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Deutschland ist auf ausländische Fachkräfte aus ökonomischen und demographischen Gründen angewiesen

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– Bisher fand oft nur eine Zuwanderung in die Sozialsysteme statt


von Ansgar Lange

Bonn/Berlin – Deutschland will die Türen für Hochqualifizierte ein Stückchen weiter öffnen. Das Bundeskabinett berät heute über einen Aktionsplan zur Zuwanderung. Ein gemeinsames Papier von Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) und Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) sieht nach Medienberichten vor, den Zuzug von so genannten High Potentials zu erleichtern. Mit einem „Aktionsprogramm“ unter dem Titel „Beitrag der Arbeitsmigration zur Sicherung der Fachkräftebasis“ will die Regierung dem Fachkräftemangel in Deutschland begegnen. Gelockert werden sollen die Zuzugsregeln für Akademiker aus den neuen Mitgliedstaaten der Europäischen Union sowie aus Drittstaaten.

„Es ist zu begrüßen, wenn die Mindesteinkommensgrenzen für Hochqualifizierte von bisher 86.400 Euro auf 63.500 Euro pro Jahr gesenkt werden. Den ersten Wert konnten zum Beispiel teilweise selbst ausländische Professoren nicht erreichen. Ich kann auch dem Vorschlag des Bundesverbandes Junger Unternehmer einiges abgewinnen, eine Absenkung auf die Hälfte des zurzeit noch geltenden Wertes, also auf 43.200 Euro, vorzunehmen. Die Zeiten haben sich geändert. Früher haben wir als Personalberater beispielsweise nur Leute mit einem Jahresgehalt ab 80.000 Euro gesucht und vermittelt. Jetzt steigen wir schon bei 40.000 bis 50.000 Euro an“, so der Kölner Personalberater Marc Emde von KCP Executives http://www.kcp-executives.de. Emde möchte auch vermieden wissen, dass Konzerne bevorzugt werden und Mittelständler das Nachsehen haben. „Mittelständler konnten es sich in der Vergangenheit oft schlicht nicht leisten, über 86.000 Euro auszugeben. Dabei brauchen auch sie Leute mit internationaler Erfahrung.“

Die neuen Regelungen sollen bis ab dem 1. Januar 2009 in Kraft treten. „Die Politik muss nun alles dafür tun, um dieses Paket den Menschen verständlich zu machen. Die Botschaft muss klar sein: Wir brauchen Zuwanderung von Hochqualifizierten. Was wir nicht brauchen, ist Zuwanderung in unsere Sozialsysteme. Arbeitskräfte aus osteuropäischen Beitrittsländern wie Polen, Bulgarien oder Rumänien, die nur gering qualifiziert sind, dürfen auch weiterhin nicht schrankenlos auf den deutschen Arbeitsmarkt. Es muss also kein Arbeiter Angst um seinen Job haben“, betonte Emde. „Die Ausnahme vom EU-Grundsatz der Arbeitnehmer-Freizügigkeit wird bis 2011 verlängert“, schreibt die WAZ http://www.derwesten.de.

Das ZDF http://www.zdf.de verweist auf eine Studie des Bonner Instituts für Wirtschaft und Gesellschaft vom Juni 2008. Demnach ist zwischen 1996 und 2006 die Gruppe der Menschen mit Migrationshintergrund um 3,5 Millionen gewachsen. 83 Prozent davon gehören zum wirtschaftlich schwachen Bevölkerungsteil. Der Leiter dieser Studie, Professor Meinhard Miegel, kommentierte die Ergebnisse wie folgt: „Von diesen 3,5 Millionen sind 600.000 in den wirtschaftliche starken Bevölkerungsteil gekommen. Das sind die qualifizierten Leute. Wenn die Qualifikationen vorhanden sind, dann gibt es an sich keine Barrieren, diese Menschen zu integrieren. Aber die überwältigende Mehrheit hat nicht die Qualifikationen, die erforderlich sind, um in einer hochentwickelten Volkswirtschaft wie der deutschen Fuß zu fassen.“


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Gunnar Sohn, verantwortlich.

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