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Eine ökonomische Ordnung ist auch eine moralische Ordnung

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ASU-Präsident Patrick Adenauer sprach vor der Adenauer-Stiftung in Hamburg


Bonn/Hamburg – In der Öffentlichkeit werden Ökonomie und Ethik oft als Gegensätze dargestellt. Wirtschaftlich erfolgreiche Menschen, so ein weit verbreiteter Köhlerglaube, können keine guten Menschen sein. In einem Vortrag vor dem Bildungswerk Hamburg der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) http://www.kas.de/proj/home/home/92/1/index.html und der Handelskammer Hamburg widmete sich jüngst Patrick Adenauer von der Arbeitsgemeinschaft Selbständiger Unternehmer (ASU) http://www.asu.de dieser Thematik. Für einen Unternehmer könne folgende Maxime gelten: Setze Dein Eigentum so ein, dass es Deinen Kunden (und damit letztlich auch Dir und Deiner Familie) maximalen Nutzen bringt.

In der Marktwirtschaft, so Adenauers Überzeugung, fallen wirtschaftlich erfolgreiches und ethisch gebotenes Handeln zusammen. Daher sei auch die Legende vom heiligen Martin, der seinen Mantel mit dem Bettler teilt, nicht auf die Wirtschaft übertragbar, obwohl dies „mache ahnungslose Kirchenvertreter“ gern fordern. Die „Ethik des Teilens“ gilt für andere Bereiche: für die Familie, für die Freundschaft oder bei spontaner Wohltätigkeit in Notsituationen. Denn die „Liebe rechnet nicht“. Ein Unternehmer, der nicht rechnet oder nicht rechnen kann, hätte aber seinen Beruf verfehlt: „Würde er seine Mittel unter die Armen verteilen, würde er keine Güter mehr produzieren können und es gingen Arbeitsplätze verloren. Es würde stattdessen nun einen Armen (und einen Heiligen) mehr geben.“ Nicht die Teilungsethik der Sozialbehörden, sondern die Unternehmensinitiative in einer Marktwirtschaft habe die Armut als Massenerscheinung überwunden.

Doch die Wohlfahrtsbürokraten haben ein gutes Mittel gefunden, dass die Armut auch in vergleichsweise reichen Ländern nie ausstirbt. Denn wer weniger als 60 Prozent des Durchschnittseinkommens in Deutschland bezieht, gilt ihnen – unabhängig von der Höhe des Durchschnittseinkommens – als „arm“. „Damit machen sie Armut unüberwindbar“, so Adenauer.

Was unterscheidet den Unternehmer von dem Manager? Auch dieser Frage spürte der ASU-Vorsitzende in seinem Referat nach. Unternehmer im vollen Sinn, so seine Definition, kann nur der selbständige Unternehmer sein, da er eigene Vermögenssubstanz in das Marktspiel einbringt und mit dieser Substanz für Fehlentscheidungen haftet. Insbesondere beim Familienunternehmen sei das „langfristige, unternehmensbezogene Denken viel weiter entwickelt“. Hingegen gebe es etliche Beispiele dafür, dass „gescheiterte Manager, die ein Unternehmen zugrunde gerichtet haben, dennoch an anderer Stelle wieder Gelegenheit finden, weiterzumachen. Dies gilt im besonderen von den Managern subventionierter Staatsbetriebe. Hier ist das unternehmerische Ethos noch weniger entwickelt als im Privatbereich. Das Interesse eines privilegierten und subventionierten Staatskonzerns (sagen wir beispielsweise: der Deutschen Bahn) kann im direkten Gegensatz zu den Erfordernissen des Gemeinwohls stehen“. Bei einem Manager fallen ökonomisches – das vor allem den eigenen Vorteil im Auge hat - und moralisches Denken eben nicht immer zusammen.



Web: http://www.ne-na.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Ansgar Lange, verantwortlich.

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