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Novem-Studie: Der Süden dominiert auf Deutschlands BI-Landkarte

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(Hamburg, 08.08.2007) Die Unternehmen im Süden und Südwesten Deutschlands setzen gegenwärtig deutlich stärker auf Business Intelligence-Lösungen (BI) als Firmen in den anderen Regionen der Bundesrepublik. Schlusslicht ist in dem Ranking mit deutlichem Abstand der Osten. In der mittelfristigen Perspektive werden diese Unterschiede aber zunehmend geringer. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Erhebung des Hamburger BI-Spezialisten Novem Business Applications unter insgesamt 445 Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern.

Laut der Studie hat bundesweit etwas mehr als jedes zweite Unternehmen BI-Lösungen im Einsatz, wenngleich es deutliche regionale Unterschiede gibt. Spitzenreiter ist der Südwesten mit einem Anteil von 62 Prozent, gefolgt vom Süden mit 59 Prozent und den Firmen in der Mitte Deutschlands mit 54 Prozent. Die Betriebe im Westen entsprechen dem Mittelwert, während der Norden mit 47 Prozent deutlich darunter liegt. Besonders groß ist der Abstand der ostdeutschen Unternehmen mit einem Anteil von lediglich 38 Prozent.

Unter Berücksichtigung der in Realisierung befindlichen und geplanten BI-Projekte gleichen sich die Verhältnisse jedoch mittelfristig an. Der Südwesten bleibt dann nach den Ergebnissen der Novem-Erhebung zwar weiterhin in der Pole Position, aber das Verfolgerfeld rückt stärker zusammen. So hat zukünftig der Süden mit einem Anteil von 79 Prozent BI-orientierter Unternehmen nur noch einen geringen Vorsprung gegenüber der Wirtschaft in der Mitte Deutschlands (78 Prozent). Entsprechend der Investitionsplanungen weist der Norden jedoch das größte Entwicklungspotenzial auf. Hier wollen 19 Prozent der Firmen demnächst Business Intelligence-Lösungen einsetzen, gefolgt von der Rhein-Main-Region und ihrem geografischen Umfeld (17 Prozent). Die geringste Wachstumsquote zeigt sich im Süden. Dort haben lediglich 11 Prozent weitere Unternehmen die Einführung von BI geplant.

„Selbst wo Business Intelligence-Lösungen bisher zurückhaltend beurteilt wurden, setzt sich zunehmend die Erkenntnis durch, dass ein erfolgsorientiertes Unternehmensmanagement kaum noch ohne dieses Instrument auskommt“, sieht Novem-Geschäftsführer Dr. Peer Schwieren die Ergebnisse durch eigene Beratungserfahrungen bestätigt. „Allerdings wäre eine höhere Entwicklungsdynamik angebracht, da die Unternehmen ohne BI wirtschaftliches Potenzial verschenken“, verweist er auf die Ergebnisse einer vorherigen Novem-Studie.

BI überproportional im Finanz- und Controlling-Bereich vertreten
Hauptsächlich wird Business Intelligence derzeit im Finance- und Controlling-Bereich eingesetzt, und zwar durchschnittlich von 44 Prozent der Firmen. Als Unterstützung des Vertriebsmanagements nutzen 35 Prozent der befragten Unternehmen BI-Lösungen, in überproportionalem Umfang vor allem die Firmen in Deutschlands Mitte und Südwesten. In jedem vierten Fall werden Business Intelligence-Tools zudem in weiteren Organisationsbereichen genutzt. Die südlichen Wirtschaftsregionen Deutschlands weisen dabei den breitesten Nutzungsgrad auf.

Noch deutlich seltener kommt die BI-Technologie allerdings zur Entwicklung der mittel- und längerfristigen Unternehmensstrategien zum Einsatz. Durchschnittlich stützen sich in ihren Planungen erst lediglich 17 Prozent der Firmen aktiv auf BI-Methoden. Im regionalen Vergleich zeigt sich allerdings kein ähnliches Nord-Süd-Gefälle wie bei der generellen Verbreitung von Business Intelligence. Vielmehr sind hierbei die Unternehmen aus der Mitte Deutschlands mit einem Nutzungsgrad von 23 Prozent Spitzenreiter vor dem Süden (21 Prozent), während der Südwesten lediglich auf Position drei liegt. Am Ende dieses geografischen Rankings befinden sich die ost- und norddeutschen Firmen. Sie haben erst zu 9 bzw. 14 Prozent die BI-Werkzeuge als Instrument für Planungen und Prognosen der strategischen Geschäftsentwicklung für sich entdeckt.

„Bislang werden Business Intelligence-Lösungen vor allem zur optimierten Steuerung des operativen Betriebs eingesetzt, aber darin erschöpft sich ihr Potenzial nicht“, erläutert Dr. Schwieren. Vielmehr gewinne der Einsatz von BI für zukunftsgerichtete Strategien in den spezifischen Marktbedingungen rapide an Bedeutung. „Hier kristallisiert sich eine Entwicklung von substanzieller Bedeutung heraus, weil in den Unternehmen der Bedarf an mittelfristiger Planung wächst und dafür auch die notwendigen Tools zur Verfügung stehen müssen“, sieht der Novem-Geschäftsführer Veränderungen. „BI-Maßnahmen sind längst nicht mehr nur Reporting-Projekte“, begründet er. Dr. Schwieren verweist aber darauf, dass Business Intelligence dabei als Enterprise-Strategie verstanden werden muss, um die Gesamtheit der relevanten Unternehmensdaten in Planungsszenarien und Prognosen einbeziehen zu können.

Die Einzelergebnisse sowie die Grafiken der Erhebung können unter folgender Adresse angefordert werden: duehr.denkfabrik@meetbiz.de

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