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Kampf der Giganten

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Können BMW, Audi und Co. die Japaner noch stoppen?


Bonn/Hannover – Der Wettbewerb in der automobilen Ober- und Luxusklasse war bisher fast ausschließlich eine „Familienangelegenheit“ der Deutschen. Die BMW Group http://www.bmw.de (BMW, Mini, Rolls-Royce), die Mercedes Car Group http://www.mercedes-benz.de (Mercedes-Benz, Smart, Maybach) und die VW-Tochter Audi http://www.audi.de behaupten einen Marktanteil von mehr als 60 Prozent am weltweiten Premiummarkt, der 2006 auf 5,864 Millionen Fahrzeuge kam. Bei reinen Oberklasse-Limousinen liegt der Marktanteil deutscher Hersteller sogar bei rund 80 Prozent. Wer letztlich die Nase vorn hat, ist offen. Denn mit den Japanern kommt starke Konkurrenz auf. Toyota http://www.toyota.de mit seiner Luxussparte Lexus und Nissan http://www.nissan.de mit der Tochter Infiniti wird in der Branche einiges zugetraut.

Derzeit führe BMW vor Mercedes-Benz und Audi, schreibt die Tageszeitung Die Welt http://www.welt.de, die einige Experten zu ihrer Meinung zum Ausgang des Wettkampfs zwischen den Giganten befragt hat. „Der Kampf in der Premiumklasse ist völlig offen“, sagt beispielsweise Professor Stefan Bratzel, Leiter des Fachbereichs Automobilwirtschaft an der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch-Gladbach. Der Kampf um Marktanteile in diesem Segment ist höchst lukrativ. Kein Wunder also, dass die Konkurrenten alles geben. Der Markt für Autos der Ober- und Luxusklasse wächst seit Jahren schon konstanter und stärker als der Massenmarkt. „In Westeuropa etwa stieg der Marktanteil des Premiumautos zwischen 2000 und 2006 von 16,5 auf 19,2 Prozent oder 2,83 Millionen Fahrzeuge. In den USA wuchs der Gesamtmarkt seit 1990 um 20 Prozent, der Premiumanteil am Gesamtmarkt hat von 3,9 auf 11,9 Prozent zugelegt. Auch in China wächst der Markt für Edelfahrzeuge derzeit doppelt so schnell wie das Segment mit den Klein- und Mittelklassewagen Marke Golf und Konsorten“, schreibt die Welt. Und für die kommenden Jahre seien die Aussichten weiterhin positiv. Bis 2010 werde sich der Premiummarkt um 100.000 Fahrzeuge auf 6,9 Millionen Pkw erhöhen – ein Plus im Vergleich zu heute von 17,5 Prozent.

Die Experten sehen zurzeit Audi in der Pole Position. Nach Ansicht von Ferdinand Dudenhöffer vom Prognoseinstitut B&D-Forecast http://www.bd-forecast.de bleiben die Münchner „auch in den nächsten Jahren Marktführer im Premiumsegment weltweit“. Allerdings haben auch die Ingolstädter in den vergangenen Jahren deutlich zugelegt. „Audi ist in vielen Bereichen inzwischen auf Augenhöhe mit BMW und Mercedes und hat in manchen sogar die Nase vor“, sagt August Joas, Unternehmensberater bei Oliver Wyman http://www.oliverwyman.com. Die Stuttgarter hingegen wollen laut Welt mit umweltschonenderen Modellen zur „grünen“ Premiummarke werden. Mit der „polierten“ E-Klasse und den Neustarts in der S- und C-Klasse habe Mercedes zudem viele neue attraktive Modell im Sortiment.

Nach Auffassung des Automobilexperten Uwe Röhrig vom Hannoveraner Beratungsunternehmen International Car Concept (ICC) http://www.icconcept.de macht derjenige das Rennen, der in kürzester Zeit ein deutliches Differenzierungsmerkmal im Premiumsegment darstellen kann: „Hierzu zählen nicht etwa nur die Modell- und Variantenvielfalt, sondern alternative Antriebssystem, Umweltverträglichkeit bei hervorragender Motorleistung und Laufkultur – und das alles gekoppelt an eine vernünftige Preispolitik.“ Derjenige Hersteller, so Röhrig weiter, der es verstehe, verlorenes Vertrauen in den Märkten wieder aufzubauen, nämlich gegenüber seinen Kunden und seiner Handelsorganisation, sei ganz weit vorne. Die These, dass ein Hersteller mit seinen Produkten nur so erfolgreich ist wie die ihm zur Verfügung stehende Handelsorganisation, sei dabei der Schlüssel zum Marsch auf die oberste Position auf dem Siegertreppchen.

Der ICC-Inhaber sieht Toyota und Nissan mit ihren Premiumprodukten auf der Überholspur. „Die Japaner haben jedoch auch noch Nachholbedarf bei zwei Punkten: Sie sollten noch mehr Wert darauf legen, was ein Premiumfahrzeug ausmacht, zum Beispiel die Verwendung von Materialien im Innen- und Außenbereich. Außerdem müssen sie noch dazulernen, was es heißt, mit Premiumkunden umzugehen. Der Kunde hat immer eine klare Erwartungshaltung, was ein Marken- und Produktversprechen zu erfüllen habe. In diesem Punkt ist der amerikanische Markt beziehungsweise Kunde nicht mit den europäischen Anforderungen zu vergleichen.“ Dass die Japaner zumindest über einen langen Atem verfügen, haben sie in den USA bewiesen. Dort hat Toyota 15 Jahre lang mit seiner Luxusparte Lexus den Markt beackert: Heute sind die Japaner dort Marktführer bei den Oberklasse-Limousinen.


Web: http://www.ne-na.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Ansgar Lange, verantwortlich.

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