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Schützt ein Mehr an staatlicher Regulierung die „Generation Praktikum“?

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Für Hochschulabsolventen ist das Praktikum oft die Eintrittskarte in ein Unternehmen


Bonn/Düsseldorf – In den vergangenen Monaten war viel die Rede von der so genannten Generation Praktikum. Manche Medien erwecken den Eindruck, als sei die Lage dieser Personengruppe äußerst prekär. „Praktikanten werden für wenig Geld eingestellt, mit der Aussicht auf Festanstellung abgespeist, müssen volle Arbeit leisten und womöglich die Launen des Chefs aushalten“, schreibt der Spiegel http://www.spiegel.de. Arbeitsminister Franz Müntefering (SPD) scheint dies ähnlich zu sehen. So lässt der Minister derzeit prüfen, ob die Zahl solcher Praktika deutlich zugenommen und reguläre Stellen verdrängt habe. In Internetforen wie http://www.students-at-work.de, eingerichtet vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), beschreiben Praktikanten, dass sie in ihrem Arbeitsalltag ausgenutzt würden.

Das Praktikum sei nicht so schlecht wie sein Image als „institutionalisierte Ausbeutung“, so Focus-Online http://www.focus.de. Viele Unternehmen rekrutierten ihr Personal aus ehemaligen Praktikanten. Insbesondere für Hochschulabsolventen sei ein Praktikum oft die Eintrittskarte in ein Unternehmen. Der Vorteil eines Praktikums: Die Unternehmen können einen Praktikanten erst mal unter die Lupe nehmen und besser einschätzen, als dies bei einem reinen Bewerbungsgespräch der Fall ist. Und der Praktikant profitiert in einem solchen Gespräch dann davon, dass er das Unternehmen und das Team kennt.

Grundsätzliche Bedenken gegenüber den Plänen aus dem Arbeitsministerium meldet Udo Nadolski, Geschäftsführer des Düsseldorfer Beratungsunternehmens Harvey Nash http://www.harveynash.de an: „Warum reagieren wir in Deutschland immer mit dem Ruf nach zusätzlicher Regulierung, wenn Probleme auftreten? Auch bei mehrfacher Wiederholung wird die Aussage nicht falsch: Dieses Land leistet sich immer noch einen total regulierten Arbeitsmarkt. Dies ist der Grund für unsere Beschäftigungsmisere, nicht angeblich ausbeuterische Kapitalisten.“ Nadolski verweist auf die Erfahrung in seinem eigenen Unternehmen: „Bei uns bekommen Praktikanten eine anständige Vergütung. Und ein Großteil dieser Praktikanten hat bei uns bisher so viel Biss und Engagement gezeigt, dass wir sie anschließend übernehmen konnten. Selbstverständlich gibt es immer schwarze Schafe. Doch die darf man nicht zum Maßstab machen.“

Der Harvey Nash-Geschäftsführer verweist auf die schwindende Aussagekraft von Zeugnissen und formalen Abschlüssen: „Es kann ja sein, dass ein Bewerber auf dem Papier ganz tolle Noten hat. Doch erst in der Praxis erweist sich, ob er sich auch im Berufsalltag durchsetzt und sich in sein Arbeitsumfeld integrieren kann. Wenn man sich die Noten anschaut, bekommt man das nicht heraus. Dies geht nur durch einen Praxistest. Und ein solcher sollten Praktika sein.“


Web: http://www.ne-na.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Ansgar Lange, verantwortlich.

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