info@PortalDerWirtschaft.de | 02635/9224-11
Suchmaschinenoptimierung
mit Content-Marketing - Ihre News
Fitch Ratings |

Fitch: Stabiler Ausblick für Deutsche Private Krankenversicherer

Bewerten Sie hier diesen Artikel:
1 Bewertung (Durchschnitt: 5)


Konsequenzen der Gesundheitsreform werden deutlich


Die Ratingagentur Ficht vergibt in einem neu veröffentlichten Report einen stabilen Ausblick für die Branche der deutschen privaten Krankenversicherer. Hierin spiegelt sich die Erwartung, dass die Zahl der Ratingherauf- und herabstufungen in den nächsten 12 - 18 Monaten gleich groß sein wird. In ihrer Studie analysiert Fitch die Auswirkungen des Wettbewerbstärkungsgesetzes („WSG“) und die Finanzstärke der deutschen privaten Krankenversicherungsbranche („PKV“).

„Das Wettbewerbsstärkungsgesetz wird weitere finanzielle Belastungen schaffen. Jedoch erwartet Fitch, dass die endgültigen Belastungen der Reform geringer ausfallen werden als zunächst angenommen“, sagt Tim Ockenga, Director im europäischen Versicherungsbereich von Fitch. Diese Beurteilung wird von der noch erfreulichen fundamentalen Ausgangslage des Krankenversicherungssegments unterstützt. Fitch betrachtet die deutsche Krankenversicherungsbranche als gut kapitalisiert und profitabler als die Lebens- und Schaden-/Unfallversicherung. Trotz der zusätzlichen finanziellen Belastungen aus dem WSG, erwartet Fitch, dass sich diese Situation mittelfristig nicht ändern wird.

In den letzten Jahren konnte die PKV ihre Eigenkapitalausstattung und ihre Rückstellungen für Beitragsrückerstattung („RfB“) deutlich ausbauen. Zum Jahresende 2006 belief sich die Rückstellung für Beitragsrückerstattung auf rund 9,4 Mrd. Euro und weist damit seit 2003 eine sehr positive Entwicklung auf. Trotz des Rückgangs der stillen Reserven auf festverzinsliche Wertpapiere verfügte die PKV über eine gute Kapitalausstattung zum Jahresende 2006. Der weitere Rückgang der stillen Reserven im Jahr 2007 wird diese Einschätzung voraussichtlich nicht ändern.

Im Jahr 2006 konnte die PKV einen weiteren Anstieg ihres Rohüberschusses auf 4,7 Mrd. Euro verzeichnen. Dabei ist die Qualität des Überschusses eindrucksvoll, da 2,7 Mrd. Euro beziehungsweise 57% des Rohüberschusses aus dem Sicherheitszuschlag und dem Risikoergebnis stammen, die nicht von Schwankungen der Kapitalmärkte betroffen sind.

Mit Ausnahme eines Rückgangs im Nettoneuzugang und im Neugeschäft der Krankheitsvollversicherung, hatte das WSG bis jetzt noch keine wesentlichen Auswirkungen auf die PKV. Besonders sind bis jetzt deutlich weniger Nicht-Versicherte als angenommen in den modifizierten Standardtarif eingetreten. Sollte es nicht zu einer Mindestverweildauer von zwei oder drei Jahren für den Basistarif kommen, erwartet Fitch, dass die Portabilität der Alterungsrückstellung zu intensivem Wettbewerb und einem deutlichen Anstieg des Neugeschäfts führen wird. Bei Einführung einer Mindestverweildauer erwartet Fitch, dass die Portabilität der Alterungsrückstellung keinen wesentlichen Einfluss auf das Neugeschäft der PKV haben wird.

„Nach Ansicht von Fitch wird der Basistarif keine wesentliche Rolle im Neugeschäft spielen, da seine Ausgestaltung für den größten Teil potentieller Kunden zu unattraktiv ist“, sagt Axel Großpietsch, Associate Director im europäischen Versicherungsbereich von Fitch. „Diese Situation kann sich mittelfristig ändern, besonders wenn ältere Versicherungsnehmer die Schutzfunktion des Basistarifs in Anspruch nehmen sollten.“

Fitch geht davon aus, dass gewisse politische Kreise die Gesundheitsreform als Versuchsballon ansehen, um die Effekte der Portabilität der Alterungsrückstellung und des Basistarifs testen zu können. Im Falle von überschaubaren Konsequenzen, wird aus diesen Kreisen weiterer Druck auf die PKV erwartet.

Der Report mit dem Titel „Deutsche Private Krakenversicherer – Nun da sich der Nebel lichtet“ ist auf der Internetseite www.fitchratings.com verfügbar.


Web: http://www.fitchratings.com


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Christian Giesen, verantwortlich.

Pressemitteilungstext: 405 Wörter, 3250 Zeichen. Als Spam melden

Unternehmensprofil: Fitch Ratings

Fitch Ratings ist eine internationale Full-Service-Ratingagentur mit mehr als 2.100 Mitarbeitern – davon ca. 1.000 Analysten – und Büros in über 30 Ländern. Die Zentralen befinden sich in London und New York.

Die Fitch Group ist einer der weltweit führenden Anbieter von Finanzinformationen. Neben der Ratingeinheit gehören mit zur Gruppe: Fitch Solutions, führender Anbieter von Daten rund um die Kreditmärkte sowie Angeboten für das Risikomanagement;
Fitch Learning, ein Anbieter von Trainings- & Weiterbildungsangeboten für die weltweite Finanzbranche sowie
BMI Research, ein Anbieter von Länder- und Branchenanalysen mit einem Schwerpunkt auf Entwicklungsländern.
Die Mehrheit an der Fitch Group liegt zu 80 Prozent im Besitz der amerikanischen Hearst Corporation.


Kommentare:

Es wurde noch kein Kommentar zu diesem Thema abgegeben.



Ihr Kommentar zum Thema





Weitere Pressemitteilungen von Fitch Ratings lesen:

Fitch Ratings | 04.09.2015

Finanzierung in Städten und Gemeinden sichern

Über das Buch Ob bei Kommunen von "Stärkungspakt" oder bei Ländern von "Rettungsschirmen" gesprochen wird, die dahinterliegenden Probleme sind ähnlich: In jedem Fall geht es um drohende Zahlungsschwierigkeiten bei einst für "absolut sicher" geh...
Fitch Ratings | 24.04.2013

Fitch - Österreichische Versicherer

Die Bruttoprämieneinnahmen im österreichischen Versicherungsmarkt fielen 2012 um 1,2%, nachdem sie bereits im Jahr 2011 um 1,7% gefallen waren. Der Rückgang ging in beiden Jahren einzig auf den starken Rückgang im Lebens¬versicherungsgeschäft z...
Fitch Ratings | 13.02.2013

Fitch: Stabiler Ratingausblick für Schweizer Versicherungsbranche 2013

Die Schweizer Lebensversicherungen leiden besonders aufgrund des vergleichsweise hohen Anteils von Garantieprodukten unter dem gegenwärtigen Niedrigzinsumfeld. Auf der anderen Seite genießen sie die Vorteile stabiler ökonomischer und finanzieller ...