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Cap Gemini Ernst & Young |

Keine Experimente in Krisenzeiten: Telekommunikationsausrüster setzen mehr auf Sicherung der Umsätze als auf neue Produkte

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Studie von Cap Gemini Ernst & Young zu den Reaktionen auf die Rezession


Sulzbach im Taunus, 11. Februar 2002 – Auf die Flaute in der High Tech Branche reagieren die Telekommunikationsausrüster derzeit über den klassischen Lösungsweg: Umsatz sichern und Kosten reduzieren. Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen (52 Prozent) nannte Umsatzstabilität als die wichtigste strategische Aufgabe während etwas weniger als 20 Prozent den Ansatz in der Kostenreduzierung sahen. Nur jeweils 14 Prozent sehen Produktinnovation und Flexibilität auf der Prioritätenliste ganz oben. Der eigenen Kundenbasis kommt dabei besondere Bedeutung zu und die Unternehmen wollen sie mit besseren Dienstleistungen und Kundenbindungsprogrammen pflegen. Neue Produkte stehen somit zumindest im Augenblick in den Managementetagen nicht an erster Stelle, wenn es um die Bewältigung der Krise geht. Dies ergab eine Studie der Management- und IT-Beratung Cap Gemini Ernst & Young bei 22 der führenden 40 Hersteller von Telekommunikationsprodukten sowie zehn der weltweit Top-20 Netzbetreibern. Befragt wurden nach dem 11. September 2001 leitende Manager bis hin zum CEO.

Trotz Krise Wachstum bei den Sprachdiensten

In ihrer Einschätzung von Umfang und Zeitpunkt des erhofften Aufschwungs reagieren die Unternehmen unterschiedlich. Die kurzfristigen Prognosen für die jährliche Entwicklung im Gesamtmarkt reichen von einem Minus von rund 25 Prozent bis hin zu einer Steigerung von 60 Prozent. Die Hoffnung liegt für die Hersteller in der mittelfristigen Zukunft: Ab dem Frühjahr 2003 setzen alle Befragten auf positive Wachstumsraten. Besonders optimistisch ist die Aussicht bei den Sprachdiensten. Dort prognostizieren die ebenfalls befragten Netzbetreiber bereits heute trotz Preisverfalls und hartem Wettbewerb ein kontinuierliches jährliches Wachstum von mehr als zehn Prozent.

Topziel ist wachsen oder mindestens Umsatz halten

Die meisten Telekommunikationsausrüster setzen beim Versuch den Umsatz zu steigern auf eine Ausweitung ihrer Kundenbasis. Allerdings erwartet man einen Anstieg der Kundenzahlen erst in ein bis zwei Jahren, einen wahren Kundenansturm gar erst in mehr als zwei Jahren. 44 Prozent setzen daher zunächst darauf, die bestehenden Abnehmer ihrer Produkte durch Kundenbindungsprogramme und Dienstleistungen an sich zu binden. Strategische Allianzen mit Partnerunternehmen gewinnen hierbei zunehmend an Bedeutung. Mit Hilfe der Partner können sich die Telekommunikationsausrüster auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren und sich gleichzeitig schneller auf die sich ändernden Marktanforderungen einstellen.

Kostenreduzierung durch Arbeitsplatzabbau

Rund 82 Prozent der befragten Hersteller von Telekommunikationsprodukten haben bereits mit Kostenreduzierungsprogrammen begonnen, von denen beinahe drei Viertel nach Aussagen der Manager erfolgreich sind. In erster Linie (60 Prozent) reduzieren die Unternehmen ihre Kosten durch den Abbau von Arbeitsplätzen. Mehr als die Hälfte sehen in einem geringeren Bestand sowie 40 Prozent der Hersteller von Telekommunikationsprodukten im Wechsel zu günstigeren Zulieferern Einsparungspotenzial.

Vor einem zu starken Personalabbau warnt jedoch Dr. Michael Schulte, Vice President und Leiter des Bereichs Manufacturing, Automotive & High Tech bei Cap Gemini Ernst & Young Zentraleuropa. „Der Personalabbau aus taktischen Gründen kann gefährlich sein, weil dies die Fähigkeit der Unternehmen beeinträchtigt, sich strategisch auf den Aufschwung vorzubereiten und diesen bei Eintritt auch effektiv zu nutzen. Das Kerngeschäft muss daher im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen und geschützt werden.“

Gerade im Hinblick auf Kostenreduzierung sowie Flexibilität wird verstärkt auch das Outsourcing eingesetzt. Das Argument der Einsparungen ist bei weitem der häufigste Grund für die derzeitigen oder früheren Outsourcing-Aktivitäten in den Unternehmen. Neben der kurzfristigen Kosteneinsparung, so Schulte, könne kontrolliertes Outsourcing entlang einer sich anpassenden Supply Chain auch Teil einer langfristigen Geschäftsstrategie sein, um ein flexibleres und mehr auf die Kerngeschäfte ausgerichtetes Unternehmen zu entwickeln.

Innovationen nur langfristig wichtig

Fortlaufende Innovationen im Sinne von Produkten (keine produktbegleitenden Dienstleistungen, Geschäftsprozesse oder Strategien) werden von über 90 Prozent der Befragten in einem Zeitrahmen von ein bis drei Jahren als sehr wichtig oder ziemlich wichtig bewertet. Dennoch sind die Hersteller von Telekommunikationsprodukten derzeit mehr an reduzierten Kosten und verbesserten Dienstleistungen für die Kunden als an Innovationen interessiert. Für Michael Schulte eine verständliche Reaktion: „Die Historie zeigt, dass die Telekommunikationsunternehmen enorme Innovationskapazitäten haben, aber Erfindungen nur um der Erfindung Willen sind nicht sinnvoll. Neue Ideen müssen so gesteuert werden, dass sie zum richtigen Zeitpunkt eingesetzt werden können.“

Fazit

Zum ersten Mal in ihrer noch recht kurzen Geschichte des Wettbewerbs hat die Telekommunikationsbranche mit dem Problem der Rezession zu kämpfen. Es besteht ganz klar das Bewusstsein, dass Initiativen für strukturelle und organisatorische Änderungen energisch vorangetrieben werden müssen, um den derzeitigen Abschwung zu überleben, und um gut in Form zu sein, vom erwarteten Aufschwung zu profitieren. „Das Hauptproblem ist, dass zu viele der derzeit verfolgten Initiativen, taktisch motiviert und eher reaktiv als proaktiv sind. Themen wie Allianzen, Outsourcing, Kundenbeziehungsmanagement und die Effizienz der Supply Chain müssen sorgfältig strukturiert und schnell umgesetzt werden, wenn die Vorteile langanhaltend und von strategischer Natur sein sollen“, fasst Michael Schulte die Ergebnisse der Studie zusammen.


Die Studie wurde von Cap Gemini Ernst & Young gemeinsam mit Gartner durchgeführt. Sie basiert auf einer Zufallsauswahl von 22 Herstellern von Telekommunikationsprodukten, die aus den 40 weltweit führenden Herstellern ausgewählt wurden. Um die Ergebnisse zu ergänzen und Perspektiven aufzuzeigen, wurde zusätzlich ein Sample von 10 Betreibern aus den 20 weltweit führenden Netzbetreibern ausgewählt. Die beteiligten Unternehmen zählen zu den führenden im Bereich Umsatz, globaler Präsenz und Produkt-/Dienstleistungsspektrum. Nur Entscheider auf Top Level mit Zugang zur globalen Unternehmensstrategie wurden befragt. In einigen Fällen wurden die Fragebögen über Telefonkonferenzen mit verschiedenen leitenden Führungskräften beantwortet, um sicherzustellen, dass die Antworten die Position des Unternehmens widerspiegeln und nicht nur die Ansicht eines einzelnen Mitarbeiters.


Cap Gemini Ernst & Young
Cap Gemini Ernst & Young ist eine der weltweit größten Gesellschaften für Management- und IT-Beratung sowie die größte Unternehmensberatung europäischen Ursprungs. In Deutschland steht das Unternehmen auf Platz zwei. Cap Gemini Ernst & Young bietet Strategie-, Management- und IT-Beratung, Systemintegration sowie Outsourcing auf globaler Ebene. Darüber hinaus werden Unternehmen bei der Entwicklung und Umsetzung von Wachstumsstrategien in der New Economy beraten. Die neu geformte Organisation beschäftigt weltweit mehr als 60.000 Mitarbeiter und erzielte 2000 einen Pro-forma-Umsatz von rund 8,5 Milliarden Euro. Mehr Informationen zu Cap Gemini Ernst & Young, den Dienstleistungen und Pressemitteilungen finden Sie unter www.de.cgey.com.

Für Rückfragen:
Cap Gemini Ernst & Young
Pressesprecher: Thomas Becker
Am Limespark 2
D-65843 Sulzbach
Tel.: 06196/999-1309
Fax: 06196/999-1777
thomas.becker@cgey.com

Web: http://www.de.cgey.com/presse


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