dem Online-Handel und Social Media die nächste Generation des Internets. Von der Straßenbeleuchtung über Gebäude bis hin zu Wearable Devices – immer mehr Maschinen und Alltagsgegenstände werden künftig mit Funkchips und Sensoren ausgestattet, um via Internet selbstständig Informationen auszutauschen und miteinander kommunizieren zu können.



Auf der "Internet of Things Asia 2015 Conference and Exhibition", die im April in Singapur stattfand, äußerten sich Experten positiv zur Entwicklung des IoT. Es habe das Potential, zur Abfallreduzierung beizutragen, die Leistungsfähigkeit zu verbessern und sogar Leben zu retten. Sie gehen davon aus, dass die asiatischen Märkte und ganz besonders das chinesische Festland diesen Sektor dominieren werden.



Aufgrund der demografischen Veränderungen in Asien – dem wachsenden Mittelstand einerseits und kleiner werdenden Familien andererseits – erwartet man im Gesundheitswesen das größte Wachstum. Zu den Wachstumsbranchen werden auch die intelligente Vernetzung in Gebäuden und Städten sowie der Bedarf an vernetzten Herstellungsprozessen zur Energieeinsparung und der Verringerung der Umweltbelastung gesehen.



Das IoT stellt die Gesellschaft jedoch vor einige Herausforderungen: Nicht nur müssen sich Denkweisen verändern und veraltete Systeme abgeschafft werden, sondern auch die Sorgen vieler bezüglich Datenschutz und potenzieller Hackerangriffe ernstgenommen werden.



"Die Anzahl der miteinander verbundenen Geräte im asiatisch-pazifischen Raum werden von derzeit 3,1 Milliarden bis 2020 auf 8,6 Milliarden ansteigen", prognostiziert Charles Reed Anderson, Associate Vice-President, Head of Mobility and IoT des Marktforschungsunternehmens IDC Asia-Pacific mit Sitz in Singapur. Der Marktwert des asiatisch-pazifischen Raumes – ohne Japan – soll von 250 Milliarden USD auf 583 Milliarden USD wachsen.



"Aufgrund der großen, von der Regierung initiierten Projekte hat sich der IoT-Markt hier in letzter Zeit erheblich weiterentwickelt. Dies gilt vor allem für das chinesische Festland, das 200 Smart Cities bauen will", erzählt Anderson. China werde bis zum Jahr 2020 sowohl regional als auch global den Markt dominieren und einen Anteil von 59 Prozent am IoT-Markt innerhalb Asiens haben. Weltweit entspräche dies jedem fünften vernetzten Gerät. Südkorea, Indien und Indonesien gehören zu den nächstgrößten Märkten im asiatisch-pazifischen Raum.



"Am häufigsten wird das IoT künftig für intelligente Netze, Produktionsprozesse, die Vermögensverwaltung, intelligente Gebäudetechnik, Notfalldienste und digitale Beschilderungen sowie für Regierungsangelegenheiten, im Gesundheitswesen und im Einzelhandel genutzt werden", ist Anderson überzeugt. Die Verteilung könne dabei von Region zu Region variieren. Für China werden als die drei primären Anwendungsgebiete die Produktion, Regierungsangelegenheiten und das Gesundheitswesen gesehen. "Besonders interessant sind die Aussichten im Gesundheitsbereich, denn bis 2020 soll die Mittelschicht in Asien um rund eine Milliarde anwachsen", so Anderson.



Davon ist auch Kenji Tan, Director of Strategic Business Development , Medical & Healthcare Solutions, Greater China and South Asia Region von ST Microelectronics, überzeugt. "Es gibt heute noch Dörfer in China, deren Bewohner zum Teil zwei Tage brauchen, um zum nächstgelegenen Krankenhaus zu gelangen. Dann müssen sie manchmal noch einen Tag auf einen Termin warten und bekommen am Ende ein fünfminütiges Gespräch mit dem Arzt. Angesichts der alternden Bevölkerung auf dem chinesischen Festland liegt der Druck hier besonders auf einer verbesserten medizinischen Versorgung", so Tan.



Mili John Tharakan, Assistant Vice-President of Innovation des indischen Textilunternehmens Welspun Global Brands, ist davon überzeugt, dass sich gerade der Bereich der Wearables schnell entwickeln wird: "Für die Wearable-Technologie werden immer mehr elektronische Teile hergestellt, die dünner, dehnbarer und flexibler sind und sogar gewaschen werden können. Diese neuen Eigenschaften ermöglichen es uns, die Gestalt und Funktion elektronischer Geräte ganz neu zu sehen und die neue Technologie über herkömmliche Geräte hinaus, auch in Mode und intelligente Raumtextilien zu integrieren."



Die intelligente Gebäudetechnik ist neben den Wearables ein weiterer Schwerpunkt des IoT. Für Sudhi Rajan Sinha, Vice-President for Product Development bei Johnson Controls, ein in Texas ansässiger Lieferant für intelligente Betriebssysteme, haben hier Energieeinsparungen die höchste Priorität: "Laut der Internationalen Energieagentur IEA geht ein Drittel des weltweiten Energieverbrauchs in die Gebäudetechnik. Zweifellos werden besser gemanagte Gebäude bei schrumpfenden Energieressourcen einiges bewirken können. Der Umfang der Technologie, der heute in einem Gebäude steckt, geht weit über den Aufgabenbereich von Architekten, Elektrotechnikern und Maschinenbauingenieuren hinaus. Gebäude sind mittlerweile schon wie Lebewesen, deren Lebensdauer regelmäßig optimiert werden muss", findet Sinha. So könnten IoT-Systeme dabei helfen, die sonst zentral gesteuerten Klimaanlagen und Beleuchtungssysteme dem individuellen Gebrauch anzupassen, mögliche Energieverluste festzustellen und nötige Wartungsarbeiten vorauszusagen.



Von dieser Entwicklung könnten jedoch nicht nur einzelne Gebäude profitieren. Für den Vorstandsvorsitzenden der Technologieunternehmen ConnectedHealth und gridComm in Singapur, Michael Holt, hat das IoT stadtweites Potenzial: "Rund 40 Prozent des Stromhaushalts einer Stadt werden allein für die Straßenbeleuchtung verwendet. Das intelligente Monitoring kann nicht nur Kosten, Arbeitskräfte und die Instandhaltung reduzieren, sondern auch etwaige Mängel voraussagen. Bei der Beleuchtung handelt es sich um ein vorgefertigtes Netzwerk für eine Stadt, in dem Sensoren den Verkehr, das Wetter, die Luftverschmutzung und die Bewegungen der Einwohner in Echtzeit messen."



Rob van Kranenburg, Gründer des niederländischen Think-tanks Internet of Things Council zufolge, wird das IoT auch grundlegende Veränderungen in der Arbeits- und Lebensweise sowie dem Konsumverhalten der Menschen mit sich bringen. "Bis zum Jahr 2020 werden rund 25 bis 30 Prozent der Arbeitsplätze überflüssig sein. In Büro-, Handels- und Dienstleistungsberufen ist die Ursache die semantische Interoperabilität, während Berufe im Produktionsbetrieb durch Robotertechnik ersetzt werden", so van Kranenburg. Arbeitsformen selbst müssten dann neu definiert und neue Richtlinien für die Datenerhebung und deren Gebrauch erstellt werden. Neuerungen würden künftig noch kritischer gesehen und das Vertrauen der Bürger in die Regierungen müsse jeden Tag aufs Neue erworben werden. Wachstum sei dann nicht länger der alleinige Indikator für die Wirtschaftstätigkeit, stattdessen werde sich eine konstant stabile Wirtschaft mit einer stabilen Bevölkerung, stabilem Konsumverhalten und Nachhaltigkeit entwickeln."


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Frau Christiane Koesling (Tel.: +49-69-95 77 20), verantwortlich.

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