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Technologiestandort Deutschland existiert nicht mehr

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Fachkräftemangel bedroht wirtschaftliche Konkurrenzfähigkeit


Bonn/Düsseldorf – Deutschlands Unternehmen leiden an Fachkräftemangel. Insbesondere Ingenieure werden verzweifelt gesucht, so das Ergebnis einer Umfrage der Welt http://www.welt.de unter den 30 Dax-Konzernen und den wichtigsten Branchenverbänden. Der Bedarf steigt ständig: Allein im deutschen Maschinenbau wuchs die Zahl der Ingenieurjobs seit 1995 von 102.000 auf 140.000 an. Besonders dramatisch ist die Situation bei der deutschen Industrie, während Banken und Versicherungen ebenso wie der Handels- und Dienstleistungssektor bisher nur von Einzelproblemen berichten.

Nach Angaben des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) http://www.vdi.de können zurzeit rund 18.000 freie Ingenieursstellen in der Industrie nicht besetzt werden; 30 Prozent mehr als im Vorjahr. Deutsche Unternehmen versuchen, dem Fachkräftemangel durch Hilfe von außen abzuhelfen. Bei BASF http://www.basf.de haben mittlerweile 25 Prozent der neu eingestellten Hochschulabsolventen einen ausländischen Pass, schreibt die Welt. Dies wird zu einem grundsätzlichen Problem. Deutschland droht nämlich bei der Ausbildung von Spitzenkräften im internationalen Vergleich den Anschluss zu verlieren, wie die Absolventenzahlen in den technisch-naturwissenschaftlichen Studienfächern der wichtigsten Industrienationen zeigen. „Deutschland wird in einigen Jahren die kritische Masse heller Köpfe fehlen, um Basisinnovationen zu entwickeln und daraus marktfähige Produkte und neue Services zu machen“, sagt Walter Raizner, Vizepräsident des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) http://www.bitkom.de, zum Start des Wintersemesters 2006/2007.

„Der Branchenverband legt den Finger in die Wunde: Indien und China zum Beispiel konkurrieren längst nicht mehr nur über den Preis mit den westlichen Staaten, sondern haben überdies schon ein ansehnliches Reservoir an gut ausgebildeten Fachkräften. Während in Deutschland im Jahr 2004 rund 2004 rund 37.000 Ingenieure die Hochschulen mit einem Abschluss verlassen haben, waren es in China mehr als 820.000“, sagt der Düsseldorfer Finanzexperte Jörg Peisert, der als ausgewiesener Experte für die aufstrebenden Märkte in Asien und Osteuropa gilt. Den Aufstieg Indiens verbindet man insbesondere mit dem Siegeszug der dortigen IT-Branche. Ein indischer Ingenieur verdient ein Viertel eines deutschen, und er spricht Englisch. Jährlich bringen Indiens Universitäten 250.000 neue Ingenieure hervor – mehr als die Vereinigten Staaten.“ Die deutschen Ingenieure müssten dem Trend zur Internationalisierung Rechnung tragen und sollten im Idealfall nicht nur Deutsch und Englisch, sondern noch eine zusätzliche wichtige Sprache beherrschen.

Die deutschen Hochschulen seien nicht ganz unschuldig an der Misere, lautet die Analyse von Udo Nadolski, Geschäftsführer des Düsseldorfer Beratungshauses Harvey Nash http://www.harveynash.de: „Die hiesigen Hochschulen müssen praxisnäher ausbilden. Zu oft wird am Bedarf des Arbeitsmarktes vorbei ausgebildet. Dies gilt insbesondere für den Studiengang Informatik, in dem zu wenig Rücksicht auf Berufsbilder genommen wird. 70 Prozent der IT-Leute landen später in Unternehmensberatungen und im Dienstleistungssektor. Hier sind soft skills gefragt. Harvey Nash macht beispielsweise eigene Trainings für Bewerber, um ihnen diese entsprechenden Fertigkeiten zu vermitteln. Bei Ingenieuren sei das „Fachfremde“ nicht so wichtig wie bei den Informatikern. „Der Technologiestandort Deutschland existiert quasi nicht mehr. Wir müssen den jungen Leuten wieder Lust auf Technik machen. Dies muss über Schulen, Unis, die Medien und andere Multiplikatoren gehen“, so der Harvey Nash-Geschäftsführer. Der demographische Wandel könne das Fachkräfteproblem in Zukunft noch deutlich verschärfen.



Web: http://www.ne-na.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Ansgar Lange, verantwortlich.

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