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Brandrisiko oder Stromschlag: Vorsicht bei alten Lichterketten

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TÜV Rheinland-Test: Alte Lichterketten können schnell überhitzen / LED-Technologie bringt Sicherheit und Kostenersparnis / Beleuchtung für den Außenbereich muss Vermerk „IP44“ tragen / Netzteil mit GS-Zeichen


Fallen bei alten Lichterketten nacheinander einzelne Leuchtmittel aus, so werden die verbleibenden Glühfäden zwar heller, aber auch ungewöhnlich heiß. Bei Tests von TÜV Rheinland erhitzten sich einzelne elektrische Kerzen auf bis zu 200 Grad, das bedeutet...

Köln, 23.11.2016 - Fallen bei alten Lichterketten nacheinander einzelne Leuchtmittel aus, so werden die verbleibenden Glühfäden zwar heller, aber auch ungewöhnlich heiß. Bei Tests von TÜV Rheinland erhitzten sich einzelne elektrische Kerzen auf bis zu 200 Grad, das bedeutet akute Brandgefahr. Gleichzeitig besteht durch die Alterung der Kunststoffe, bei heute nicht mehr zulässigen Isolierungen der Lichterketten, hohe Stromschlaggefahr.

Vor Benutzung Lichterketten auf Schäden kontrollieren

Prüfer von TÜV Rheinland haben im Herbst 2016 alte Lichterketten aus Privathaushalten getestet, die zur Weihnachtszeit wieder zum Einsatz kommen sollten. Das Problem: Gemessen an heutigen Standards dürften viele dieser Lichterketten heute nicht mehr verkauft werden. Leuchtmittel werden zu heiß, die Isolierungen sind nicht mehr zulässig und die Sicherheitshinweise fehlen oft gänzlich. „Vor jeder Benutzung sollten alle Lichterketten, besonders sehr alte Modelle, genau nach Schäden abgesucht werden. Fallen bei den alten Lichterketten einzelne Leuchtmittel aus und sind keine Originalersatzteile mehr verfügbar, die Lichterketten unbedingt fachgerecht entsorgen“, sagt Rainer Weiskirchen von TÜV Rheinland.

Moderne Lichterketten mit LED-Technologie verdrängen deshalb herkömmlichen Lichterschmuck mit Glühbirnen. Zu Recht: Wer seinen Balkon, Bäume oder das Haus mit LEDs dekoriert, spart Strom und Geld. „Trotz der etwas höheren Anschaffungskosten lohnt sich die Investition, da LED-Lichterschmuck sparsamer und äußerst langlebig ist. Zudem schneidet er auch bei der Sicherheit besser ab“, so Thomas Haupt, Experte für Produktsicherheit bei TÜV Rheinland. Alte Lichterketten seien dagegen meist wahre Stromfresser.

Kennzeichnungen müssen gut erkennbar sein

Damit die Ketten, Schläuche oder Netze länger als eine Weihnachtssaison halten, sollten sie nur bei vertrauenswürdigen Händlern gekauft werden. Wichtig ist auch, dass die Sicherheitshinweise in der jeweiligen Landessprache sowie Name und Adresse des Herstellers auf der Verpackung stehen. Weiterhin sollte man beim Kauf auf das GS-Zeichen achten. Dieses steht für geprüfte Sicherheit und wird auch von TÜV Rheinland vergeben. Für die Außenbeleuchtung ist das Kürzel IP 44 von großer Bedeutung. Dieses zeigt dem Verbraucher, dass die Beleuchtung für den Außenbereich geeignet und wetterfest ist.

Nur Netzteile mit GS-Zeichen verwenden

LED-Lichterschmuck ist meist sicherer als die klassischen Lichterketten, weil LEDs mit Sicherheitskleinspannung auskommen. Diese Funktion übernimmt ein vorgeschaltetes Sicherheitsnetzteil, welches die Steckdosenspannung auf eine berühr-ungefährliche Kleinspannung von wenigen Volt reduziert. Dadurch ist die Gefahr eines Stromschlages für den Anwender nicht mehr gegeben, falls eine Lichterkette beschädigt ist – was zum Beispiel beim Aufwickeln und Verstauen passieren kann oder, bei minderwertigem Kunststoff, durch langjährige Lagerung. Eine sichere Lichterkette trägt idealerweise zwei Prüfzeichen: eines auf dem Produkt und eines auf dem Netzteil. Ein weiterer verlässlicher Hinweis für geprüfte Sicherheit ist das GS-Zeichen.


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