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Nachholbedarf gegenüber Nachbarländern

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Mittelständler und die Scheu vor Interim Managern


Bonn/Köln – Anpassen ist das Stichwort. Schritthalten mit dem Wandel der Zeit. Reagieren auf politische und wirtschaftliche Entwicklungen. Stillstand gleich Rückschritt. All dies gilt in Zeiten offener Grenzen und der Globalisierung nicht nur für Großkonzerne, sondern auch für den klassischen Mittelständler. Eine große Gefahr, an vielen Stellen den Anschluss zu verpassen. Ein anderes Beispiel: Ein Unternehmen verliert kurzfristig eine Management-Spitzenkraft. Die Position langfristig neu zu besetzen bedarf eine sorgfältigen Auswahl, die einen gewissen Zeitraum veranschlagt. Eine Lösung in beiden Fällen: Interim Management. „Interim Management ist ein eigenständiges Berufsbild mit unternehmerisch handelnden, flexibel und projektorientiert arbeitenden Umsetzern vor Ort. Fachliche Professionalität, hohe Sozialkompetenz verbunden mit natürlicher Autorität und positiver Ausstrahlung sind die Voraussetzungen, die ein guter Interim Manager mitbringen sollte“, erklärt Marc Emde, Geschäftsführer der Personalberatung Kirch http://www.kirchconsult.de.

„Er oder sie kommt, um zu gehen“, schreiben Prof. Dr.-Ing. Jacques Reijniers und Holger Groß in ihrem Beitrag „Interim Management im Kontext der Unternehmen“, 2007 erscheinen in dem Buch „Interim Management; Den Unternehmenswandel erfolgreich bestreiten – mit Managern auf Zeit“. Das heißt: Die Geschäftsbeziehung zwischen einem Unternehmen und einem Interim Manager ist also von vornherein befristet. Eigentlich sehr einfach zu beschreiben, meinen die Autoren. Jedoch gebe es in Deutschland auch auf diesem Feld massiven Nachholbedarf. Die Interim Management-Märkte beispielsweise in England oder in den Niederlanden seien viel weiter entwickelt, schreiben die Autoren weiter. „Das wird sich allerdings ändern. Interim Manager können in vielen Fällen durch eine sehr fachspezifische Ausbildung einem Unternehmen zeitnah helfen, bei eventuellen Engpässen den Anschluss wieder herzustellen oder einen reibungslosen Ablauf während eines Personalwechsels zu garantieren“, ist Emde überzeugt. Doch hierzulande gibt es gegen Interim Management starke Vorurteile. „In vielen eigentümergeführten Unternehmen herrscht die Angst, ein Interim Manager bekäme im Laufe seiner Anstellung im Betrieb zu tiefe Einblicke in geheime Interna. Und dann ist er mit seinem ganzen Wissen wieder weg“, umschreibt Emde die Vorbehalte.

Die Möglichkeiten der Einsetzbarkeit von Interim Managern sind vielfältig. Reijniers und Groß liefern in ihrem Beitrag vier ausgewählte Beispiele. So sei der Interim Manager zum einen als Spezialist verwendbar. Mit maßgeschneidertem Wissen ausgestattet, wird er dort eingesetzt, wo dieses fehlt. „Besonders populär ist hier der Einsatz als Vertriebs- und Marketingmanager. Sein Fachwissen ist gefragt, wenn es beispielsweise um die Neuordnung der Vertriebsorganisation geht“, schreiben die Autoren. Ein anderes Beispiel sei ein Einsatz als Geschäftsführer im Falle von Vakanzen, Krisensituationen, plötzlichen Ausfällen von Führungspersonen. Hier bringe der Interim Manager neue Impulse in die oberste Ebene eines Unternehmens. Abseits von Krisensituationen sei auch ein Einsatz als Projektleiter förderlich. „Möchte ein Unternehmen ein Spartenprodukt an eine breitere Zielgruppe oder ein neues Produkt auf den Markt bringen oder sogar ins Ausland expandieren, ist hier speziell für das Projekt eine ‚Produkteinführung’ ein Spezialist auf Zeit eine Option“, so Reijnier und Groß. Als letztes wird der Interim Manager als Krisenmanager , beispielsweise bei imageschadenden Rückrufen bestimmter Produkte, positioniert. „Dies zeigt die Vielseitigkeit, die das Feld Interim Management zu bieten hat“, so Emde.

Einer Untersuchung von BGP Bohnert Groß & Partner http://www.bgpartner.de aus dem Jahre 2006, in deren Rahmen Geschäftsführer, geschäftsführende Gesellschafter oder Eigentümer von 3.600 Unternehmen aus dem deutschen Mittelstand (Umsatzgröße zwischen 25 und 250 Millionen Euro) zum Thema „Nachfrageverhalten auf dem Markt für Interim Management“ befragt wurden, ergab, dass rund 74 Prozent der Befragten keinerlei Erfahrungen mit Interim Managern gemacht haben. Die Ergebnisse dieser Untersuchung werden in dem Beitrag des Buches vorgestellt. „Ein guter Ansatz ist, dass bereits 26 Prozent schon Interim Manager eingesetzt haben. Und es zeigt das Potential, das bei entsprechender Überzeugungsarbeit in diesem Feld steckt“, erklärt Emde. „Vor allem mittelständischen Unternehmern muss behutsam die Scheu vor dem Einsatz von Interim Managern genommen werden.“


Web: http://www.ne-na.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Jörg Löbker, verantwortlich.

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