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Strahlt der Stuttgarter Stern demnächst in Kecskemét?

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Giuseppe Tomasi di Lampedusa und das Autoland Deutschland


Bonn/Köln – Daimler baut ein Werk in Ungarn. Für eine neue Generation von Kompaktwagen investiert der Stuttgarter Konzern 800 Millionen Euro in Kecskemét. Strahlt der Stern also demnächst nicht mehr in Deutschland, sondern in Ungarn? Um eine Absage an den Standort Deutschland handelt es sich bei dieser größten ausländischen Investition seit der Wende in Ungarn vor 19 Jahren nicht, urteilt Ursula Preuß in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) http://www.faz.net: „Mercedes investiert nämlich auch 600 Millionen Euro in das Werk im badischen Rastatt, in dem bisher schon A- und B-Klasse gebaut werden. Solche Investitionssummen dürfen getrost als handfestes Kompliment für die heimische Kompetenz betrachtet werden.“

Für die Standortwahl sprechen nach Konzernangaben nicht nur das Lohnniveau mit fünf Euro je Stunde, sondern vor allem die gute Ausbildung der ungarischen Arbeitskräfte, ein dichtes Netz an Zulieferern sowie eine gute Logistik. Mit der neuen Kompaktklasse will der Konzern, so die FAZ, gleichzeitig strengere Umweltauflagen der EU-Kommission erfüllen. Durch den verstärkten Verkauf kleinerer Autos kann Daimler als Hersteller überwiegend großer Fahrzeuge den Flottenverbrauch senken.

Wird Deutschland auch in den nächsten Jahren und Jahrzehnten noch ein Autoland bleiben? Im Gespräch mit dem Deutschlandfunk http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/803522 sagte dazu Uwe Röhrig, Ex-Vertriebschef für Mercedes-Benz und Maybach und Inhaber des Beratungsunternehmens International Car Concept (ICC) http://www.icconcept.de in Hannover-Langenhagen, Deutschland werde auch weiterhin ein Autoland bleiben: „Allerdings nicht mehr mit den alleinigen Verbrennungsmotoren, sondern die Zukunft gehört einzig und allein nach meinem Dafürhalten den Elektroantrieben, vielleicht übergangsweise den Vollhybrid-Fahrzeugen. Aber die Zukunft geht auch in der Entwicklung von Fahrzeugkonzepten weiter und damit sicherlich auch ein Großteil der Arbeitsplatzsicherung in der Automobilindustrie, denn immerhin jeder siebte Arbeitsplatz in Deutschland ist von der Automobilindustrie abhängig. Das schöne, verrückte Autoland Deutschland, das wird es auch in Zukunft noch geben.“

Ob der Stern also demnächst auch in Ungarn strahlt, Premiumhersteller wie BMW oder Mercedes sich verstärkt auf die Produktion von Klein- oder Kompaktwagen konzentrieren oder mit Toyota ein ernsthafter Konkurrent im Segment der „Luxuskarossen“ herangereift ist: Das Leben besteht aus Veränderung und Anpassung. Wie schrieb schon der italienische Schriftsteller Giuseppe Tomasi die Lampeduas in seinem Roman „Der Leopard“: „Wenn alles so bleiben soll, wie es ist, muss sich alles ändern."


Web: http://www.ne-na.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Alexander Wenger, verantwortlich.

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