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Deutschsprachige SAP Anwendergruppe (DSAG) e. V. |

Nutzung von Enterprise SOA nimmt zu, Kenntnisse sind noch ausbaufähig

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DSAG-Umfrage zu Enterprise SOA zeigt leichten Aufwärtstrend:


Walldorf, 29. Oktober 2007 – Service-orientierte Architekturen (SOA) halten schrittweise Einzug in SAP-Anwenderunternehmen. Mit rund 13 Prozent befassen sich derzeit im Vergleich zum Vorjahr knapp doppelt so viele der befragten Unternehmen mit einem konkreten Aufbau. Allerdings sind die Kenntnisse über Enterprise SOA (ESOA) nach wie vor noch ausbaufähig. Das ergab eine aktuelle Umfrage der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe (DSAG) e.V. Die DSAG sieht daher weiterhin Bedarf für eine umfassende Wissensvermittlung. Auf dem DSAG-Jahreskongress Anfang November steht der Praxisbezug rund um ESOA im Fokus.

An der Online-Umfrage der DSAG nahmen insgesamt 427 Mitgliedsunternehmen teil. Laut Umfrage fühlt sich knapp die Hälfte der befragten SAP-Anwenderunternehmen aktuell gut von SAP über ESOA informiert: 17 Prozent proaktiv, 30 Prozent auf Nachfrage. 25 Prozent sind der Meinung, von SAP nicht optimal informiert zu werden. Rund 28 Prozent haben sich um das Thema noch nicht gekümmert. Die Steigerung der Zahl von SOA-Projekten führt die DSAG allerdings primär auf einen erhöhten Einsatz von SAP ERP 6.0 zurück. Rund 31 Prozent der befragten Unternehmen sind laut Umfrage bereits auf SAP ERP 6.0 gewechselt. „Die Zunahme der SOA-Projekte stimmt zuversichtlich“, so Alfons Wahlers, Vorstandsvorsitzender der DSAG und CIO bei der Celesio AG. „Noch zeigt die Umfrage, dass die Beweggründe der Anwenderunternehmen, ihre IT-Landschaft in Richtung SOA zu modernisieren, aktuell hauptsächlich pragmatischer Natur sind.“

Rund 35 Prozent planen laut Umfrage ihren nächsten Releasewechsel deshalb, weil die Wartung ihrer bisherigen SAP-Lösungen ausläuft. Für ein weiteres Viertel steht die erweiterte Funktionalität von SAP ERP 6.0 im Vordergrund. Lediglich fünf Prozent gaben an, ein kommender Releasewechsel erfolge im Rahmen ihrer SOA-Strategie. „Dass Wartungsgründe und eine erweiterte Funktionalität in der Rangliste bei den Anwendern diesbezüglich vorne stehen, zeigt, dass ESOA derzeit nicht ganz oben auf der Agenda vieler Anwenderunternehmen steht. Die ERP-Umstellung und die kurzfristige Unterstützung der Fachabteilungen haben Vorrang. Daraus ergibt sich, dass ESOA derzeit von vielen Anwendern eher als ein parallel zum Releasewechsel laufendes Strukturierungsprogramm gesehen wird und nicht als zentrale IT-Strategie“, so Alfons Wahlers weiter. Dies betreffe allerdings nicht nur die Plattform von SAP: Rund die Hälfte der befragten Unternehmen betrachteten Service-orientierte Architekturen generell eher als IT- und nicht als strategisches Thema. Und das werde auch so bleiben, ist Alfons Wahlers überzeugt. Es gelte daher die Frage zu klären, wie sich die IT-Abteilungen mittelfristig hinsichtlich ESOA verbessern könnten. Dazu müsste den Abteilungen gezeigt werden, wie ein Umsetzungsprogramm zu ESOA aussehe und welchen Nutzen ESOA für die IT habe.

Henning Kagermann, Vorstandsvorsitzender der SAP AG, sagt: „Die Umfrage-Ergebnisse der DSAG zeigen sehr deutlich, dass unser Upgrade-Angebot von den Kunden gut angenommen wird. Wir bieten unseren Kunden mit SAP ERP 6.0 sehr viele Möglichkeiten, ihren individuellen Ansprüchen zu genügen. Sie können aufgrund des Konzepts der Erweiterungspakete genau die Funktionen auswählen, die sie brauchen.“ Und er führt weiter aus: „Es ist erfreulich, wenn die Umfrage zudem bestätigt, dass die Umstellung auf SAP ERP 6.0 bei den Kunden die tägliche Arbeit der Fachabteilungen dank neuer Funktionen erheblich erleichtert. Wichtig hierbei ist, dass die Unternehmen sofort in der Lage sind, eine SOA-Strategie zu entwickeln und dann umzusetzen. Mit SAP ERP 6.0 erschließt sich unseren Kunden das ganze Potenzial einer Enterprise Service-orientierten Architektur.“

Nutzen muss noch mehr ins Blickfeld rücken
„Die Umfrage belegt, dass hinsichtlich ESOA nach wie vor eine deutliche Wissenslücke unter den Anwendern besteht. Eine Vielzahl von ihnen kann den betriebswirtschaftlichen Mehrwert von ESOA noch nicht in dem Maß erfassen, um den Schritt in Richtung SOA zu unternehmen. Damit die Anwender dies tun, müssen die Wissensvermittlung und die Aufklärung intensiviert und um nachvollziehbare und überzeugende Praxisbeispiele angereichert werden“, erklärt Alfons Wahlers. Die SAP-Anwender benötigen mehr Informationen mit Realitätsbezug und weitere Erfahrungswerte. Dazu zählen Informationen, die es ermöglichen, den betriebswirtschaftlichen Nutzen von ESOA weiter zu erschließen. In diesem Jahr gestartete Programme der SAP sollten daher ausgeweitet und verstärkt werden. Anwender erwarten darüber hinaus praktische Handlungsempfehlungen oder Vorgehensmodelle für die Einführung. Das Verständnis für ESOA müsse daher durch verschiedene Veranstaltungen, die sich vom Endanwender bis hin zum CIO richteten, gesteigert werden.

Intensive Aufklärung
Die DSAG ist überzeugt: Nur eine intensivere Aufklärung kann dazu führen, dass sich die Zahl derjenigen erhöhen wird, die eine Plattformstrategie in Verbindung mit SOA entwickelt haben. Derzeit sind dies rund 28 Prozent, rund sechs Prozent mehr als im Vorjahr. Weitere 34 Prozent der befragten Unternehmen sind derzeit in der Planungsphase; rund 38 Prozent (2006: 43 Prozent) können noch auf keine Plattformstrategie verweisen. Bezüglich der Gründe für die fehlende Strategie gab es keine Verschiebungen zu den Umfrageergebnissen aus dem Vorjahr: Nach wie vor rangieren mangelndes Know-how sowie ein schwer einzuschätzender Nutzen und schwer abwägbare organisatorische, fachliche und technische Herausforderungen auf den vorderen Plätzen. Trotzdem gibt es auch hier positive Signale aus den Reihen der Anwender: Über die Hälfte der Anwender sieht eine Verbesserung ihrer Wettbewerbsfähigkeit mit ESOA einhergehen.

Der Aufklärungsbedarf auf Seiten der Anwender wird durch ein weiteres Ergebnis der Studie untermauert: Zwar wird der Nutzen von ESOA inzwischen stärker wahrgenommen, und rund 57 Prozent der Anwender bescheinigen der Plattformstrategie von SAP eine langfristige Ausrichtung. Rund 28 Prozent haben bereits eine Plattformstrategie entwickelt, knapp 60 Prozent davon setzen dafür SAP NetWeaver als zentrale Unternehmensplattform, rund 17 Prozent setzen die Technologieplattform in Koexistenz mit Produkten anderer Anbieter ein.

An der Online-Umfrage der DSAG zu Service-orientierten Architekturen und Plattformstrategien haben insgesamt 427 Mitgliedsunternehmen teilgenommen. Das sind rund 22 Prozent der DSAG-Mitglieder und rund 25 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Erhebung fand zwischen August und Anfang Oktober 2007 statt.

Über die DSAG
Die Deutschsprachige SAP-Anwendergruppe (DSAG) e. V. in Walldorf versteht sich als eine unabhängige Interessenvertretung aller SAP-Anwender in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ziel der DSAG ist es, bedarfsgerechte SAP-Lösungen zu schaffen. Die 1997 als eingetragener Verein gegründete DSAG zählt heute über 2.000 Mitgliedsunternehmen und hat sich als eine der größten SAP-Anwendergruppen weltweit etabliert.

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Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Anna Thiel, verantwortlich.

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