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Münchener Studentin leistet Pionierarbeit an der AMAZONICA-Akademie im Regenwald von Ecuador

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Wissenschaftlicher Tourismus


München, 1. Oktober 2008 – An der AMAZONICA-Akademie im ecuadorianischen Regenwald startet das erste internationale Forschungsprojekt. Die Fakultät für Tourismus an der Hochschule München hat sich zum Ziel gesetzt, den Waldbewohnern durch einen einzigartigen „Wissenschaftlichen Tourismus“ Einnahmequellen in ihrem traditionellen Lebensraum zu schaffen. Dabei soll eine Form des Tourismus entwickelt werden, die den Indios das Arbeiten im Einklang mit der Natur ermöglicht. Unter dem Stichwort „Scientific Tourism“ beginnt eine Diplomandin, gemeinsam mit den Indios, dieses Vorhaben umzusetzen.

„Es wird eine Kunst sein, einen Tourismus in der Form zu entwickeln, dass er den Indios nutzt, ohne ihren traditionellen Lebensraum zu gefährden“, erläutert der Tourismusexperte, Prof. Dr. Theo Eberhard. „Scientific Tourism“ oder „Wissenschaftlicher Tourismus“ lautet das Zauberwort, das seine Diplomandin Heike Schilling (28) in ihrer Diplomarbeit mit ersten Inhalten füllen soll. Gemeint ist damit, dass die Indios den Gästen der Akademie bei ihren Forschungsvorhaben als Partner zur Seite stehen – statt für exotisches Entertainment abenteuerlustiger Pauschaltouristen zu sorgen.

Noch sind die Lehrstätten der ersten Urwald-Akademie inmitten der Amazonasregion Ecuadors improvisiert. Sanitätsstation und Gemeindehaus des angrenzenden Indiodorfes Sharamentsa dienen als Quartier und Hörsaal, weil der Stiftung AMAZONICA für den Bau der Schulungsgebäude noch nicht ausreichend Geld zur Verfügung steht. Die Münchener Tourismusstudentin Heike Schilling lässt sich von schlichten Rahmenbedingungen nicht beeindrucken. Sie brennt darauf, als Grundlage für ihre Diplomarbeit im Regenwald die Möglichkeiten für einen „Akademischen Tourismus“ auszuloten.

Erste Schritte hat Heike Schilling gemeinsam mit den Achuar-Indios bereits unternommen. Zusammen haben sie ein Konzept für „Themenpfade“ unterschiedlicher Schwierigkeitsstufen entwickelt, die bis zu sieben Stunden durch den Wald führen. Die Wege sind bereits angelegt und dokumentiert. Künftige Akademiebesucher können zu einer „Fotosafari“, einem „Inselbesuch mit exotischen Vogelarten“, einer „Stippvisite bei Affenherden“ oder den „Fundstellen seltener Medizinalpflanzen“ aufbrechen.

„Wir haben hier einmalige Arbeitsbedingungen für Studenten verschiedenster Fachrichtungen und ein Projekt, das uns vor große Herausforderungen stellt“, berichtet der Dekan der Fakultät für Tourismus an der Münchner Hochschule, Prof. Dr. Theo Eberhard, nach seinem ersten Besuch in Sharamentsa. „Wir wollen den Indios eine neue Einnahmequelle erschließen, ohne ihre Kultur und ihren traditionellen Lebensraum zu gefährden. Sie sollen nicht zu reinen Dienstleistern verkommen, sondern auch weiterhin im Einklang mit der Natur als „Waldhüter“ für das wichtigste Waldökosystem unserer Erde fungieren können.“

Eberhard überzeugte sich vor Ort davon, dass die Wahl der ersten Studentin der AMAZONICA-Akademie die richtige war, denn sie hat eine verantwortungsvolle Aufgabe übernommen. Als eine der ersten „Fremden“ wird sie die Vorstellung der Achuar von ihren künftigen ausländischen Besuchern maßgeblich prägen. Diese „Botschafterin der akademischen Welt“ ist zweifellos gut gewählt. Schon binnen weniger Wochen konnte Heike Schilling eine freundschaftliche Beziehung zu den Dorfbewohnen aufbauen und dank ihrer Spanischkenntnisse hat sie auch keine Probleme, sich mit den meisten ohne Übersetzer zu verständigen. „Es ist unglaublich, wie viel Vertrauen und Engagement die Achuar aufbringen. Man spürt ganz deutlich, wie gut die Zusammenarbeit mit der Leiterin der Urwald-Akademie Mascha Kauka funktioniert und welches Vertrauensverhältnis hier gewachsen ist“, schildert sie ihre Erfahrungen.

Nach seinem ersten Orientierungsbesuch hat Professor Dr. Theo Eberhard beschlossen, schon im Mai nächsten Jahres mit einer ersten Gruppe deutscher Studenten und Dozenten der verschiedensten Fakultäten zu einem interdisziplinären Musterseminar an die AMAZONICA-Akademie aufzubrechen. Ein weiterer Schritt zur Erfüllung des Lebenstraums der Mascha Kauka, möglichst viele Menschen für den Erhalt des Amazonasbeckens zu gewinnen.


Über AMAZONICA

Unter dem Dach des Namens AMAZONICA vereinen sich vielfältige Aktivitäten im Amazonas-Regenwald. AMAZONICA hat es sich zur Aufgabe gemacht, das bedeutendste Waldökosystem der Erde gemeinsam mit den dort lebenden Indio-Völkern für die Menschheit zu bewahren. Eine wesentliche Säule dieser Aktivitäten bildet die Urwald-Akademie in Ecuador. Diese Forschungs- und Lehreinrichtung, die Wissenschaftlern und Studierenden aus aller Welt offen steht, wurde ins Leben gerufen, um Verständnis für den tropischen Regenwald zu vermitteln. Ein ebenso wichtiges Anliegen ist das Weitergeben und Vertiefen von Erkenntnissen über zukunftsweisende Formen der Gemeindeentwicklung aus erprobten Modellprojekten im Wald. Die Schirmherrschaft liegt bei der UNESCO. Unterstützt wird AMAZONICA unter anderem von der Regierung Ecuadors und dem deutschen KLIMA-BÜNDNIS. Gründerin und Vorsitzende der Stiftung AMAZONICA ist die Verlegerin Mascha Kauka, die sich seit 25 Jahren als Entwicklungshelferin, Umweltexpertin und Ratgeberin der Indios in der Amazonasregion engagiert.

Das Amazonasbecken ist der größte Süßwasserspeicher unseres Planeten. Annähernd ein Drittel der gesamten Süßwasserreserven der Erde wird in dieser Flusslandschaft im nördlichen Teil Südamerikas gehalten und erneuert. Das Weltklima wird durch den tropischen Regenwald maßgeblich beeinflusst, denn ein intakter Tropenwald stabilisiert den Weltwasserhaushalt und reinigt die Atmosphäre von Verschmutzungen und klimaschädlichen Gasen wie dem CO2.


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