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Legenden leben länger – Faszination von Young- und Oldtimern ist ungebrochen

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Bonn/Hannover – Ein Auto ist ein Gebrauchsgegenstand. Doch ein Auto ist auch mehr. Manchmal nämlich pure Emotion. In dem 1968 gedrehten Thriller „Bullitt“ jagte Steve McQueen in einem getunten Ford Mustang hinter einem Dodge Charger R/T 440 Magnum her. „Ford sattelt seinen Mustang neu“, schreibt Thomas Imhof in der Welt am Sonntag http://www.wams.de. 40 Jahre nach dem Film mit der spektakulären Verfolgungsszene bringt der US-Autobauer Ford http://www.ford.com eine neue Bullitt-Version der amerikanischen Sportwagenikone auf den Markt. Dies hat eine Menge mit Gefühlen und mit Geschichte zu tun, und wohl weniger damit, dass ein Auto heute vor allem sicher, familientauglich und klimatechnisch stubenrein sein soll.

Doch wer hat schon das nötige Kleingeld, um einen Ford-Mustang aus den Vereinigten Staaten zu importieren, hinter dem man praktischerweise gleich einen Tankwagen mit Benzin herzieht? Jan Isnenghi will einen anderen Weg gehen und verspricht, dass seine Oldtimer Gegenstände für den täglichen Gebrauch und dazu noch auch für den nicht so dicken Geldbeutel erschwinglich seien. In Bonn handelt er daher mit so genannten „Alltagsklassikern“ http://www.alltagsklassiker.de und animiert seine Klientel mit dem Spruch „Fahre Deinen Traum“ zum Kauf eines Volvo P 1800 S Coupe aus dem Jahr 1968 zum Preis von 13.900 Euro oder eines Alfa Romeo Giulia 1300 für 11.900 Euro. Für die meisten der angebotenen Klassiker sei die steuerbegünstigte Zulassung als historisches Fahrzeug (H-Kennzeichen) möglich. Schon beim Einkauf achte er auf die Qualität, erläuterte Isnenghi im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) http://www.faz.net. Fahrzeuge, die erst aufwendig restauriert werden müssten, übernehme er nicht.

Das Durchschnittalter der rund 46 Millionen Pkw in Deutschland liegt bei ungefähr acht Jahren. Warum also nicht direkt zu einem Young- oder Oldtimer greifen, der nicht nur „alt“ ist, sondern meist auch eine gehörige Portion individuellen Charme verströmt? In einer Serie bat Spiegel-Online http://www.spiegel.de die eigenen Leser, über ihr „Altmetall“ zu berichten. Ein begeisterter Mercedes-Fahrer berichtet darüber, wie er seinen Schwaben nach Neuseeland verfrachtet hat. Mit seinen „zwei Tonnen Schwabenstahl“ ist Chris Ebbert, so der Spiegel-Online-Leser, augenscheinlich äußerst zufrieden. Er habe eine sowohl wirtschaftliche als auch vernünftige Wahl getroffen: „Alte Hasen flüsterten mir bereits, dass ein W 126 ohne weiteres Laufleistungen von einer halben Million Kilometern bewerkstelligen kann“. In Anlehnung an einen alten Werbeslogan könnte man sagen, dass nach ein paar hunderttausend Kilometern als erstes größeres Teil im Benz der Besitzer ausgewechselt wird.

Haben die Konzerne denn auch etwas von der Begeisterung für alte Autos? Wollen Sie nicht lieber ihre neuen Hightech-Produkte an die Frau oder an den Mann bringen. „Selbstverständlich geht es einem Automobilkonzern in erster Linie darum, auf dem neuesten Stand der technischen Entwicklung zu sein und damit Geld zu verdienen. Doch gerade in Deutschland haben wir eine sehr beeindruckende Automobiltradition. Und für die Hersteller aus dem Premiumsegment – also für Audi, BMW, Mercedes oder Porsche – wirft die Marken-Historie einen echten Mehrwert ab“, sagt der Gebrauchtwagenexperte Björn Kießwetter von der Hannoveraner Automobilberatung International Car Concept (ICC) http://www.icconcept.de. „Es stärkt das Image eines Unternehmens, wenn auch noch heute Leute mit 30, 40 oder 50 Jahre alten Autos unterwegs sind, die noch tadellos funktionieren und für die man ohne riesige Probleme Ersatzteile bekommt. Vielen Mercedes-Limousinen kommt beispielsweise zugute, dass sie schon vor Jahrzehnten ein eher klassisches und konservatives Erscheinungsbild abgaben, dass auch im Jahr 2007 noch als schön und stilvoll empfunden wird. Und die Technik gilt als geradezu unverwüstlich.“

Der Leiter des Mercedes-Benz Museums http://www.museum-mercedes-benz.com, Michael Bock, formulierte das gegenüber Faszination Oldtimer http://www.faszination-oldtimer.de folgendermaßen: „Im Premium-Segment ist die Historie durchaus wichtig und deshalb nutzen die Hersteller sie in zunehmendem Maße. Es geht auch ohne – Beispiel Lexus -, aber wenn man seine Herkunft belegen kann, dann geht es deutlich einfacher, glaubhafter und kompetenter.“ Wo es sinnvoll sei, werde man daher auch Neufahrzeuge über Belege aus der Marken-Historie unterstützen.

Inzwischen erfreuen sich auch Autos aus den 70er und 80er Jahren zunehmender Beliebtheit. Das Magazin Autobild-Klassik http://www.autobildklassik.de stellt in seiner aktuellen Ausgabe die „besten Klassiker der irren 80er“ vor. „Ein Ford-Granada galt damals als typisches Spießerfahrzeug. Heute ist die Karre Kult. Woran das liegt? Leute meiner Generation sind mit diesen Autos aufgewachsen. Die Eltern fuhren einen Capri oder einen Taunus, einen Opel Kadett, Kapitän oder Rekord. Wer sich heute ein solches Fahrzeug kauft, erwirbt sozusagen ein Stück aus seiner Kindheit. Außerdem können die meisten 30- oder 40-jährigen nicht sofort auf dem Oldtimermarkt einsteigen. Sie kaufen sich lieber einen Youngtimer und investieren vielleicht 3.000 oder 4.000 Euro für ein solches Automobil, schrauben ein wenig daran herum und treffen sich mit Gleichgesinnten“, sagt Michael Rolfsen von der Bonner Agentur Avaris Godot http://www.avaris-webdesign.de/michael-rolfsen.html. Rolfsen fährt einen Mercedes/8, quasi den „bürgerlichen 68er“ (Autobild-Klassik).

Die FAZ hat den Unterschied zwischen Youngtimer- und Oldtimer-Fans einmal folgendermaßen auf den Punkt gebracht. Viele Oldtimer-Sammler betrachteten ihr Hobby unter dem Aspekt der Geldanlage. Youngtimer-Freunde setzten hingegen andere Prioritäten. Sie wollen ein individuelles Auto fahren. Modernen Pkw können sie meist nicht so viel abgewinnen. Doch auch die 2007 gebauten Autos werden sicher einmal Kult. Sie teilen dann das Schicksal aller Youngtimer: „Gestern noch unbeachtete Massenware, heute etwas Besonderes mit dem unbeschreibbaren Etwas.“

Für alle wird diese Feststellung aber sicher nicht gelten. Und so stellte Autobild-Klassik unter der Rubrik „Zum Gähnen: Die öden 80er“ unter anderem den Ford Orion vor: „Raumschiff Ford Orion, bitte kommen. In Wirklichkeit hat keiner nach ihm gerufen. Praktisch war er ja, aber ungefähr so sexy wie ein fliegendes Bügeleisen. Wie was das noch: ‚Fährt der alte Lord fort, fährt er mit dem Ford fort... Ist es ein Orion, steht eines fest: Es gibt dann keine Kisses, von der alten Misses.“



Web: http://www.ne-na.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Ansgar Lange, verantwortlich.

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