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Gegen die „Dogmen der Frühaufsteher“

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HR-Strategien: Warum nur aufgeweckte Köpfe produktiv sein können


Bonn/Düsseldorf – Morgenstund hat Gold im Mund. Diese Weisheit gilt nicht für die Millionen von Morgenmuffeln, die sich jeden Tag früh aus dem Bett quälen. In vielen Unternehmen herrscht noch die Vorstellung, dass ein guter Mitarbeiter morgens und sieben oder acht Uhr am Schreibtisch zu sitzen habe. „Im Wissens- und künftigen Kreativitätszeitalter müssen Unternehmen neue Arbeitszeitmuster etablieren, wollen sie das Optimum aus allen Beschäftigten herausholen“, sagt hingegen der Zukunftsforscher Matthias Horx http://www.horx.com. In seinem Zukunftsletter http://www.zukunftsletter.de beschreibt Horx die dänische B-Gesellschaft http://www.b-society.org, die sich dem Ziel verschrieben hat, gegen die „Dogmen der Frühaufsteher“ anzugehen und einen späteren Arbeitsbeginn durchzusetzen.

Die meisten Mitglieder dieser Organisation sind so genannte Langschläfer und mussten lange Zeit mit dem Vorwurf leben, sie seien Faulenzer. Camilla Kring, Work-Life-Balance-Beraterin und Gründerin der B-Gesellschaft, will mit alten Vorurteilen aufräumen: „Zeit-Disziplin spielt keine so große Rolle mehr wie in der industrialisierten Gesellschaft. Die Arbeitskraft der Menschen befindet sich im Gehirn, also sollen sie auch dann arbeiten, wenn sie am leistungsfähigsten sind.“ Kring zufolge läuft der Biorhythmus bei B-Menschen konträr zur Normarbeitszeit von acht bis 16 Uhr. Immerhin 25 Prozent der Menschen werden diesem Typ zugerechnet. „Und die leistungsstarken Frühaufsteher sind keineswegs die Mehrheit“, so Horx. „Nur zehn bis 15 Prozent werden ihnen zugerechnet. Es geht nicht darum, weniger zu arbeiten, sondern effektiver.“

Der Erfolg des Vereins spricht für sich. Zunächst hatte er nur 67 Mitglieder; mittlerweile sind es über 5.000. In Schweden gibt es schon eine Schwesterorganisation. Die ersten Unternehmen bieten ihren Angestellten B-Verträge an. Die B-Gesellschaft auditiert diese Unternehmen und vergibt hierfür ein eigenes Zertifikat namens „B-Productive“. „Ob man eine solche Vereinsmeierei auch in Deutschland betreiben sollte, erscheint mir zweifelhaft. Aber der Ansatz dieser Bewegung ist zu begrüßen. Sicher, in der Produktion sind relativ starre Arbeitszeiten zwingend geboten. Wenn ein Arbeiter um sieben Uhr morgens am Fließband sein muss, kann er nicht erst um neuen Uhr erscheinen. Doch in unserer heutigen Dienstleistungsgesellschaft gibt es zahlreiche Berufe, die an kein zeitliches Korsett gebunden sind“, sagte Tobias Janßen, Vorstandschef der Beratungs- und Beteiligungsgesellschaft Goldfish Holdings http://www.goldfish-holdings.com in Düsseldorf und Mitglied im Executive Board American Chamber of Commerce http://www.amcham.de. „Es fängt ja schon in der Schule an. Wissenschaftliche Erkenntnisse belegen, dass ein Schulbeginn um halb acht oder acht Uhr morgens – insbesondere in den Wintermonaten – nicht sinnvoll ist. Wenn Unternehmen für eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten eintreten, heißt das auch, dass sie sich für Tätigkeiten im Home-Office oder das Abweichen von der Nine-To-Five-Regelung öffnen. Es gibt Unternehmen, in denen selbst die Angestellten vor und nach jeder Pause stempeln müssen. Ein solcher Kontrollwahn erstickt jede Produktivität.“



Web: http://www.ne-na.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Ansgar Lange/Gunnar Sohn, verantwortlich.

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