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Wie Facebook "Freunde" findet

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"Personen, die du vielleicht kennst"


Facebook schlägt seinen Usern Freunde vor. Dabei handelt es sich um Menschen, mit denen Gemeinsamkeiten bestehen. Nun entdeckten Journalisten in den USA, dass Facebook für diese Empfehlungen offenbar auch Lokalisierungsdienste nutzt. Das mag bei der Pizzeria...

Wiesbaden, 09.09.2016 - Facebook schlägt seinen Usern Freunde vor. Dabei handelt es sich um Menschen, mit denen Gemeinsamkeiten bestehen. Nun entdeckten Journalisten in den USA, dass Facebook für diese Empfehlungen offenbar auch Lokalisierungsdienste nutzt. Das mag bei der Pizzeria um die Ecke noch harmlos sein, anders sieht es allerdings bei Arztbesuchen, sensiblen Selbsthilfegruppen oder dem örtlichen Bordell aus.

Was genau ist eigentlich ein Freund? Eine schwierige Frage für viele Menschen und auch für die Rechenpower von Facebook ist sie zu verzwickt.

Paul Ducklin, Sicherheitsexperte bei Sophos, erklärt: „Die Menlo-Park-Experten, die uns hier ganz sozial unter die Arme greifen möchten, suchen in unseren virtuellen Profilen nach potentiellen Hinweisen, um uns bislang unentdeckte „Personen, die du vielleicht kennst“ vorzustellen. Leider bleibt es in Teilen völlig unklar, woher sie ihr Wissen genau beziehen.“

Facebook selbst definiert sein Vorgehen recht vage: „‘Personen, die du vielleicht kennst‘ sind Facebook-Nutzer, die du möglicherweise kennst. Wir zeigen dir anhand gemeinsamer Freunde, Ausbildungs- und Berufsinformationen, Netzwerken, denen du angehörst, Kontakten, die du importiert hast und vielen anderen Faktoren, Personen an.“

Wie diese „anderen Faktoren“ scheinbar miteinander interagieren, hat vor kurzem auch die Aufmerksamkeit einer Journalistin des US-Magazins Fusion erregt.

Weiß Facebook, wo ich gestern war?

Kashmir Hill hat dort vor einigen Wochen ein Interview mit einem Vater veröffentlicht, der eine Versammlung zum Thema „Suizidgefährdete Jugendliche“ besucht hat. Überrascht stellte er nach dem Treffen fest, dass einer der Teilnehmer in seiner Facebook-Rubrik „Personen, die du vielleicht kennst“ auftauchte. Denn das einzige, was die beiden Personen scheinbar verband, war die Teilnahme an dem gleichen Treffen. Eine Möglichkeit, um Freunde vorzuschlagen, ist der Abgleich von Telefonkontakten. Diese wurden laut Hill aber gar nicht ausgetauscht. Die einzige Verbindung, die scheinbar bestand, war die Tatsache, dass sie beide zur gleichen Zeit am gleichen Ort gewesen sind – also auch deren Smartphones.

Auf Anfrage vermutete Facebook zunächst, dass die Ortsbestimmung nicht die einzige Gemeinsamkeit war. Später behauptete das Unternehmen, diese Information gar nicht genutzt zu haben und räumte dann aber ein, dass die Technik vor einiger Zeit zu Testzwecken verwendet, aber nicht ausgerollt wurde. Hill liege also falsch mit ihrer Aussage, dass Facebook die Lokalisierungsfunktion von Smartphones nutze, um neue Freunde vorzuschlagen.

Kein Beweis für die Nutzung von Ortungsdiensten

Letztendlich lässt sich aufgrund der vorliegenden Fakten nicht feststellen, welche Vernetzung von Informationen zu dem überraschenden Vorschlag führte. Allerdings ist dies nicht der einzige Fall.

Eine weitere Interviewpartnerin von Hill, genannt Lisa, gab an, dass ihre Patienten einander unter dieser Funktion als Freunde vorgeschlagen wurden. Lisa betreibt eine Psychologische Praxis in einer amerikanischen Kleinstadt, zu ihren Patienten gehören HIV-Infizierte, Frauen in gewalttätigen Beziehungen und suizidgefährdete Personen. Anders als in einer Metropole, kamen die Facebook-Vorschläge hier fast einem Outing gleich. Auch Lisa vermutete die Ortungsdienste als Auslöser, allerdings könnte es in ihrem Fall auch die Telefonnummer gewesen sein. Offenbar war diese bei Facebook hinterlegt und wurde nun in den Kontakten anderer Nutzer gefunden.

Die Funktion „Personen, die du vielleicht kennst“ ist sicherlich nicht dazu gedacht, Menschen zu outen oder sie einem Risiko auszusetzen, aber wenn die Algorithmen dahinter geheim sind und sich ständig ändern, können bei 1,7 Milliarden aktiven Nutzern schon Einzelfälle eine große Welle auslösen.

„Höchstwahrscheinlich werden die meisten Nutzer keine negativen Auswirkungen aus Fehlern des Facebook-Algorithmus spüren,“ erläutert Ducklin. „Aber das Sammeln von Daten und das Herstellen von Verbindungen findet statt. Darüber sollte sich jeder im Klaren sein. Und es lässt sich leider auch nicht abschalten, es sei denn, man löscht seinen Facebook-Account oder lässt das Handy einfach mal zuhause.“


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