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EVB-IT Systemvertrag stößt bei den Behörden noch auf wenig Gegenliebe

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Vergabeprozesse sind in den Augen der Verantwortlichen schwieriger geworden


(Köln, 18.08.2008) Die öffentlichen Verwaltungen mühen sich mit dem seit letztem Jahr gültigen EVB-IT Systemvertrag ab. Er ermöglicht die Regelung umfangreicher Beschaffungsprojekte für Hard- oder Software, Integrations- und Anpassungsleistungen oder die Herbeiführung der Betriebsbereitschaft auf einer werkvertraglichen Grundlage. Doch nach einer Befragung von 78 Beschaffungsstellen in Bundes- und Landesbehörden durch das Beratungshaus INFORA GmbH haben die Vergabespezialisten bisher mehrheitlich schlechte Erfahrungen mit diesem Vertragstyp gemacht. Hauptgründe sind ihrer Ansicht nach vor allem, dass er zu kompliziert sei und den Beschaffungsprozess erschwere.

So hat der bisherige Umgang mit dem EVB-IT Systemvertrag lediglich in jedem zehnten Fall zu einer positiven Einschätzung geführt. Demgegenüber geben in der INFORA-Erhebung 58 Prozent zu Protokoll, dass sie damit eher schlechte Erfahrungen gemacht haben. Bei 22 Prozent der Befragten halten sich die positiven und negativen Resultate etwa die Waage.

Die größten Schwierigkeiten haben die Beschaffungsverantwortlichen mit der Verständlichkeit des EVB-IT. Sie wird von drei Viertel als problematisch bewertet, was in den Augen von 62 Prozent der Befragten dazu beiträgt, dass die Beschaffung deutlich schwieriger geworden ist. Jeder Dritte kommt sogar zu der Einschätzung, dass damit Verunsicherungen bei den Anbietern entstehen. Zudem monieren 44 Prozent, dass in einem Maß juristische Kenntnisse erwartet werden, die in der Praxis nicht bestehen. Auch der erwartete Effekt, dass durch die Standards der Vergabeprozess vereinfacht wird, entspricht nur den Erfahrungen von einem Drittel. Doch den praktischen Problemen bei der Nutzung des EVB-IT Systemvertrages steht auch ein wesentlicher Nutzen gegenüber. So ist jeder zweite Vergabespezialist in den Behörden trotzt aller sonstigen Kritik der Meinung, dass er die Vergaberisiken mindert.
„Angesichts der vielfältigen Neuerungen und inhaltlichen Verflechtungen verbergen sich hinter diesem Vertragstyp des EVB-IT Systemvertrags zweifellos ganz erhebliche Herausforderungen“, urteilt Per Wiegand, Geschäftsbereichsleiter bei der INFORA. Allerdings sieht er Licht am Horizont. „Mit wachsender Erfahrung dürften sich in der Praxis die meisten Schwierigkeiten sukzessive abbauen“, erwartet der Consultant.

Über INFORA:
Die INFORA GmbH ist seit mehr als 25 Jahren ein innovatives, hoch spezialisiertes und herstellerunabhängiges Beratungshaus. Mit Standorten in Köln, Berlin, Hamburg, München und Dresden unterstützt sie Kunden von der ersten Konzeptidee bis zur erfolgreichen Umsetzung. Besonderen Wert legt INFORA dabei auf die praxisbezogene Konzeption und wirksame Umgestaltung von Geschäfts- und Automationsprozessen. Zu ihren Beratungskunden gehören im Industriebereich beispielsweise die DaimlerChrysler AG, Vissmann, INA Schaeffler, Deutsche Airbus, Henkel, Minolta, Procter & Gamble und Schering, in der Öffentlichen Verwaltung Kunden wie das Bundesministerium des Innern, das Bundesministerium der Finanzen, die Bundesagentur für Arbeit oder das Bundeskanzleramt.
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