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Virtuelle Fußballexperten, sprechende Automaten und sensorgesteuerte Autos

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Intelligente Dialogsysteme kommen aus Deutschland


Bonn/Saarbrücken - Beim diesjährigen Bonner Fachkongress Voice Days http://www.voicedays.de präsentierte das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) http://www.dfki.de den Ligabot. Der anthropomorphe Agent ermöglicht es, über ein Sprachdialogsystem aktuelle Informationen über Spielergebnisse, Spielorte, nächste Begegnungen und die Tabellensituation der laufenden Saison zu erfragen. Für die Interaktion mit den Benutzern wird in der vorliegenden Beispieldomäne Fußball ein virtueller Fußballexperte eingesetzt, der Fragen des Besuchers mit einer künstlichen Stimme sowie entsprechender Mimik und Gestik beantwortet. Für Gerhard Sagerer, Direktor und einer der Gründerväter des Cor-Labs ist die Verständigung zwischen Mensch und Maschine eine der entscheidenden Kriterien in der Roboterforschung: „Wir wollen Roboter bauen, die mit der häufig fehlenden Eindeutigkeit der menschlichen Kommunikation umgehen können, das heißt, dass sie auch nicht ganz klare verbale Anweisungen und Gesten sinngemäß interpretieren können", so der Wissenschaftler. Ziel sei es, dass sich die Maschine dem Menschen anpasse und nicht etwa umgekehrt.

„Die KI-Forschung in Deutschland verfolgt im Gegensatz zu anderen Ländern einen sehr pragmatischen und anwendungsbezogenen Ansatz. Unsere Wissenschaftler konzentrieren sich nicht auf die Erfindung von Computern mit menschlichem Bewusstsein. Sie entwickeln in enger Kooperation mit der Wirtschaft Technologien für den Alltag, die wir als Errungenschaften der KI-Forschung gar nicht mehr wahrnehmen – etwa bei der Analyse natürlicher Sprache. Mit rund 120 Unternehmen, die Dialogsysteme für Navigationsgeräte, Fahrkartenautomaten, Logistiksysteme oder Diktiersoftware entwickeln und marktfähig machen, liegen wir international an der Spitze. So zählt der Physik-Nobelpreisträger Theodor Hänsch das SmartWeb-Projekt von DFKI-Leiter Professor Wolfgang Wahlster zu den 100 Produkten der Zukunft, die unser Leben verändern werden – das ist sicherlich kein Zufall“, sagte Voice Days-Sprecher Bernhard Steimel. (Theodor Hänsch: 100 Produkte der Zukunft http://www.ullsteinbuchverlage.de/econ/buch.php?id=11788&page=buchaz).

Die Wissenschaftler wollen das Auto zum mobilen Informationszentrum machen. „Das SmartWeb-Auto macht dem Nutzer das Leben besonders leicht, weil es die Informationen auf Nachfrage in gesprochener Sprache liefert. Eine Reihe von Sensoren sammeln Daten rund um das Auto, die durchaus in der Lage sind, eine Gefahrenstelle, etwa eine glatte Fahrbahn, zu erkennen. Ist das der Fall, wird nicht nur der Fahrer des Wagens gewarnt, sondern auch die Insassen nachfolgender Fahrzeuge werden informiert. Das System ergreift das Wort und leistet aktive Hilfe“, erklärte Voice Days-Schirmherr Wahlster. Eine weitere Informationsquelle sei das Internet. Via Spracheingabe könne man nach Daten fragen, egal ob es um die letzten Fußballergebnisse gehe oder um die aktuelle Presseschau. „Im Vordergrund stehen jedoch sicherheitsrelevante Informationen. Sie reichen von Warnhinweisen und Staumeldungen bis zur Unterstützung bei der Parkplatzsuche. Die Informationen werden dem Fahrer als digitales Radiosignal übermittelt. Die Kommunikation mit dem Internet wird im Wagen über ein Bordgerät koordiniert. Dieses Instrument greift nicht bei jeder Nachfrage direkt auf das Internet zu. Es lädt vielmehr die Information einmal herunter und aktualisiert sie von Zeit zu Zeit. So wird der Zugriff auf Daten möglich, ohne ständig kostenpflichtige Mobilfunk-Verbindungen nutzen zu müssen“, so Wahlster.




Web: http://www.ne-na.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Gunnar Sohn, verantwortlich.

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