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Dr. Martin Papapol: Kapitalismuskritik im digitalen Kapitalismus

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Unter diesem Titel ist das neue Vorwort von Dr. Martin Papapol auf seiner Homepage erschienen. Im Folgenden veröffentlichen wir ein Kurzinterview mit dem Autor:

Frage: Sie haben den Untergang der SPD Anfang 2005 vorausgesagt. Im Nachhinein betrachtet, hätte Herr Gerhard Schröder gut daran getan, Sie rechtzeitig zu konsultieren. Sie sind jedoch auch mit der neuen linken Bewegung Die Linke nicht zufrieden. Warum?

Papapol: Diese linke Bewegung, die ich mal als Rote Regression in meinem Vorwort von 2006 bezeichnet habe, geht immer noch von einem Gesellschaftsbild des Fordismus aus. Das war eine Strategie der 60er Jahre von Konsens und Solidarität. Die Strategie der Partei Die Linke hat aber versäumt, sich die Frage zu stellen: In welcher Gesellschaft leben wir heute?

Frage: Haben andere Bundesparteien ihre Hausaufgaben besser gemacht?

Papapol: Bisher leider nicht! Die Innenpolitik regiert in einem gesellschaftspolitischen Vakuum.

Frage: Was müsste man Ihrer Ansicht nach unbedingt berücksichtigen?

Papapol: Die Gesellschaft besteht seit den 90er Jahren immer mehr nur noch aus atomaren Subjekten. Diese Subjekte lassen sich nur noch durch ein Rechtssystem zusammenhalten, ebenso wie die Gesellschaft durch die Verfassung zusammengehalten ist. Für Solidarität besteht in der Gesellschaft keine Chance mehr, sie hat ihre zukünftige Aufgabe in den Gemeinschaften selbst. Die Begriffe der Gesellschaft und Gemeinschaft müssen neu gedacht werden.

Frage: Hat also die Rote Regression nur eine negative Bedeutung?

Papapol: Nein, das wiederum auch nicht. Derzeit ist die Partei Die Linke die einzige, die schonungslos Kritik an dem digitalen Kapitalismus übt. Zwar ist diese Kritik nur symptomatisch, schärft jedoch das politische Bewusstsein für die neue Armut und Unmenschlichkeit in der Gesellschaft.

Frage: Ist diese Bewusstseinsschärfung die einzige Aufgabe der Partei Die Linke.

Papapol: Auch nicht. Die Partei Die Linke wird die anderen Parteien zwingen, ihr Sozialprogramm zu schärfen. Sie hat zwar einen nicht mehr zeitgemäßen kritischen Ansatz, aber dafür eine sehr bedeutende Katalysatorrolle.

Frage: Herr Dr. Papapol, ich danke Ihnen für das Gespräch.

Das Gespräch führte Pavel Vitalis im Namen des Wachstumstrend Forschungsinstituts.

Zu diesem Thema siehe auch:
Dr. Martin Papapol: Der digitale Kapitalismus – Zu einem Manifest der neuen Linken, 2005, BoD, Norderstedt

Weitere Informationen und Leseproben unter:
http://www.papapol.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Dr. Martin Papapol, verantwortlich.

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