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Sind Messenger-Dienste für Unternehmen geeignet?

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Im Alltag sind Messenger-Dienste eine praktische Sache. Neben einfachen Unterhaltungen kann man Termine in der Gruppe schnell und unkompliziert abstimmen oder Daten und Bilder mit mehreren Empfängern teilen. Im Gegensatz zu SMS oder MMS fallen dabei keine...

Neustadt an der Weinstraße, 30.09.2016 - Im Alltag sind Messenger-Dienste eine praktische Sache. Neben einfachen Unterhaltungen kann man Termine in der Gruppe schnell und unkompliziert abstimmen oder Daten und Bilder mit mehreren Empfängern teilen. Im Gegensatz zu SMS oder MMS fallen dabei keine zusätzlichen Kosten an, solange das monatliche Datenvolumen noch nicht ausgereizt ist. Kein Wunder also, dass Dienste wie WhatsApp so beliebt sind. Auch Mitarbeiter in Unternehmen nutzen inzwischen immer öfter solche Messenger – und das nicht nur, um miteinander über private Dinge zu sprechen. Da fragt der Kollege auf der Messe denjenigen im Büro, ob er schnell diese oder jene Datei schicken könnte oder man fragt bei der Dienstreise nach der Telefonnummer eines Kunden. Dass der Datenschutz vielleicht auf der Strecke bleibt, wird dabei vielfach ausgeblendet oder ignoriert.

Jetzt hat die Verbraucherzentrale Bundesverband WhatsApp abgemahnt. Hintergrund ist die Übernahme des Messenger-Dienstes durch Facebook im Jahr 2014. Während es damals noch hieß, dass WhatsApp weiterhin unabhängig bleiben sollte, hat sich das mit der letzten Änderung der Datenschutz- und Nutzungsbedingungen geändert. Jetzt will WhatsApp persönliche Daten an den Mutterkonzern weitergeben und hat damit viele Nutzer enttäuscht.

Auf der Suche nach einer Alternative könnten diese auf den neuen Messenger Allo von Google stoßen, der in diesen Tagen auch in Deutschland erscheinen wird. Das besondere an Allo: Das Programm hat einen intelligenten Assistenten integriert, dem man innerhalb der Chats Fragen stellen kann, indem man einfach @google eingibt. Er soll Fragen zum Abendprogramm, Fahrtzeiten oder ähnlichem beantworten und durch die Nutzung ständig dazu lernen. Doch dazu muss der Nutzer auf den Datenschutz weitgehend verzichten, denn um zu lernen braucht der Assistent Zugriff auf den Nachrichtenverlauf.

Noch bei der Ankündigung des Programms im Frühjahr dieses Jahres betonte Google, wie viel Wert bei der Entwicklung auf die Privatsphäre gelegt würde. In der finalen Fassung ist davon allerdings nicht mehr viel übrig geblieben, denn nun stehen die intelligenten Funktionen deutlich im Vordergrund. So soll beispielsweise jetzt doch der komplette Chat-Verlauf auf den Google-Servern gespeichert werden. Wer das nicht will, muss die Nachrichten manuell löschen. Lediglich der Inkognito-Modus mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der Daten verspricht ein gewisses Maß an Datenschutz und Privatsphäre. Allerding muss dieser Modus jedes Mal erneut eingeschaltet werden – was ihn eher unpraktisch im Alltag macht.

Es gibt allerdings auch Alternativen zu den bekannten Programmen wie WhatsApp, Facebook-Messenger und jetzt auch Allo, bei denen der Datenschutz und die Privatsphäre nicht komplett aufgegeben werden müssen. Zu dieser Kategorie gehören Threema, myEnigma und SIMSme von der Deutschen Post, das eine Selbstzerstörungsfunktion für Nachrichten enthält. Das Problem: Solange nicht beide Seiten den gleichen Messenger nutzen, ist keine Kommunikation möglich. Ist eine kritische Masse an Nutzern erreicht, bleibt den Nachfolgenden eigentlich nur, die gleiche App zu nutzen. Für Unternehmen bedeutet das jedoch, dass sie ihre Mitarbeiter entweder dazu verpflichten müssen, keine sensiblen Daten und Informationen über die bekannten Dienste zu verschicken oder ihnen auf den Dienstgeräten eine der sicheren Alternativen zu installieren, über die dann die Kommunikation ablaufen muss.


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