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Nominiert für den Friedensnobelpreis und bedroht durch Behördenwillkür

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Das Internationale Roerich-Zentrum (ICR) ist von der Zerstörung durch das eigene Land bedroht.

Geht der diesjährige Friedensnobelpreis an eine bekannte russische öffentliche Organisation " das Internationale Roerich-Zentrum (ICR) in Moskau? Die Nominierung des Internationalen Roerich-Zentrums (www.en.icr.su) ist die Anerkennung der Leistungen dieser öffentlichen Organisation, die bereits seit 26 Jahren die friedensunterstützenden Ideen von Nikolaj Roerich umsetzt.

Nikolaj Roerich (1874 " 1947) war eine herausragende Persönlichkeit der russischen und Weltkultur. Der Künstler und Wissenschaftler hinterließ ein enormes schöpferisches Erbe: mehr als 7.000 Gemälde und eine Vielzahl literarischer Werke. Seine friedensfördernden Ideen legten den Grundstein zum ersten internationalen Abkommen zum bedingungslosen Schutz der Kulturschätze der Menschheit - dem Roerich-Pakt. Unterschrieben wurde er im Jahre 1935 in Washington. Der Roerich-Pakt diente als Vorlage zur "Haager Konvention zum Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten".

Herzstück des ICR ist das öffentliche Nikolaj-Roerich-Museum. Gelegen auf dem Gut Lopuchin, einem Moskauer Architekturdenkmal des 17. - 19 Jahrhunderts, wurde es durch das ICR ausschließlich mit privaten Spenden ohne staatliche Hilfe restauriert. Es ist das größte öffentliche Museum Russlands und eines der größten nicht-staatlichen in der Welt mit einer umfangreichen Bildersammlung Nikolaj Roerichs.

Mit Garantie des damaligen Präsidenten der UdSSR, Michail Gorbatschow, übergab Swetoslaw Roerich im Jahre 1990 dem Internationalen Roerich-Zentrum unentgeltlich den Nachlass seiner Eltern. Dieser bestand aus mehr als 400 Bildern, einem einzigartigen Archiv und wertvollen Sammlungen. Mit ihm sollte in Moskau, auf dem Gut Lopuchin, das öffentliche Nikolaj-Roerich-Museum ausgestattet werden. Dem Wunsch des Erblassers wurde juristisch per Regierungsdekret entsprochen.

Seit 2012 führt das ICR das Internationale Ausstellungsprojekt "Der Roerich-Pakt. Geschichte und Gegenwart" durch. Dieses Projekt widmet sich der Bewahrung des Weltkulturerbes auf der Grundlage der Ideen des Roerich-Paktes. Die Ausstellungen wurden bereits in der ganzen Welt gezeigt. Höhepunkte waren das Stabsquartier der UNESCO, das Hauptquartier und alle Länderbüros der UNO, der Friedenspalast in Den Haag. In Deutschland war das Ausstellungsprojekt bereits in Berlin, Bonn und Essen zu Gast.

Allerdings ist die Existenz des Friedensnobelpreisaspiranten bedroht. Die Führung des russischen Kulturministeriums, vertreten durch den Kulturminister Medinskij und seinen Stellvertreter Aristarchow, ist allem Anschein nach dabei, sich den restaurierten Gutshof mitsamt dem von Swetoslaw Roerich, einem bekannten Künstler und Gesellschaftsträger und jüngstem Sohn Nikolaj Roerichs, überlassenen Erbe anzueignen. So wurde am 16.02.2016 in einer Sitzung des Kulturministeriums der Beschluss gefasst, das Gut Lopuchin mit der gesamten von Swetoslaw Roerich übergebenen Kollektion dem öffentlichen Museum abzunehmen und dem Staatlichen Museum des Ostens zu übertragen.

Es ist noch festzuhalten, dass sich das Staatliche Museum des Ostens ohne gesetzliche Grundlage bereits einen anderen, Swetoslaw Roerich gehörenden, Nachlass seiner Familie angeeignet hat - 288 Bilder von ihm und seinem Vater Nikolaj Roerich. Diese Bilder sind im Museum eingelagert und wurden seinem Besitzer zu Lebzeiten nicht zurückgegeben. Das ICR verfügt nach eigenen Angaben über Dokumente, die bestätigen, dass ein Teil der Kunstschätze verschwunden ist. Allerdings ist das Kulturministerium bislang nicht bereit gewesen, diesbezügliche Ermittlungen zuzulassen. In unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Situation steht nach Meinung des ICR Anna Kolupajewa, derzeit beschäftigt in der Präsidialverwaltung. Mehr als 10 Jahre hatte sie das Referat für Museen geleitet und, so das ICR, jegliche Ermittlung zum Verbleib der Kunstwerke im Staatlichen Museum des Ostens verhindert.

Das geringschätzige Verhältnis zur nicht-staatlichen Kultur ist die Folge der prinzipiellen Unterentwicklung derartiger Formen von Kultur in einem Land. So existiert das Roerich-Zentrum bereits seit vielen Jahren ohne einen Cent an staatlicher Unterstützung. Trotzdem konnte es ein Museum von Weltgeltung hervorbringen.

Für die Restaurierung des Gutes Lopuchin wurde Ludmila Schaposchnikowa, Direktorin und Organisatorin des Museums, im Jahr 2010 mit einer wertvollen Auszeichnung der Europäischen Union, dem "Europa Nostra-Preis" in der Kategorie "Selbstloser Einsatz" geehrt.

Kann diese friedensfördernde Tätigkeit des einzigartigen öffentlichen Museums eine Fortsetzung finden? Die momentane Führung des russischen Kulturministeriums tut alles dafür, dass dies nicht geschieht.

Mehrere Zehntausend Menschen in Russland und auf der ganzen Welt treten für den Erhalt des öffentlichen Roerich-Museums als einzigartige Museumseinrichtung für den Frieden ein. Unter ihnen sind auch viele bekannte Persönlichkeiten aus Kultur und Wissenschaft.

Die Zerschlagung des öffentlichen Roerich-Zentrums und des Roerich-Museums droht für die russischen Behörden zu einer bleibenden Schande zu werden. Eine öffentliche Organisation, nominiert für den Friedensnobelpreis, ist von der Vernichtung durch das eigene Land bedroht…




Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Herr Rainer Schneider (Tel.: +49 1577 8329430), verantwortlich.

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