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Sprechender Lego-Roboter im Schuleinsatz

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Möglichkeiten der Mensch-Maschine-Interaktion spielerisch vermitteln


Saarbrücken/Stuttgart - Der beliebte Spielzeugroboter Mindstorms von Lego http://www.lego.com/deu/info/default.asp?page=mindstorms bewegt sich und kann über Sensoren seine Umgebung wahrnehmen. Wissenschaftler der Universität des Saarlandes http://www.uni-saarland.de/de haben ihm jetzt auch das Sprechen beigebracht und dafür ein einfach zu bedienendes Sprachdialogsystem entwickelt, das sich besonders für den Schulunterricht eignet. In Workshops der Saarbrücker Computerlinguisten konnten Schüler und Lehrer die sprechenden Roboter im IdeenPark in Stuttgart http://www.zukunft-technik-entdecken.de/ideenpark/ kennen lernen.

Es wurde vermittelt, wie ein Lego-Roboter selbst sprechen und Sprache verstehen kann. Dabei wird die Software DialogOS eingesetzt, die es einfach macht, Sprachdialoge nach eigenen Wünschen am Bildschirm grafisch zu entwerfen. Programmierkenntnisse werden nicht vorausgesetzt. In kurzer Zeit können kleine Dialoge gestaltet werden, um dem Roboter Anweisungen zu geben oder mit ihm die nächste Aktion auszuhandeln. Die Schnittstelle zum NXT-Stein, dem „Gehirn" des Roboters, macht es möglich, dass Sprachkommandos direkt in Bewegungsprogramme umgesetzt werden. So berichtet der Roboter, was er über seine Sensoren sieht oder fühlt. Er fragt dann nach Informationen, die er für seine nächsten Aktionen braucht.

Die integrierte Spracherkennung und Sprachausgabe machen es möglich, den Dialog in einer natürlichen Gesprächssituation direkt auszuprobieren: „Das ist ein wichtiges Kriterium für die Akzeptanz von automatischen Sprachsystemen. Der Mensch sollte mit seiner Alltagssprache komplexe Geräte steuern können. Häufig ist das aber nicht der Fall. Da muss man sich den Restriktionen der Maschine anpassen und das führt schnell zu Frustrationen“, weiß Lupo Pape, Geschäftsführer von SemanticEdge http://www.semanticedge.de in Berlin. Mit dem Lego-Roboter bestehe die Möglichkeit, spielerisch die Anwendungsbreite von Sprachdialogsystemen zu testen. „Nur so kann man Ängste und Hemmungen bei der Mensch-Maschine-Interaktion abbauen. Das Stuttgarter Projekt sollte bundesweit in allen Schulen zum Einsatz kommen“, fordert Pape im Gespräch mit dem Onlinemagazin NeueNachricht http://www.ne-na.de.

Neben der praktischen Einführung in die Gestaltung von Sprachdialog-Systemen vermittelte der Workshop auch Wissen über das Forschungsgebiet der Sprachtechnologie: Warum ist die Verarbeitung von Sprache, die jedes Kind mit vier Jahren beherrscht, für die Computertechnik eine Herausforderung? Was steckt hinter Systemen, die Sprache verlässlich verstehen und mit angenehmer Stimme reden können? Außerdem wurden sprechende Lego-Roboter vorgeführt, die von Studierenden der Universität des Saarlandes gebaut und mehrfach auf der Computermesse CeBIT zum Einsatz kamen. Die bei den Lego-Robotern eingesetzte Sprachsteuerungssoftware „Dialog OS" stammt von der CLT Sprachtechnologie GmbH http://www.clt-st.de/home, einem Spin-off-Unternehmen der Universität des Saarlandes.

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