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Börse Online: „Ökofonds sind trendy“

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Nachhaltigen Anlagekonzepten fehlt die Vergleichbarkeit


Bonn/Neuss - Während man sich in deutschen Kinos derzeit Sönke Wortmanns Sommermärchen nicht entziehen kann und dabei emotionsgeladen noch einmal den deutschen Fußballsommer durchlebt, strömen in den USA ebenfalls Menschenmengen in die Kinos. Dort hat man nun gemeinhin keinen Grund, die nationale Fußballseele oscarreif zu massieren, aber auch hier ist es das Außergewöhnliche, das die Lichtspielhäuser füllt. Der frühere US-Vizepräsident Al Gore hält nämlich einen „aufwühlenden Vortrag über Erderwärmung, Wirbelstürme, Hungersnöte und andere menschengemachte Katastrophen“, wie der Tagesspiegel http://www.tagesspiegel.de schreibt. Gore und seine grünen Mitstreiter hätten „die Reduktion des Kohlendioxidausstoßes im Visier: Die Amerikaner sollen künftig benzinsparend und weniger Auto fahren, energieeffiziente Häuser bauen und vor allem ihre Industrie auf erneuerbare Energien umstellen – Solarzellen, Windkraft und Rapsöl statt stinkender Kohlekraftwerke und Abhängigkeit von den Ölscheichs.“ Hehre Ziele für einen der größten Luftverschmutzer der Welt, dessen Präsident fast schon einmal Al Gore geheißen hätte. Ob die derzeitige Kampagne Gore dazu nützen soll, einen erneuten Anlauf auf das Weiße Haus vorzubereiten und weniger der Zukunft der Umwelt als vielmehr seiner eigenen dient, ist derzeit offen.

Vermutlich würde er im umweltbewegten Deutschland noch mehr Zustimmung finden, denn angesichts aus dem Ruder laufender Energiepreise fallen fast alle Ansätze für den Einsatz erneuerbarer Energien auf fruchtbaren Boden. Solar- und Windenergie, pflanzenölbetriebene Blockheizkraftwerke und holzbetriebene Heizungskessel boomen. „Allein die Zahl der in Deutschland betriebenen Holzpelletsheizungen hat sich in weniger als zwei Jahren von 27.000 im Jahr 2004 auf mittlerweile fast 70.000 erhöht. 1999 waren es nicht einmal 1000“, sagt der Prokurist der Westerwälder Holzpellets GmbH http://www.ww-holzpellets.de in Langenbach, Andreas Krug. Im letzten Winter war die Nachfrage sogar zeitweise so groß, dass sowohl die Kesselhersteller wie die Pelletproduzenten Lieferengpässe verzeichneten.

Selbst an der Börse ist grün angesagt. „Ökofonds sind trendy“ titele Börse Online http://ww.boerse-online.de in der vergangenen Woche und bezieht sich auf eine Studie des European Sustainable and Responsible Investment Forums http://www.eurosif.com in Zusammenarbeit mit dem Forum Nachhaltige Geldanlagen http://www.forum-ng.de. „Ob Mode oder Überzeugung: Das Segment der ethisch-ökologisch-nachhaltigen Fonds wächst beständig.“ Ein europaweiter Vergleich zeige, „dass das Volumen der grünen Fonds in den vergangenen drei Jahren doppelt so schnell gewachsen ist wie das der herkömmlichen Produkte“, so Börse Online. Dabei ist der gesamte Anteil des investierten Kapitals in so genannte ethisch-ökologische Investments noch verschwindend gering. „Der Anteil nachhaltig investierten Geldvermögens liegt bei privaten Haushalten in Deutschland im Promillebereich“, berichtet die Tageszeitung http://www.taz.de. Den Nachhaltigkeitsgrundsatz verwirklicht fänden Anleger „vor allem in Investmentfonds. Nahezu jede Fondsgesellschaft bietet heute eine Palette an ökologisch, ethisch oder sozial ausgerichteten Fonds an.“

Allerdings, so schreibt die Süddeutsche Zeitung http://www.sueddeutsche.de, „hat sich das ethisch-ökologisch angelegte Geldvolumen in Deutschland, Österreich und der Schweiz seit 2002 auf 12,4 Milliarden Euro mehr als verdoppelt.“ Dabei sei es jedoch gar nicht so einfach, „den richtigen Fond unter den rund 40 Angeboten zu finden. Bezeichnungen wie ‚öko’, ‚eco’, ‚sozial’ oder ‚nachhaltig’ garantieren noch lange keine Unterschiede zu konventionellen Aktienfonds“, so die SZ weiter. Was fehle, sei beispielsweise ein Gütesiegel, um die Angebote objektiv vergleichen zu können. Die Konzepte nachhaltiger Fonds seien heterogen. Blauäugig wäre es allerdings auch, ungeprüft auf Aktien eines einzelnen Unternehmens aus der Branche der erneuerbaren Energieträger zu setzen. Auch hier würden gelegentlich Luftschlösser gebaut, warnen Finanzmarktexperten. „Bei der Aktienauswahl ist Vorsicht geboten. Nicht jedes Unternehmen wird es schaffen, sich auf diesem Markt durchzusetzen“, prognostiziert Tobias Janßen von der Beteiligungs- und Beratungsgesellschaft Goldfish Holdings http://www.goldfish-holdings.com in Neuss. Investitionen in alternative Energieträger seien dennoch attraktiv. „Das Thema Biokraftstoffe wird durch die nachhaltige Erhöhung des Ölpreises in den letzten Jahren immer interessanter. Da wir davon überzeugt sind, dass die aktuelle Verbilligung des Rohöls nur von kurzer Dauer sein wird, werden wir die Investitionsquote in alternative Energien hoch halten“, so Janßen. Für sicherheitsorientierte Anleger empfiehlt die SZ ökologische Staats- oder Unternehmensanleihen. „Damit ist die gezielte Anlage in nachhaltige Regionen wie die skandinavischen Länder möglich.“ Auch Lebensversicherer haben ihre Angebote für denjenigen, der für sein Alter vorsorgen will, mittlerweile ökologisch ausgerichtet. Allerdings ist die Auswahl hier noch vergleichsweise klein.



Web: http://www.ne-na.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Andreas Schultheis, verantwortlich.

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