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IT-Dienstleister in Deutschland erleben schmerzhafte Konsolidierung

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Preise fristen Dasein im Keller


Berlin, www.ne-na.de - Die Rentabilität von After Sales-Dienstleistungen wie Wartung und Reparatur aufrechtzuerhalten, ist für viele Anbieter von IT-Serviceleistungen eine enorme Herausforderung. Nach Ansicht des Marktforschungsunternehmens Gartner http://www.gartner.com müssen sie hierfür umfangreiche und langfristige Investitionen in Ersatzteile, Kundenzentren und umfassende Außendienstressourcen tätigen. „In dem Maße, wie große Anbieter damit fortfahren, ihre Servicetätigkeiten zu optimieren, um sich auf höherwertige Marktsegmente zu konzentrieren, erwarten wir, dass die Anzahl der spezialisierten Dienstleister, die auf dem Wartungs- und Support-Markt tätig sind, zunimmt und diese einen Platz neben Akteuren wie Phoenix IT Services im Vereinigten Königreich, InfoCare in Norwegen und DecisionOne und BancTec in den USA einnehmen werden“, so Gartner-Analyst Alan Mac Neela.

Laut Forrester http://www.forrester.com wachsen indische und andere Offshore-Dienstleister in Europa derzeit um jährlich 30 Prozent. Dabei erwirtschaften sie nicht selten Profitmargen von über 30 Prozent - Werte, von denen die Europäer nur träumen können. In Reaktion auf den Angriff aus Fernost hätten sich die großen europäischen Anbieter ihrerseits entschieden, Offshore-Kapazitäten aufzubauen und so ihre weltweite Lieferfähigkeit zu verbessern und ihr Angebot zu verbilligen. Doch das sei nicht der einzige Grund: Wie in den USA verlangen inzwischen auch in Europa Kunden verstärkt Low-cost-Komponenten aus Offshore-Regionen.

„In unserer Branche herrscht extremer Preisdruck. Es ist in der Tat so, dass es für global aufgestellte Anbieter immer schwieriger wird, infrastrukturbezogene IT-Dienstleistungen Gewinn bringend beim Kunden zu erbringen. Daher springen schnelle und wendige Mittelständler wie wir in die Bresche. Das kann allerdings nur funktionieren, wenn wir uns in Deutschland mit überzogenen Lohnforderungen zurückhalten“, sagt Mittelständler Michael Müller, Geschäftsführer der Firma a&o http://www.ao-services.de. Konzerne könnten die Standortnachteile abfedern und in Billiglohnländer in Osteuropa oder Fernost ausweichen. „Das Gros der mittelständischen Unternehmen hat solche Perspektiven nicht. Deshalb sollten Gewerkschaften, Verbände und die Wirtschaftspolitik schnellstens die Rahmenbedingungen für kleine und mittelständische Firmen verbessern, um im internationalen Wettbewerb mithalten zu können“, so Müller, der als Wirtschaftssenator beim Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) http://www.bvmwonline.de aktiv ist.

Auch die Analysten von Berlecon http://www.berlecon.de rechnen mit einer schmerzhaften Konsolidierung: „Die Preise für IT-Dienstleistungen in Deutschland fristen ihr Dasein im Keller - trotz Konjunkturaufschwung. Hinzu kommt, dass nach den Kürzungen in den vergangenen Jahren die IT-Budgets derzeit nur moderat steigen. Mit anderen Worten: Der Kuchen, den es zu verteilen gibt, ist klein und dürfte auch in den nächsten Jahren nur wenig wachsen. Darüber hinaus registrieren wir eine zunehmende Zahl von Anbietern, die sich um den Kuchen streiten. Da sind zum einen Hard- und Softwareanbieter sowie Reseller, die angesichts der schon fortgeschrittenen Konsolidierung in Ihren angestammten Märkten ihr Heil zunehmend im Services-Umfeld suchen. Hinzu kommen verstärkt ausländische Anbieter, die bislang vorwiegend auf reiferen Märkten wie in den USA oder Großbritannien präsent waren, im deutschen Markt aber noch ungehobenes Potenzial vermuten. Wenn sich eine wachsende Zahl von Anbietern um einen begrenzten Kuchen streiten, profitiert der Bäcker und das sind in diesem Fall die Kunden. Die zunehmend selektive Vergabe von Outsourcing-Verträgen bei kürzeren Vertragslaufzeiten ist eine logische Folge dieser Entwicklung. Schließlich dürften mit steigendem Selbstvertrauen und zunehmender Erfahrung der Outsourcing-Kunden auch die Anforderungen an die Provider wachsen“, bemerkt Andreas Stihler von Berlecon Research.

Gerade im Exportland Deutschland, wo schon die mittelständischen Industriekunden im Ausland aktiv seien, sollte die Forderung nach einer globalen Unterstützung der IT zu wettbewerbsfähigen Preisen ernst genommen werden. „IT-Dienstleister, die mittelständische oder große Kunden bedienen und auf dem Weltmarkt mit indischen, britischen und amerikanischen Wettbewerbern konkurrieren, werden deshalb dauerhaft nicht an der Internationalisierung ihres Geschäfts vorbeikommen“, erklärt Stiehler. Weitere Beiträge zum IT-Markt finden Sie in der Onlineausgabe des Magazins NeueNachricht http://www.ne-na.de.



Web: http://www.ne-na.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Gunnar Sohn, verantwortlich.

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