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Sepsis als Notfall genauso ernst nehmen wie einen Herzinfarkt

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Vertreter der britischen Nationalen Gesundheitsbehörde NICE legten gegenüber der BBC dar, dass Sepsis als Notfall genauso ernst genommen werden sollte wie ein Herzinfarkt.

Prof. Mark Baker, Direktor der Abteilung für medizinische Leitlinien der NICE bestätigt, dass viele Sepsistote vermeidbar wären. Daher sollen neue Vorgaben von NICE den Umgang mit Sepsis verbessern. Betroffene wie Melissa Mead, deren einjähriger Sohn Ende 2014 einer zu spät erkannten Sepsis-Erkrankung erlag, begrüßen laut BBC die Einführung der neuen Richtlinie. Der Fall des kleinen William hatte 2015 viel Betroffenheit ausgelöst und zu öffentlicher Kritik am Gesundheitssystem in Großbritannien geführt.



Eine Sepsis entsteht, wenn die körpereigene Abwehrreaktion gegen eine Infektion das eigene Gewebe und die eigenen Organe schädigt. Sepsis ist ein Notfall; sie kann zu Schock, Multiorganversagen und Tod führen - vor allem wenn sie nicht frühzeitig erkannt und sofort behandelt wird. Das Problem der Diagnose besteht darin, dass sich die Symptome zu Anfang oft schwer von denen anderer Krankheiten unterscheiden lassen. Bei einem Verdacht müssen daher schnellstmöglich weiterführende Tests durchgeführt und eine Ersttherapie begonnen werden. Die neue Richtlinie soll nun dafür sorgen, dass medizinisches Personal Symptome einer Sepsis besser einschätzen kann und gibt vor, was im Verdachtsfall zu tun ist.



In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 280.000 Menschen, davon versterben ca. 70.000. Damit ist Sepsis die dritthäufigste Todesursache. Trotzdem ist Sepsis bei nur etwa der Hälfte der Deutschen bekannt. Durch verbesserte Diagnose und Therapie ließen sich hierzulande 15.000-20.000 Leben retten.



Prof. Konrad Reinhart, Vorsitzender des Vorstands der Sepsis-Stiftung, sagt dazu: "Es ist notwendig, dass medizinisches Personal über Sepsis geschult und Wissen über die Frühsymptome einer Sepsis auch in der Bevölkerung besser bekannt gemacht wird. Der Schritt der britischen Gesundheitsbehörde NICE, Sepsis als genauso dringend wie einen Herzinfarkt einzustufen, ist wegweisend und sollte auch in Deutschland vollzogen werden."



Über die Sepsis-Stiftung



Allein in Deutschland sind pro Jahr durch verbesserte Vorbeugung, Früherkennung und Therapie 15.000-20.000 Sepsis-Tote vermeidbar.

Die Sepsis-Stiftung wurde im Jahr 2012 als Stiftung bürgerlichen Rechts mit Sitz in Jena gegründet. Die Stiftung dient der Förderung der Bildung, Wissenschaft, Forschung und Innovation zur frühzeitigen Diagnose, Behandlung, Prävention sowie der Minderung von Folgeschäden einer Sepsis. Die Haupttätigkeiten der Sepsis-Stiftung liegen darin, Aufklärung innerhalb von Gesundheitsdiensten und Behörden zum Thema Sepsis zu leisten und durch Beeinflussung von Politik und Gesellschaft die Zahl der in Deutschland durch Sepsis Betroffenen nachhaltig zu senken.

Die Sepsis-Stiftung ist zudem die rechtliche Dachorganisation für die SepNet Studiengruppe, einem Verbund aus über 100 Ärzten und Wissenschaftlern aus ganz Deutschland, die in gemeinsamen Projekten Grundlagenforschung und klinische Studien rund um das Thema Sepsis betreiben.

Als Mitglied der Global Sepsis Alliance, einem weltweiten Dachverband für über 50 Länderorganisationen, ist die Stiftung eng in Aktivitäten internationaler Sepsis Initiativen eingebunden.






Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Herr Holger Ruchatz (Tel.: 036419323138), verantwortlich.

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