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Bildungskritik: Die deutschen Schüler und die Naturwissenschaften


Von medienbüro.sohn

Thumb Bonn/Düsseldorf - Im Jahr 2001 ging ein Aufschrei durch die Presse: Unsere Schüler leisten zu wenig. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) http://www.oecd.org veröffentlichte die Ergebnisse des ersten internationalen Pisa-Schultests. Die 15-jährigen deutschen Schüler landeten mit ihrer naturwissenschaftlichen Leistung abgeschlagen auf Platz 21 der 32 teilnehmenden Staaten. Die Kultusminister der Länder reagierten auf diesen Pisa-Schock mit einer breiten bildungspolitischen Debatte, an deren Ende die so genannte G8-Reform stand: Mittlerweile haben die meisten Bundesländer die Schulzeit bis zum Abitur auf zwölf Jahre verkürzt und die Lehrpläne modifiziert – mit umstrittenem Erfolg. Denn aktuelle Medienberichte zeichnen das Bild von überforderten Schülern mit einem durchschnittlichen Arbeitsaufwand von rund 50 Wochenstunden. „Schüler als Versuchskaninchen?“, so lautet eine Artikelüberschrift des Magazins Focus http://www.focus.de. Zwar schnitten die Schüler in der jüngsten Vergleichsstudie von 2006 schon besser ab, doch Experten streiten über eine generelle Vergleichbarkeit der Studien. Einem Bericht der Süddeutschen Zeitung http://www.sueddeutsche.de zufolge stellten die Pisa-Forscher in einer Sonderstudie außerdem fest, dass viele Neuntklässler in den Naturwissenschaften und in Mathematik innerhalb eines Schuljahres gar keine Fortschritte machen. Der Anteil der Kinder, die am Ende der vierten Klase in den Naturwissenschaften noch immer mit vorschulischem Wissen arbeiten, liegt laut einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung http://www.faz.net bei 3,9 Prozent. Ein Fazit des Jahrbuches Bildung auf einen Blick 2007 der OECD lautet, dass Deutschland auch beim Ausbau des tertiären Bildungssystems deutlich hinter den Durchschnitt im OECD-Raum zurückfällt. Nur jeder fünfte Abiturient nimmt demnach ein Studium auf. Gerade einmal 15 Prozent entscheiden sich dabei für die Ingenieurswissenschaft. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes http://www.destatis.de schrieben sich 2007 38.000 Studierende für den Studiengang Maschinenbau ein. „Bildungsstudien belegen, das Mädchen mittlerweile in fast allen schulischen Disziplinen die Nase vorn haben. Leider entschließen sich die Mädchen trotz ihrer besseren Schulnoten immer noch viel zu selten für ein ingenieurwissenschaftliches Studium“, so Udo Nadolski, Geschäftsführer von Harvey-Nash http://www.harveynash.de in einem Gespräch mit dem Resoom Magazin http://www.resoom-magazine.de. In Deutschland werden demnach bald mehr Ingenieure aus dem Erwerbsleben aussteigen, als in den letzten Jahren in den Arbeitsmarkt eingetreten sind. „Schlechte Schulleistungen kosten das Land jährlich bis zu einen halben Prozentpunkt Wirtschaftswachstum“, so Nadolski.

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