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Warum es richtig ist, dass die Regierung Elektroautos bezuschusst

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Am vergangenen Mittwoch hat die Bundesregierung eine Prämie in Höhe von 4.000 Euro pro Elektroauto beschlossen. Die Entscheidung sorgte für reichlich Kritik. Lesen Sie, warum diese Kritik falsch ist.

Ursprünglich war es das Ziel der Bundesregierung bis 2020 rund eine Millionen Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen zu bringen. Bis heute sieht die Zwischenbilanz katastrophal aus. Zum Stichtag 01.01.2016 waren gerade einmal 0,06 Prozent der rund 45 Millionen PKW in Deutschland ausschließlich mit Strom unterwegs.



In Zahlen ausgedrückt bedeutet dies, dass es sich um gerade einmal 25.502 Elektroautos handelt. Bei den Hybridautos sieht es zwar etwas besser aus, da hier 130.365 Stück bis zum 1. Januar 2016 gemeldet waren, der Marktanteil ist mit 0,29 jedoch ebenfalls kaum der Rede wert.



Um jene Marktanteile zu erhöhen, soll es jetzt also die Elektroauto-Prämie richten. Seit Bekanntwerden jener Entscheidung häufen sich die kritischen Stimmen. Im Münchner Merkur war beispielsweise die Rede davon, dass jene Prämie "umweltpolitisch fragwürdig, verteilungspolitisch tief ungerecht und ordnungspolitisch ein Desaster" sei, da hiervon lediglich die Automobilindustrie profitiere.



Ähnlich sieht es die Frankfurter Allgemeine Zeitung und schreibt: "Deutsche Hersteller verdienen jedes Jahr viele Milliarden, sie sind technisch führend und werden im Premiumsegment oft kopiert, aber nicht erreicht: Hier sind sie unbestritten Weltmarktführer. Als solche müssten sie in der Lage sein, ohne Staatshilfe Elektroautos herzustellen, welche die Bedürfnisse der Kunden befriedigen (...)."



Was ist demnach an der Kritik gerechtfertigt und was nicht? Ist die Entscheidung der Bundesregierung jetzt positiv oder negativ zu bewerten? Diese Kritikpunkte haben wir einmal genauer hinterfragt:



1. Kritikpunkt: Die Entscheidung ist umweltpolitisch fragwürdig



Das Argument der umweltpolitischen Fragwürdigkeit kann in keinster Weise gelten, da die Regierung mit ihrer Entscheidung hin zu Elektroautos nicht nur den CO2-verbrauch und die damit verbundene Umweltbelastung reduzieren möchte, sondern bereits einen Schritt weiter denkt:



Mittelfristig soll es für jeden Haushalt möglich sein, Elektroautos mit Strom aus der Steckdose der eigenen vier Wände zu betanken. Entscheidende Voraussetzung dafür ist das Vorhandensein einer Photovoltaik-Anlage und eines Stromspeichers. Dann wäre jene Betankung nicht nur klimaneutral, sondern auch abgesehen von den Anschaffungskosten kostenneutral.



Gerade wenn man bedenkt, dass es bereits gesetztlich verabschiedet ist, dass ab dem Jahre 2020 alle neu errichteten Wohnhäuser Passiv-Energiehäuser sein müssen, passt die Entscheidung zur Elektroauto-Prämie gut ins Energiekonzept.



Das Argument, dass sich nicht jeder eine Photovoltaikanlage und einen Stromspeicher leisten kann, mag zwar erst einmal gerechtfertigt sein. Bei genauerer Betrachtung wird jedoch schnell klar, dass es dauerhaft für jeden Haushalt teurer ist, keine Photovoltaikanlage und keinen Stromspeicher auf derm Dach zu haben, als sich die beiden Komponenten anzuschaffen.



Denn rechnet man einfach mal nach, wieviel wir Jahr für Jahr an die Stromversorger bezahlen, ergibt sich auf 20 Jahre hochgerechnet ein Betrag, der wahrscheinlich höher ist, als die Anschaffungskosten für Photovoltaikanlage und Stromspeicher zusammen - und dabei sind die eingesparten Benzinkosten noch nicht einmal eingerechnet!



Dem Rechenbeispiel kommt zusätzlich in den nächsten Jahren noch zu Gute, dass die Leistungsfähigkeit der einzelnen Solarmodule stetig steigt, die Kosten dafür jedoch Jahr für Jahr fallen. Führende Banken und Analysten gehen mittlerweile fest davon aus, dass die ohnehin schon aktuell günstigen Preise für Solarmodule innerhalb der nächsten vier bis fünf Jahre um weitere 40 Prozent sinken werden.



Ähnliches wird für die Entwicklung der Stromspeicher erwartet: Getreu der Einschätzung führender Experten sinken hier die Kosten für Lithium-Ionen-Batterien bis zum Jahr 2020 um 45 Prozent, bis 2025 sogar um bis zu 70 Prozent.



Daher ist die Entscheidung zur Elektroauto-Prämie umweltpolitisch sogar mehr als sinnvoll.





2. Kritikpunkt: Elektroautos lohnen sich nicht, sie sind viel zu teuer bei viel zu geringer Reichweite



Ein erster Blick auf die nackten Zahlen mag den Kritikpunkt bestätigen: So kostet der viertürige VW e-Golf in der Grundausstattung rund 34.900 Euro. Ein ähnlich motorisierter Golf, der mit Benzin betankt wird, kostet dagegen nur 23.250 Euro. Über 11.000 Euro Preisunterschied sowie die geringe Tankreichweite von gerade einmal 150 Kilometer lassen daher auch die Kaufprämie der Regierung nur als geringen Anreiz erscheinen.



Um eine möglichst hohe Reichweit zu schaffen, müsste es schon ein Tesla-Modell sein. Die sich aktuell auf dem Markt befindenden Tesla-Elektromodelle schaffen bereits eine Reichweite von 500 Kilometern, kosten jedoch ab 70.000 Euro aufwärts. Da jedoch nur Elektrofahrzeuge mit einem Listenpreis von maximal 60.000 Euro die Prämie erhalten, scheidet ein Tesla-Fahrzeug derzeit aus.



Die Betonung sollte hierbei jedoch auf dem Wort "derzeit" liegen, denn vor gut 3 Wochen stellte Tesla CEO Elon Musk mit dem Modell 3 ein Fahrzeug vor, dem man nachsagt, dass es die Automobilbranche gehörig durcheinander wirbeln kann. Das Modell soll zwar erst Ende 2017 auf den Markt kommen, hat aber schon fast 400.000 Vorbestellungen.



Der Grund hierfür liegt in der Kombination von Reichweite und Preis! So soll das neueste Tesla-Modell eine Reichweite von 1.000 Kilometern schaffen und lediglich 31.000 Euro kosten. Damit passt es nicht nur in das Förderschema der Regierung sondern ist auch mainstream-geeignet, da eine Anschaffung selbst ohne Prämie eine lohnenswerte Investition wäre.



Dies birgt aber auch gleich wieder eine Gefahr, der uns zum dritten Kritikpunkt führt:





3. Kritikpunkt: Deutsche Hersteller verdienen jedes Jahr viele Milliarden, sie sind technisch führend und werden im Premiumsegment oft kopiert, aber nicht erreicht.



War das Gütesiegel "made in Germany" viele, viele Jahre das Nonplusultra der Premium-Automobilindustrie, so ist es mittlerweile naheliegend, dass Tesla den etablierten Marken mit seinen Elektroautos das Fürchten lehrt. Seine Innovationskraft gilt als so beeindruckend, dass Tesla bereits als das "Apple der Autoindustrie" bezeichnet wird.



Zwar gibt es Tesla erst seit dem Jahre 2003, dennoch sind die innovativen Amerikaner den etablierten deutschen Herstellern in Punkto Elektroautos aktuell ein großes Stück voraus. Kein deutscher Hersteller hat aktuell ein Elektroauto auf dem Markt, was in Punkto Reichweite mit Tesla mithalten kann.



Aus diesem Grund ist die Elektroautoprämie nicht nur für die deutschen Verbraucher gut, sondern auch für die deutschen Hersteller sowie die Sicherung ihrer Arbeitsplätze. So sind in der deutschen Automobilindustrie rund 750.000 Arbeitskräfte beschäftigt.



Zählt man die Arbeitsplätze dazu, die direkt oder indirekt von der Automobilbranche abhängig sind, gelangt man bereits auf 1,8 Millionen bwz. einem Anteil von 6,4 aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in Deutschland.



Angenommen ausländischer Hersteller schaffen es Elektroautos wesentlich früher mainstream-fähig zu machen, als die deutschen Hersteller, kann sich jeder ausmalen, was dies für jene 1,8 Millionen Beschäftigten bedeutet.



Hochgerechnet hat Tesla für sein neuestes Modell 3 bereits fast 400.000 Vorbestellungen, was einem Auftragsvolumen von 12 Milliarden Euro entspricht. Geld, das an den deutschen Herstellern vorbei geht, und wahrscheinlich noch einige weitere Milliarden Euro nach sich ziehen wird, wenn die Hersteller hierzulande nicht bald den Anschluss schaffen werden.



Aus diesem Grund ist der Kritikpunkt Nummer drei zwar völlig richtig. Jedoch wäre es für die Bundesregierung erheblich teurer, wenn das Steckenpferd der deutschen Wirtschaft, die Automobilindustrie, dauerhaft seine Premium-Position an Tesla und Co. abgeben sollte.



Gemessen an den Kosten eines daraus resultierenden Arbeitsplatzabbaus sind die Kosten für die Elektroauto-Prämie nur ein Klacks und allemal einen Versuch wert, der deutschen. Automobilbranche in Punkto Elektroauto auf die Beine zu helfen.


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Herr Christian Esch (Tel.: 02654-8801199), verantwortlich.

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