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Logistikbranche in der Krise: Unternehmen kooperieren bei Konsumgüterlieferung

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Volle LKWs und weniger „Rampenkontakte“


Frankfurt/Viersen/Pfäffikon (Schweiz), 19. September 2008, www.ne-na.de - Stetige Dieselpreisexplosionen und geplante Mauterhöhungen stürzen Logistikunternehmen in eine ernste Krise. Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes http://www.destatis.de erhöhte sich der Dieselpreis im Vergleich mit August 2007 um 19,3 Prozent, „in den vergangenen drei Jahren um satte 40 Prozent“, klagt Klaus Hellmann, geschäftsführender Gesellschafter der Hellmann Worldwide Logistics gegenüber dem Handelsblatt http://www.handelsblatt.de.

Doch damit nicht genug, denn das Bundeskabinett hat im Rahmen eines Klimapaketes beschlossen, zum 1. Januar 2009 den Mautpreis für schwere Lkws von 13,5 auf 16,3 Cent anzuheben. Mit einer Mautspreizung zum Klima- und Umweltschutz habe dieser Beschluss nichts zu tun, sagt der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung BGL http://www.bgl-ev.de. Es gehe um reines Abzocken, das über kurz oder lang den Verbraucher treffe, zudem stünden Tausende von Arbeitsplätzen und mittelständische Existenzen auf dem Spiel.

Um dieser düsteren Zukunftsprognose entgegen wirken zu können, müssen Unternehmen zunehmend kreativ handeln lernen. Das bestätigt auch der Logistikexperte Reto Gianotti, Sales and Marketing Vice Managing Director des Unternehmens Pesa http://www.pesa.ch, im Gespräch mit NeueNachricht http://www.ne-na.de: „Die Logistikbranche muss sich in Zukunft der komplizierten Aufgabe stellen, das gleiche Volumen mit weniger Bewegung durchzuführen. Einerseits hilft dabei die Technik: Moderne Systeme etwa können automatisch das Volumen von Verpackungen messen und bei der idealen Auslastung von Transportfahrzeugen helfen. Darüber hinaus könnten Unternehmen in Zukunft beim Transport von Synergie-Effekten profitieren“.

Das bestätigt Romald Heuvelsmanns, Customer Logistics Director der Mars Services GmbH, in einem Gespräch mit der Lebensmittelzeitung. Die Herausforderungen, die aufgrund von Ressourcenknappheit und Sonderzuschlägen auf die Unternehmen zukommen, seien allein nicht mehr zu bewältigen. Mars und Ferrero hätten daher beschlossen, in der Distribution zusammenzuarbeiten und gemeinsam volle Lkws auf den Weg zu schicken. Bislang beschränke sich diese Partnerschaft jedoch auf den Raum Köln-Düsseldorf. Doch sie scheint erste Früchte zu tragen: „Händler rufen an und fragen schon, wann wir damit bei ihnen anfangen“, so Heuvelsmanns. Denn weniger Rampenkontakte seien auch für den Handel vorteilhaft. Zukünftig strebe man außerdem an, durch weitere Partnerschaften Leertransporte auf dem Rückweg zu vermeiden.


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Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Patrick Schröder, verantwortlich.

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