info@PortalDerWirtschaft.de | 02635/9224-11
Suchmaschinenoptimierung
mit Content-Marketing - Ihre News
medienbüro.sohn |

Wettbewerb um Grüne Punkt-Abfallentsorgung erreicht nicht den Verbraucher

Bewerten Sie hier diesen Artikel:
1 Bewertung (Durchschnitt: 5)


BellandVision-Geschäftsführer vermisst Transparenz bei erzielten Einsparungen


Köln/Pegnitz, 2. September 2008, www.ne-na.de - Der Geschäftsführer des Pegnitzer Entsorgungsspezialisten BellandVision, Thomas Mehl, fordert im Interview mit dem Deutschlandfunk http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/840677 die Weitergabe von Einsparungen beim Grünen Punkt an die Endverbraucher. Bis zu 400 Millionen Euro könnten jährlich durch den Wettbewerb der Firmen an den Handel weitergegeben - und damit der Verbraucheranteil am Recycling-System gesenkt werden.

„Wettbewerb ohne Nutzen für den Verbraucher erscheint nicht besonders sinnvoll. Experten schätzen, dass durch den Wettbewerb jährlich zirka 300 bis 400 Millionen Euro eingespart werden können. Jetzt geht es aber darum, dass die Einsparungen auch bei denen ankommen, die die Entsorgung, das Recycling tatsächlich bezahlen, und das sind nun mal die Endverbraucher. Seit Bestehen der Verpackungsverordnung bezahlt nämlich jeder Verbraucher beim Einkauf seiner täglichen Produkte über den Einkaufspreis gleich das Recycling der Verpackung mit“, so Mehl.

Bei einem Großteil der Produkte belaufen sich nach seinen Angaben die Gesamtkosten je nach Verpackungsgröße, aber auch Material zwischen einem halben und zehn Cent. „Unter Berücksichtigung der neuen Rabatte könnten die Produktpreise für den Verbraucher somit um bis zu drei Cent reduziert werden. Ich denke, dass das für den Verbraucher eine schöne Einsparung wäre“, erklärte Mehl gegenüber dem Deutschlandfunk. Die Hersteller würden die erzielten Rabatte teilweise nicht an den Handel weitergeben. „Für die Handelsunternehmen bleibt es damit völlig undurchsichtig. Das hat zur Folge, dass der Handel weiterhin die alten hohen Lizenzpreise in seinem Einkaufspreis bezahlt und der Endverbraucher damit leer ausgeht“, kritisierte Mehl.

Gerade weil man die Möglichkeit zur Kosteneinsparung erkannt habe, seien viele Handelsunternehmen Partner seines Unternehmens geworden. Diese Händler wollen die Preise von unnötigen Aufschlägen bereinigen, um die Lebenshaltungskosten zu einem erträglichen Niveau zu führen. Kritisch äußerte sich der Entsorgungsexperte mit den so genannten Trittbrettfahrern auseinander, die die Sammel- und Recycling-Einrichtungen ohne Gegenleistung nutzen würden- „Manche sind sogar so unverschämt und lassen sich die Lizenzgebühren vom Handel im Einkaufspreis mitbezahlen, ohne diese Gebühren jedoch an ein Duales System abzuführen. Und hier sprechen wir nicht von Ausnahmen, sondern von schätzungsweise 20 bis 25 Prozent, die zum eigenen wirtschaftlichen Vorteil das System der Gelben-Sack-Sammlung aushöhlen“, monierte der BellandVision-Chef im Gespräch mit dem Deutschlandfunk.


Web: http://www.ne-na.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Silke Landwehr, verantwortlich.

Pressemitteilungstext: 292 Wörter, 2209 Zeichen. Als Spam melden


Kommentare:

Es wurde noch kein Kommentar zu diesem Thema abgegeben.



Ihr Kommentar zum Thema





Weitere Pressemitteilungen von medienbüro.sohn lesen:

medienbüro.sohn | 27.03.2009

Sascha Lobo und die halbautomatische Netzkommunikation

Berlin/München, 27. Februar 2009, www.ne-na.de - Millionen Deutsche sind mittlerweile in sozialen Netzwerken wie XING, Wer-kennt-wen, Facebook oder StudiVZ organisiert, haben ein Profil und präsentieren sich auf irgendeine Art im Web, ob mit Bilder...
medienbüro.sohn | 24.02.2009

Visuelles Merchandising als Servicestrategie im Einzelhandel

Köln, 23. Februar 2009, www.ne-na.de - Ob in der U-Bahn, in der Bank oder in Supermärkten – Elektronische Medien haben das visuelle Merchandising revolutioniert und schaffen völlig neuen Präsentations- und Informationsmöglichkeiten. Laut einem ...
medienbüro.sohn | 20.02.2009

Verpackungsabfall: Branchenlösungen graben haushaltsnaher Entsorgung das Wasser ab

Von Gunnar Sohn Berlin/Bonn - Die Verpackungsverordnung in der neuen Fassung ist seit dem 1. Januar in Kraft. Die Novellierung sollte einen fairen Wettbewerb für das Recycling von Verpackungsmüll sicherstellen und die haushaltsnahe Abfallsammlu...