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Was der Mittelstand von jungen GrĂŒndern lernen kann

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Nachbericht zum 14. FALK FORUM


Nachbericht zum 14. FALK FORUMHeidelberg, 21. November 2016 - Nicht nur im Silicon Valley sind Start-ups gefragter denn je, auch durch die Metropolregion Rhein-Neckar weht ein neuer GrĂŒndergeist. Auf dem 14. FALK FORUM erklĂ€rte Business Angel Dr. ...

Heidelberg, 21. November 2016 - Nicht nur im Silicon Valley sind Start-ups gefragter denn je, auch durch die Metropolregion Rhein-Neckar weht ein neuer GrĂŒndergeist. Auf dem 14. FALK FORUM erklĂ€rte Business Angel Dr. Friedrich Georg Hoepfner erfahrenen Unternehmern, was sie von jungen GrĂŒndern lernen können. DarĂŒber hinaus stellten sich insgesamt sechs Start-ups aus der Region - Parkunu, 100 Worte, Guzz, VideoBoost und Imiji.pic sowie chocoBrain - den MittelstĂ€ndlern vor.

Die WirtschaftsprĂŒfungs-, Steuer- und Unternehmensberatungsgesellschaft FALK & Co hatte Start-ups, Inkubatoren und MittelstĂ€nder zum Ideenaustausch und Dialog eingeladen. Nahezu 70 GĂ€ste folgten der Einladung. In seiner BegrĂŒĂŸung betonte Stephan Hilbig, Gesellschafter und GeschĂ€ftsfĂŒhrer bei FALK & Co, die VitalitĂ€t und die Perspektiven der GrĂŒnderszene: "Wir haben aber den Eindruck, dass der klassische Mittelstand die GrĂŒnderszene etwas reserviert betrachtet und wollen mit der Veranstaltung beide Welten nĂ€her zusammenbringen."

Was Start-ups attraktiv macht
Als einer der ersten Unternehmer in der Region hat Dr. Friedrich Georg Hoepfner das Potential von Start-ups erkannt. Er war im Jahr 1997 Ideengeber und MitgrĂŒnder des Karlsruhr ExistenzgrĂŒndernetzwerk CyberForum, deren 1.200 Mitglieder bis heute 27.000 ArbeitsplĂ€tze geschaffen haben. In seinem Vortrag "Vom Supertanker zum Schnellboot" zeigte der Business Angel des Jahres 2010 auf, was etablierte MittelstĂ€ndler von innovativen Start-ups lernen können. Sein Bild vom Supertanker mit den langen Reaktionszeiten und dem großen Wendekreis im Vergleich zu den wendigen Schnellbooten war treffend.

Immer mehr junge Arbeitnehmer wĂŒrden in Start-ups arbeiten wollen. Und dies, obwohl sie wĂŒssten, dass sie bei lĂ€ngerer Arbeitszeit weniger Gehalt bekommen wĂŒrden. Als Beispiel fĂŒr einen attraktiven Arbeitgeber nannte Dr. Friedrich Georg Hoepfner Chrono24. Beim Karlsruher Online-Marktplatz fĂŒr Luxusuhren seien im letzten Jahr 10mal mehr Bewerbungen eingegangen, als es ArbeitsplĂ€tze gĂ€be.

DarĂŒber hinaus lobte Dr. Friedrich Georg Hoepfner die GrĂŒnderkultur. Die Start-ups böten Aufbruchsstimmung und Selbstbestimmung. Die junge Generation wolle anders sein, ihren Style leben und Status neu definieren. Gefragt seien coole Locations, spannende Aufgaben, nette Kollegen und gute Stimmung. Dienstwagen und hohe GehĂ€lter hĂ€tten nur noch bedingt Anziehungskraft auf junge Leute. Im War of Talents mĂŒssten Unternehmer ihre Geisteshaltung Ă€ndern.

Den MittelstĂ€ndler rĂ€t er, den Kontakt zu den jungen Unternehmern zu suchen. Veranstaltungen und Tage der offenen TĂŒr in den ExistenzgrĂŒndernetzwerken und bei den Inkubatoren seien eine gute Option dafĂŒr. Wer ĂŒber Zeit und Know-how verfĂŒge, könne auch junge GrĂŒnder coachen. Und die etablierten Unternehmen forderte er auf, AuftrĂ€ge an junge Unternehmen zu geben.

Und auch den jungen Unternehmen gab Dr. Friedrich Georg Hoepfner wertvolle RatschlĂ€ge. Ideen gĂ€be es wie Sand am Meer. Entscheidend seien vor allem der Businessplan und die DurchfĂŒhrung. Gefragt sei der Versuch-und-Irrtum-Ansatz: Möglichst schnell ein Produkt mit den nötigsten Funktionen erstellen, dieses potentiellen Kunden zeigen und das Feedback dazu nutzen, um die Produkte zu verbessern.

Gesucht: Erfolgsgeschichten aus der Region
Dr. Thomas Lindner, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der innoWerft, einem Startup-Inkubator aus Walldorf, moderierte den zweiten Teil des 14. FALK FORUM. FĂŒnf ExistenzgrĂŒnder stellten ihre Unternehmen, Ideen und Visionen vor und erlĂ€uterten, wie die MittelstĂ€ndler die Start-ups unterstĂŒtzen könnten.

Das Start-up Parkunu entwickelt eine mobile App, mit der Autofahrer einfacher ParkplĂ€tze finden und bargeldlos Parken können. Die App "100 Worte" ist eine psychologische Sprachanalyse, mit der beispielsweise Chat-Anwender herausfinden können, wie gut sie sich mit Chatpartnern verstehen. Guzz ist eine Community, in der Menschen anderen Menschen mittels eines Video-Chats helfen. VideoBoost erstellt fĂŒr Unternehmen ErklĂ€rvideos, um Produkte und Leistungen einfach, unterhaltsam und verstĂ€ndlich zu erlĂ€utern. Und das Start-up imiji.pics bietet eine webbasierte Galerielösung, mit der Anwender einfach, bequem und sicher alle Bilder einer Hochzeit oder eines anderen Events sammeln, speichern und auf Wunsch teilen können.

Abschließend eröffnete Dr. Thomas Prexl, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Heidelberg Startup Partners e.V., die begleitende "GrĂŒndermesse". Auf der Messe konnten sich die erfahrenen Unternehmer und die jungen GrĂŒnder persönlich kennenlernen und den Dialog vertiefen. Als weiteres Start-up stellte sich auf der Messe chocoBrain vor, eine Online-Marketing-Plattform zur Neukundengewinnung. Passend zum Thema wurde zu den informellen GesprĂ€chen Wein vom Jungwinzer David Klenert aus MĂŒnzesheim im Kraichgau serviert. Michael Brenner, Steuerberater bei FALK & Co und Mitinitiator der Veranstaltung war zufrieden: "Das war lebendiger als jede "Höhle des Löwen" im Fernsehen." Firmenkontakt
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