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Neue Normen auf dem Markt!

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AS Bauer informiertAS Bauer- Ihr Partner für die Einführung von Managementsystemen - möchte Sie über die wichtigsten Änderungen in den QHSE-Normen informieren: Welche Normen sind neu/revidiert? DIN EN ISO 9001:2015 (Übergangsfrist bis zum 14.09. ...

AS Bauer- Ihr Partner für die Einführung von Managementsystemen - möchte Sie über die wichtigsten Änderungen in den QHSE-Normen informieren:
Welche Normen sind neu/revidiert?

DIN EN ISO 9001:2015 (Übergangsfrist bis zum 14.09.2018)
DIN EN ISO 14001:2015 (Übergangsfrist bis zum 14.09.2018)
DIN EN ISO 45001 (ehemals OHSAS 18001) (Erscheinungsdatum 2016/2017)


DIN EN ISO 9001:15 - Was ist neu?

Neue Struktur

Alle ISO-Normen bekommen eine neue Struktur, die sogenannte High Level Structure. Diese Struktur wird auf alle Managementsysteme (14001, 45001, 50001) angewendet und beinhaltet eine einheitliche Nomenklatur und Aufteilung. Zudem bietet es den Vorteil einer vollständigen oder auch teilweisen Integration unterschiedlicher Managementsysteme.

Interessierte Parteien

Zukünftig sollen alle relevanten interessierten Parteien benannt werden, die einen Einfluss auf das Qualitätsmanagementsystem haben können. Dies kann sowohl interne als auch externe Kreise beinhalten.

Verpflichtung der obersten Leitung

Die oberste Leitung wird in der neuen Norm stärker in die Pflicht genommen und der klassische QMB verschwindet komplett. Sie hat ihre Führungskräfte und übrigen Mitarbeiter so einzusetzen, anzuleiten und zu unterstützen, dass alle zur Wirksamkeit des Qualitätsmanagementsystems beitragen können.

Kontext der Organisation

Die Politik muss nach der neuen Norm mit den Zielen und der strategischen Ausrichtung der Organisation, sowie dessen Kontext konform sein. Hier entsteht ein ganzheitlicher Ansatz, mit dem das Managementsystem mit der Organisation verschmelzen soll. Zudem fordert die neue Norm, dass beispielsweise gesetzliche, technische, wettbewerbliche oder soziale Belange in die Ziele, die Strategie und das Resultat des Qualitätsmanagementsystems einbezogen sein soll.

Risikobasierter Ansatz

Das Thema Chancen und Risiken, welches bereits im Arbeitsschutz ein großes Thema ist, wird nun auf alle Bereiche des Unternehmens ausgeweitet.

Da der Ausfall eines Mitarbeiters oder einer Maschine ein gewisses Risiko auf die Qualität des Produktes oder der Dienstleitung bewirkt, soll anhand des "risikobasierten" Ansatzes von nun an die Identifizierung, die Qualifizierung und das Management von Risiken sichergestellt werden.

Den Risiken und dessen Maßnahmen stehen aber auch Chancen gegenüber, die in Wettbewerbsvorteile und Marktgewinne umzuwandeln sind.

Prozessorientierter Ansatz

Der prozessorientierte Ansatz ist eines der Hauptpfeiler der neuen Qualitätsnorm. Dieser beinhaltet folgende Punkte:

Wertschöpfung der Prozesse
Leistungsindikatoren der Prozesse (KPI)
Verantwortung und Befugnisse
Risiken und Chancen
Zielerreichung der Prozesse

In der neuen Norm beziehen sich die Anforderungen an die Prozesse und dessen Wechselwirkungen nicht nur auf Kunden, sondern auf alle interessierten Parteien der Organisation

Wissen

Früher war es so, dass Wissen entweder von Mitarbeiter zu Mitarbeiter weitergegeben wurde und dann mit dem Abgang eines Mitarbeiters verschwunden war. Ab sofort soll sichergestellt werden, dass das Wissen kontinuierlich für alle Mitarbeiter zur Verfügung steht. Aus diesem Grund wird das Thema Wissen als wichtiger Bestandteil der Ressourcen in die neue Norm integriert.

Dokumentierte Informationen

Das Qualitätshandbuch, welches bisher ein wichtiger Bestandteil der Qualitätsnorm war, ist nicht mehr gefordert. Die Dokumentationsanforderung ist jedoch geblieben! Hierzu bietet sich zeitgemäß eine EDV- oder Web-basierte Dokumentation, welche nun statt "Lenkung von Dokumenten und Auszeichnungen" nun als "Dokumentierte Information" deklariert wurde.

Somit bieten sich in diesem Kapitel in Zukunft deutlich mehr Spielräume in der Ausführung der Dokumentation.


DIN EN ISO 14001:15 - Was ist neu?

Wie bereits bei der DIN EN ISO 9001:2015 stellt auch die DIN EN ISO 14001:2015 eine erhöhte Anforderung an die oberste Leitung. Der risikobasierte Ansatz, sowie die Betrachtung des Umfeldes und der interessierten Parteien stehen auch in dieser Norm im Fokus. Die Pflicht zur Erstellung eines Handbuchs ist ebenfalls zur dokumentierten Information geworden und bietet daher mehr Flexibilität in der Dokumentation und Verwendung moderne Medien.

Umweltpolitik

Die Umweltpolitik muss nach der neuen Version eine Verpflichtung zur Vermeidung von Umweltverschmutzungen und der Vermeidung negativer Umweltauswirkungen enthalten.

Umweltschutzmaßnahmen

In die Umweltschutzmaßnahmen müssen Produktlebenszyklen erfasst, jedoch bisher noch nicht zwingend bewertet werden.

Selbstverpflichtung

Stärker betont wird die Selbstverpflichtung zu unternehmensspezifischen umweltbezogenen Vereinbarungen mit den vorher definierten interessierten Parteien.

Umweltschutzziele

Neben den internen Umweltschutzzielen wird in der neuen Norm auch eine Berücksichtigung externer Aspekte gefordert. Diese Umweltschutzziele sind mit geeigneten Indikatoren zu messen und zu bewerten. Dies bezieht sich auch auf die Verbesserung der Umweltleistung, welche durch weiterfolgende Normen verknüpft werden können. Ein Beispiel ist die DIN EN ISO 50001 (Energiemanagementsystem)


DIN EN ISO 45001 -Schwerpunkte?

Die DIN EN ISO 45001 soll Ende 2016 bzw. Anfang 2017 erscheinen. Sie wird den britischen Standard BS OHSAS 18001 ablösen, jedoch sind anhand des Entwurfs der Norm folgende Änderungen absehbar:

Die Norm wird nach derselben Struktur (High Level Structure) der 2015 veröffentlichten Normen (Qualität, Umwelt) 10 Normkapitel haben.

Zudem werden Themen "interessierten Parteien", "Kontext der Organisation", als auch externe Einflüsse auf das Unternehmen beinhalten. Hierzu zählt auch der Schutz von "Nicht-Mitarbeitern" auf dem Werksgelände. Auch das Thema der Beteiligung des obersten Managements ist in diese Norm mit stärker integriert worden.

Der risikobasierte Ansatz wird ebenfalls eine der Grundlagen des Managementsystems bilden. Der Schwerpunkt wird in der Erstellung und Erreichung der Ziele sein. Interne und externe Kommunikation wird erweiterte Anforderungen enthalten. Zusätzlich soll bestimmt werden: was, wann und wie zu kommunizieren ist. Ein Fokus besteht auf der Kontrolle über die Beschaffung, der Vertragspartner und der ausgelagerten Prozesse, beispielsweise Fremdfirmenmitarbeiter. Die Notfallvorsorge, die Gefahrenabwehr, sowie der kontinuierliche Verbesserungsprozess wurden in der Norm verändert. Die Dokumentation ist ebenfalls nicht in einem Handbuch zu führen, sondern kann durch neuzeitliche Medien durchgeführt werden.

Gerne unterstützen wir Sie bei der Umstellung oder Einführung folgender Managementsysteme:

DIN EN ISO 9001
DIN EN ISO 14001
DIN EN ISO 45001
DIN EN ISO 50001
SCP, SCC*, SCC**, SCCP

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Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Oliver Bauer (Tel.: +49 (0)2327 30 35 0), verantwortlich.


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