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BREXIT und nun?

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Eines der beherrschenden Themen an den Finanzmärkten wird die nächste Zeit sicher der EU-Austritt der Engländer sein.



Nachdem am Freitag bekannt wurde, dass England Europa verlässt, reagierte die Finanzwelt geschockt.

Der Dax rutschte darauf hin um mehr als 10% ins Minus und schloss bei fast 9% Minus. Der Dow Jones verlor fast 4% und der Nikkei rund 9,5%. Auch die Währungen, z.B. das Pfund welches kurz zuvor noch ein neues Jahreshoch bei 1,50 markierte, kollabierte auf 1,32. Bei den Anderen Währungen sah es kaum besser aus. Der Euro verlor am Freitag im frühen Handel über 0,04 USD und notierte bei nur noch 1,094 USD, konnte sich aber zum Handelsende wieder leicht, auf 1,11 USD erholen. Profitieren hingegen konnten die Edelmetalle, wobei Gold mit über 4,5% die Spitzenposition einnahm, gefolgt von Silber mit 2,7%.

 

Auch wenn es heißt politische Börsen haben kurze Beine, könnte uns das BREXIT-Thema noch etwas länger beschäftigen, nicht zuletzt weil ein EU-Austritt bis zu zwei Jahre dauern kann. Laut dem Chefvolkswirt Stefan Bielmeier wird das Risiko des EU-Austritts der Engländer massiv unterschätzt. Der Investor George Soros sieht sogar die Auflösung der EU kommen. In diesem Zusammenhang wurde auch schon Frankreich ins Spiel gebracht. Was wird wohl passieren, wenn Marie Le Pen die Wahl für sich entscheiden kann, die den Austritt aus der EU befürwortet?

 

Die EU in ihrem heutigen Dasein wird sich massiv verändern müssen, wenn dieses inhomogene Staatengebilde weiter existieren soll. Auch die Einwanderungspolitik wird überdacht werden müssen, da dies eines der großen Themen der BREXIT-Befürworter war, und die Menschen sich mit ihrem Votum klar für Kontrolle und Begrenzung ausgesprochen haben. Die Öffnung der Grenzen für den Massenansturm der Migranten (sprich „Balkanroute“) im letzten Jahr hat mit Sicherheit in der gesamten EU für eine Verunsicherung der Bürger gesorgt. Nährboden für die EU-Gegener war auch die Forderung Deutschlands, sich an der Aufnahme der Flüchtlinge zu beteiligen, was von allen EU-Staaten gefordert wird.

 

David Cameron, Englands Premier, ist nach dem BREXIT-Enscheid sofort zurück getreten, was zu einem weiteren Machtvakuum führt und England schwächen wird. Das Bruttosozialprodukt Englands dürfte zunächst schrumpfen, bis sich die Märkte wieder eingependelt haben. Die Vertragsverhandlungen werden sehr hart, da die EU Stärke demonstrieren muss und die Engländer sich nichts mehr sagen lassen wollen.

 

Momentan scheint der Ausgang noch recht ungewiss, aber für uns als Anleger zeigt sich einmal mehr, dass Gold und Silber sehr gute Versicherungen gegen schwarze Schwäne der Zeitgeschichte sind. Dieses in Kombination mit produzierenden und Dividendenzahlenden Rohstoffproduzenten wie Caledonia Mining, Sibanye Gold oder Agnico Eagle sichern ein Portfolio ab. Aber auch aussichtsreiche andere Produzenten und Explorationsunternehmen wie z.B. Endeavour Silver, Klondex Mines, MAG Silver, Brazil Resources, Perhing Gold, Treasury Metals, TerraX Minerals und Rye Patch Gold könnten ihrem Ruf als Hebel auf den Goldpreis wieder gerecht werden. Auch Investitionen in Dax-Werte, die sehr stark unter Druck gekommen sind, könnten sich die nächsten Tagen und Wochen lohnen. Mittlerweile kann man wieder gute Qualitätsaktien mit hohen Dividendenrenditen günstig einzukaufen.

 

 

Viele Grüße

Ihr

Jörg Schulte





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