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Markt für Senioren bislang noch deutlich Unterschätzt

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Generation 50+ ist die Kundenschar der Zukunft


Berlin – Spätestens, seitdem der Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Frank Schirrmacher, mit seinem Methusalem-Komplott die demographischen Probleme in Deutschland angesprochen und in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt hat, ist klar: die Deutschen werden immer älter. Doch die heimische Wirtschaft hat so ihre Liebe Müh und Not damit, die Produktpaletten auf die Generation „50 Plus“ zuzuschneiden. Dies behauptet Mario Ohoven, Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW) http://www.bvmwonline.de. „Bereits im Jahr 2035 wird fast jeder zweite Deutsche älter als 50 Jahre sein und Deutschland wird die älteste Bevölkerung der Welt haben. Doch Produkte für Senioren sind immer noch kein Massengeschäft, sondern maximal Nischenprodukte“, so Ohoven. „Da wird und da muss sich einiges ändern.“

Bisher sei man davon ausgegangen, dass sich das Wachstum der Wirtschaft mit dem Fortschreiten der Alterung automatisch abschwächen würde. Doch eine Studie der Unternehmensberatung Roland Berger http://www.rolandberger.com, die vom Bundesfamilienministerium http://www.bmfsfj.de in Auftrag gegeben wurde, förderte das Ergebnis zu Tage, dass die Wirtschaft sich auf dem demographischen Wandel noch nicht genügend eingestellt habe. „Beispiele sind Mobiltelefone für Senioren. Große Displays, einfache Handhabung, leicht nachzuvollziehender Menüaufbau – solche Entwicklungen stecken entweder noch in den Kinderschuhen oder tauchen bei vielen Anbietern erst gar nicht in der Produktpalette auf. Und die Kunden für solche Produkte werden nicht gerade weniger“, so Ohoven. Auch hier gilt: Das Ausland macht es vor. Beispiel Japan. Die Bevölkerung im „Land der aufgehenden Sonne“ wächst ähnlich wie die in Deutschland. „Doch im Gegensatz zur heimischen Wirtschaft haben es die japanischen Unternehmen verstanden, ihre Produkte seniorengerecht zu gestalten. Denn ältere Menschen wollen kein Schnabeltassen-Design. Weder in Japan, noch hier in Deutschland“, weiß Ohoven.

Die Studie von Roland Berger bezeichnete die ältere Generation sogar als „Zielgruppe der Zukunft“. Noch immer werde die Kaufkraft der Senioren unterschätzt. „Werbung richtet sich meist an die Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen. Dabei geben ältere Menschen gerade für Reisen, Bekleidung oder hochwertige Nahrungsmittel viel Geld aus“, so Ohoven. Laut der Berger-Studie sind dies rund 50 Prozent der Konsumausgaben. In den nächsten zwei Jahrzehnten soll dieser Anteil sogar auf 58 Prozent steigen. Die Unternehmensberatung sagt deshalb in Folge der demografischen Entwicklung eine erhebliche Veränderung der Konsumnachfrage voraus, auf die sich die Unternehmen einzustellen hätten. „Senioren, besonders ab 65 Jahre, bevorzugen nicht nur völlig andere Produkte als junge Menschen. Sie legen auch wesentlich mehr Wert auf individuelle Beratung“, so Ohoven. Nicht technischer Schnickschnack, sondern einfache Handhabung seien in diesem Marktsegment Trumpf.



Web: http://www.ne-na.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Jörg Löbker, verantwortlich.

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