info@PortalDerWirtschaft.de | 02635/9224-11
Suchmaschinenoptimierung
mit Content-Marketing - Ihre News
Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD |

Medizinforschung - Mundhöhlenkrebs kalkulierbar machen

Bewerten Sie hier diesen Artikel:
0 Bewertungen (Durchschnitt: 0)


-- /via Jetzt-PR/ --

Jährlich sterben viele Menschen in Deutschland an den Folgen von Mundhöhlenkrebs. Die Erkrankung bricht häufig nach der Entfernung des Haupttumors wieder aus. Eine Softwareentwicklung des Fraunhofer IGD soll nun dazu beitragen, die Wiederauftrittswahrscheinlichkeit des Krebses vorherzusagen.



Mundhöhlenkrebs ist eine besonders unangenehme und gefährliche Krankheit. Jedes Jahr stellen Ärzte in Deutschland mehr als 10.000 Mal diese Diagnose. Für gewöhnlich sind die Betroffenen über 50 Jahre alt. Rund 45 Prozent der Patienten sterben in Deutschland in den ersten fünf Jahren nach Bekanntwerden des Krebses. Die Erkrankung ist vor allem deshalb so unberechenbar, da sie überraschend häufig zu Rückfällen führt, selbst wenn der Haupttumor entfernt wurde.



Im EU-Projekt ORAMOD ist ein Softwaresystem entwickelt worden, das anhand von Patientendaten Ärzten hilft, die Wiederauftrittswahrscheinlichkeit von Mundhöhlenkrebs genauer und schneller vorherzusagen. Das Fraunhofer IGD steuerte einen Teil der Softwarelösung für das System bei. "Unsere Lösung hilft dem Arzt durch halbautomatische Ansätze, den Tumor auf den Untersuchungsbildern genau hervorzuheben", erklärt Dr. Stefan Wesarg vom Fraunhofer IGD. "Mit unserer Software kann der Arzt die relevanten Bereiche im Mundraum genau analysieren." Auf diese Weise entgehen dem Arzt auch kleinste Veränderungen in der Mundhöhle nicht. Dies ermöglicht Vergleiche mit bekannten Krankheitsverläufen und soll in Zukunft zuverlässige Prognosen für den Patienten ermöglichen.



Wesarg und seine Forscher-Kollegen wollen damit Patienten und Ärzte in die Lage versetzen, auf einer guten Grundlage die weitere Behandlung zu planen. "Eingriffe in der Mundhöhle sind nicht risikolos", erklärt Wesarg. "Wenn Sprechen, Essen und Atmen beeinträchtigt sind, wird es gefährlich. ORAMOD soll helfen, die Risiken besser abzuschätzen und damit den Betroffenen die bestmögliche Behandlung sichern."



Im Moment wird ORAMOD im klinischen Einsatz in den Universitätskliniken von Amsterdam, Düsseldorf und Parma getestet. Neben dem Fraunhofer IGD, das für die bilddatenbezogenen Teil der Softwareentwicklung zuständig war, gehören sieben weitere Partner zum Forschungskonsortium: die Universität Parma (Validierung), die VU University Amsterdam (Modellerstellung, Validierung), STMicroelectronics N.V. (Hardware), OneToNet S.R.L. (Kommunikationsprotokolle), die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (Validierung), das VTT Technical Research Centre of Finland (Validierung) sowie Velti Kainotomes Epixeiriseisae Olokliromenon Liseon Pliroforikis (User Experience).



Das Projekt wird von der europäischen Union gefördert (Förderkennzeichen: FP7-ICT-2013-10-VPH-611425).



Weiterführende Informationen:



Fraunhofer IGD Technologie für ORAMOD:

https://www.igd.fraunhofer.de/Institut/Abteilungen/VHT/Projekte/OraMod



Projektseite:

http://www.oramod.eu/




Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Herr Konrad Baier (Tel.: +49 6151 155-146), verantwortlich.

Pressemitteilungstext: 387 Wörter, 3587 Zeichen. Als Spam melden

Unternehmensprofil: Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD


Kommentare:

Es wurde noch kein Kommentar zu diesem Thema abgegeben.



Ihr Kommentar zum Thema





Weitere Pressemitteilungen von Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD lesen:

Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD | 01.12.2016

Fraunhofer IGD - Der Bioreaktor in der Datenwolke

Kleine und mittlere Unternehmen haben Bedarf an Ingenieursoftware und hoher Rechenleistung. Ein vom Fraunhofer IGD koordiniertes EU-Projekt stellt beides zur Verfügung. Durch Cloud-Technologie wird unter anderem der Betrieb von Bioreaktoren effizien...
Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD | 24.11.2016

RSNA 2016: Fraunhofer-Lösungen jenseits der medizinischen Bildanalyse

Ärzte müssen Entscheidungen treffen, um ihre Patienten bestmöglich zu behandeln. Forscher des Fraunhofer IGD arbeiten an einem Verfahren, dass Erfahrungswerte der Ärzte, Bilddaten und allgemeine Patientendaten für die Entscheidungsfindung mitein...
Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD | 14.11.2016

Fraunhofer: Darmstädter Forscher verbessert Medizin- und Klimaforschung - Doktorarbeit ausgezeichnet

Zeitseriendaten. Sie beinhalten langfristig gesammelte Informationen, welche zu neuen Erkenntnissen führen können. Für seine Leistung bei der Entwicklung von Technologien zur Analyse dieser Daten wurde Dr. Jürgen Bernard am Montag von Fraunhofer ...