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Experteninterview INTENSE AG zum Thema: Intelligente Messsysteme / SAP IM4G

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Die Themen Smart Metering und Intelligente Messsysteme (iMSys) haben im Markt großen Einfluss auf alle Energieversorger. Sie haben schon eine lange regulatorische Entwicklung hinter sich - nun drängt aber die Zeit für die Umsetzung. Die INTENSE Berater,...

Würzburg, 17.11.2016 - Die Themen Smart Metering und Intelligente Messsysteme (iMSys) haben im Markt großen Einfluss auf alle Energieversorger. Sie haben schon eine lange regulatorische Entwicklung hinter sich - nun drängt aber die Zeit für die Umsetzung.

Die INTENSE Berater, Herr Christian Gerull und Herr Manuel Klapperich, berichten über allgemeine Marktentwicklungen und ihre Erfahrungen aus Projekten und Vorstudien in den Bereichen iMSys und SAP Intelligent Metering for German Energy (SAP IM4G).

Herr Gerull berät seit vielen Jahren EVUs im SAP IS-U-Umfeld und hat seinen Schwerpunkt in der Prozessdefinition und -implementierung rund um Geräteverwaltung, Ablesung, Workforce Management und Smart Metering. Herr Klapperichs Expertise liegt in den Bereichen der Marktprognose, virtueller Kraftwerke, sowie SAP IS-U und IM4G.

Seit dem letzten Experteninterview im Juni 2016 hat sich vieles getan. Wie sind die aktuellen Marktentwicklungen im Bereich der iMSys aus Ihrer Sicht zu beurteilen?

Hr. Gerull: Die Bundesregierung hat das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende (GDEW) nun verabschiedet und es ist gültig. Daraus haben sich zahlreiche Anforderungen an die IT-Systeme und Prozesse ergeben. Der Markt kann nun aktiv werden. Leider sind aber auch viele neue offene Fragen entstanden bzw. die Tragweite der Vorgaben ist immens.

Hr. Klapperich: Basierend auf dem GDEW sind die Verbände aktiv geworden. Der BDEW hat gemeinsam mit dem VKU die Anforderungen aufgegriffen und hat Vorschläge zur Umsetzung in den Prozessen der Beschlusskammern der BNetzA zur Verfügung gestellt. Die Vorschläge wurden von der BNetzA aufgenommen und in einem Kurzverfahren der Branche zur Konsultation zur Verfügung gestellt. Konkret wurde ein neues Rollenmodell erstellt, welches die Rolle MSB stark herausstellt und außerdem neue Aufgaben für den ÜNB vorsieht. Neue Objekte wie Markt- und Messlokation, sowie Lokationsbündel oder Preisobergrenzenbündel wurden definiert und sind nach finaler Festlegung im Dezember dann zeitnah in den Prozessen und Systemen umzusetzen.

Es entstehen Aktivitäten rund um das sogenannte Interimsmodell, welches die Umstellung der aktuellen kettenförmigen Kommunikation „minimalinvasiv“ auf das Zielmodell „sternförmige Kommunikation durch das Smart Meter Gateway“ ab 2020 begleiten soll.

Welche Anforderungen an die IT lassen sich daraus ableiten?

Hr. Gerull: Zunächst einmal natürlich der Aufbau der Smart Meter Infrastruktur für intelligente Messsysteme. Aber auch schon die Implementierung des Interimsmodells in der bestehenden Marktkommunikation führt zu einem großen Anpassungsbedarf. Dies betrifft viele bestehende IT Systeme, aber insbesondere die stammdatenführenden Systeme, wie bspw. das SAP IS-U. Die BNetzA hat die Änderung der Formate zum 01.04.2017 zu Gunsten der Umstellung auf das Interimsmodell zum 01.10.2017 ausgesetzt. Bis zu diesem Zeitpunkt sind die Auswirkungen der Änderungen an WiM, GPKE, MPES, GeLiGas und MaBiS zu implementieren, das neue Rollenmodell abzubilden und vor allem auch die Abrechnung der Preisobergrenzen durch den MSB sowie das buchhalterische Unbundling abzubilden. Außerdem ist es aus heutiger Sicht für SAP Anwender notwendig das SAP IM4G bei VNB/MSB zu implementieren und an die GWA/MDM Systeme über Services anzubinden. Nicht zuletzt müssen die Workforcemanagement-Prozesse erweitert werden. Darüber hinaus gibt es aber natürlich noch viele weitere wichtige Themenfelder.

Hr. Klapperich: Konkret bedeutet das eine punktgenaue und in sich harmonische Änderung in den einzelnen Prozessen der Marktkommunikation zum 01.10.2017. Weiterhin die Abbildung neuer Stammdaten zu Preisobergrenzenbündel, Lokationsbündel und dem MSB als Vertragsobjekt. Die neuen Objekte müssen zudem durch die bestehenden und durch neue Marktprozesse bewirtschaftet werden.

Das klingt sehr umfangreich. Wie sind die grundzuständigen Messstellenbetreiber Ihrer Meinung nach aufgestellt?

Hr. Klapperich: Das ist sehr unterschiedlich. Vor allem die größeren Versorger haben die Zeichen rechtzeitig erkannt und haben bereits große Projekte aufgesetzt. Sie haben sich rechtzeitig informierte Berater gesichert und bereits Systeme aufgebaut. Daher können Sie auf ein großes Know-how im Haus zurückgreifen.

Andere haben den Dingen, auch der unsicheren Gesetzeslage geschuldet, mehr Zeit gelassen und werden vom Umfang der Anforderungen aktuell eingeholt.

Hr. Gerull: Wir unterstützen in der aktuellen Phase Versorger in allen Stufen der Vorbereitung und Umsetzung bei diesem neuen Thema. Einige unserer Partner haben großen Beratungsbedarf beim Anforderungsengineering zur Ausschreibung der Änderungsprojekte in den Systemen. Dort moderieren wir die Strategieentscheidung, die Prozessmodellierung und die Systemauswahl. Bei anderen Kunden sind wir in der Implementierung von SAP IM4G aktiv oder leiten das relevante Umsetzungsprojekt.

Klar ist jedoch, der Markt darf keinen Tag verschenken und muss sich im Rahmen agiler Ansätze mit den Anforderungen auseinander setzen.

Der Themenkomplex intelligente Messsysteme wird sich auch auf Lieferanten stark auswirken. Lieferanten müssen z. B. entscheiden, ob sie weiterhin die Rechnungsabwicklung der Messentgelte im Rahmen der Lieferabrechnung integriert abrechnen wollen oder nicht. Es sind neue Rechnungseingangsprüfungen und Abrechnungsprozesse zu implementieren, falls der Lieferant dies anbieten möchte, denn der grundzuständige Messstellenbetreiber muss die Preisobergrenzen für den MSB künftig als separate INVOIC kommunizieren.

Welche Softwarelösungen bietet der Markt denn aktuell an?

Hr. Klapperich: Es gibt zahlreiche GWA Systeme, welche die Abwicklung in Richtung der Messeinrichtungen und zum Endkunden übernehmen. Ebenso werden diese Systeme um Module erweitert, die klassischerweise in einem IS-U abgebildet werden. Diese müssen jedoch noch ein Zertifizierungsverfahren durchlaufen. Unsere Wahrnehmung ist, dass kein Softwareanbieter eine „rundum sorglos Lösung“ im Angebot hat.

Hr. Gerull: Insofern ist es unserer Erfahrung nach richtig zumindest im Bereich Back End auf die Lösungen der SAP zu setzen. Das IS-U und die Randsysteme sind bereits vorhanden und die neuen Anforderungen müssen lediglich integriert werden. Die SAP arbeitet mit Hochdruck an den entsprechenden IDEX-Modulen. Klar ist aber auch, dass die Zeit zwischen Auslieferung und Implementierung bis zum 01.10.2017 wieder extrem kurz wird. Außerdem werden voraussichtlich weiße Flecken in den Prozessen bleiben. Hier können wir mit unseren AddOns unterstützen. Aktuell arbeiten wir an einem Prozess für den elektronischen Bestellschein, der in Kürze getestet werden kann. Weitere Addons für spezifische Problemstellungen im Umfeld der intelligenten Messsysteme sind in Arbeit.

Wie läuft aus Ihrer Sicht ein Projekt im Smart Meter-Umfeld ab?

Hr. Gerull: Der VNB/MSB muss dringend entscheiden, welche Rollen er ausfüllen möchte. Es macht einen großen Unterschied ob er nur die Prozesse des gMSB ausführt, oder auch im wettbewerblichen Bereich aktiv werden möchte. Weiterhin muss die Entscheidung fallen, ob die bestehenden Systeme erweitert werden sollen oder ob ein eigenes System oder Mandant für die Backend Prozesse des gMSB, wie Geräteverwaltung und Abrechnung aufgebaut werden sollen. Daran orientieren sich die Arbeitspakete für die Umsetzung und entsprechend auch die Aufwände. Außerdem steht mit der Auswahl der Systemanbieter für die Infrastruktur der intelligenten Messsysteme ein wichtiger Punkt auf der Agenda. Aufgrund der aktuell noch teilweise volatilen Anforderungen empfiehlt sich grundsätzlich ein wellenförmiges, bzw. agiles Vorgehen im Projekt vorzusehen.

Hr. Klapperich: Sobald die Strategie und die Architektur geklärt sind sollte eine saubere Prozessmodellierung stattfinden. Die neue Welt ist komplex und nach unserer Erfahrung nur mit einem klaren prozessorientierten Ansatz beherrschbar. Es zeichnet sich ab, dass nicht alle Prozesse oder Prozesszweige bis zum 01.10.2017 in den IT Systemen laufen werden. Daher ist eine klare Priorisierung und strikte Umsetzung geboten. Zudem muss das Augenmerk auf die zu Grunde liegenden Roll-Out Strategien und den Weg ins Zielmodell gelegt werden.

INTENSE ist in der Lage alle Projektphasen inkl. Prozessmodellierung und Implementierung in den Systemen aktiv zu begleiten. Nutzen Sie unsere Expertise zu diesem Thema und melden Sie sich bei uns! Unsere Experten freuen sich, Sie kennen zu lernen. Sprechen Sie uns an.

 

 


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