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Praxisbezogene Antworten zu CE und Produkthaftung auf der Fachtagung CE im Maschinenbau 2008

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Kissing, 28. Oktober 2008 – Für viele Hersteller steht das Kürzel CE für Zeitdruck bei der Erstellung der vorgeschriebenen Unterlagen und sich ständig ändernde rechtliche Anforderungen. Speziell im Maschinenbau werfen die neue Maschinenrichtlinie 2006/42/EG und Normen wie EN ISO 13849-1 und EN ISO 14121-1 viele Fragen auf. Diese Fragen werden auf der „Fachtagung CE im Maschinenbau 2008“, die am 02./03. Dezember 2008 in Hagen stattfindet, von erfahrenen Referenten beantwortet. Dabei liegt der Schwerpunkt der WEKA MEDIA-Fachtagung auf der Übersetzung der CE-Vorschriften sowie auf wichtigen produkthaftungsrechtlichen Fragen in der Praxis.

Spätestens ab 29.12.2009 führt kein Weg mehr an der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG vorbei, denn ab diesem Zeitpunkt ist sie anzuwenden. Welche Änderungen bringt die neue Maschinenrichtlinie hinsichtlich Konstruktion, technischer Dokumentation und CE-Konformitätsbewertung mit sich und was ist zu tun? Jörg Eltert, HelpDesign, Wendlingen am Neckar erläutert wichtigsten Neuerungen in seinem Vortrag ausführlich und ermöglicht den Teilnehmern einen schnellen Einstieg.

Wo immer Maschinen in Gebrauch genommen werden, setzt sich der Mensch Gefährdungen aus. Daher hat der Maschinenhersteller eine Risikobeurteilung durchzuführen, um alle für seine Maschine geltenden Sicherheits- und Gesundheitsschutzanforderungen zu ermitteln. Im Dezember 2007 ist die Sicherheitsgrundnorm zur Risikobeurteilung von Maschinen als EN ISO 14121-1 erschienen. Gegenüber der inzwischen zurückgezogenen Vorgängernorm EN 1050 wurden sowohl begriffliche als auch inhaltliche Anpassungen vorgenommen. Die Änderungen bespricht Hermann Kagerer, Aerolog, München ausführlich. Dabei geht er unter anderem auf die geänderte Verfahrensweise und die modifizierte Darstellung der Nachweisdokumentation ein.

Die EN ISO 13849-1 ist spätestens ab Ende 2009 anzuwenden. Aber bereits jetzt verlangen viele Kunden von ihren Lieferanten die Bewertung von Steuerungen nach dieser Norm. Sie ersetzt EN 954-1 und ist deutlich komplexer als diese. Die Ermittlung eines erforderlichen Performance Levels (PLr), die Berechnung der mittleren Zeit bis zum Ausfall (MTTF) bzw. bis zum gefahrbringenden Ausfall (MTTFd) oder des Diagnosedeckungsgrades bedingen eine wesentlich mathematischere Herangehensweise. Doch Jo Horstkotte, Ingenieurbüro Horstkotte in Baden-Baden führt vor, dass EN ISO 13849-1 keine unlösbaren Aufgaben stellt, wenn um sicherheitsbezogene Teile von Steuerungen geht.

Produkthaftung und CE: Ist effektiver Schutz möglich? Diese Frage beantwortet Rechtsanwalt Dr. Oliver Rothe, Nörr Stiefenhofer Lutz Partnerschaft, Düsseldorf. Dabei bespricht er die Grundzüge der Produkthaftung, geht auf die vertragliche und gesetzliche Haftung ein und klärt, ob Haftungsbegrenzung möglich ist. In einem weiteren Vortrag erläutert Dr. Oliver Rothe, wer innerhalb der Zulieferkette haftet. Praxisbezogen bespricht er Haftungsfallen und stellt prozesstaktische Überlegungen an.
Über die Versicherbarkeit von produkthaftungsrechtlichen Risiken referiert Thomas Losch, CHUBB Insurance. Inhalt seines Vortrags sind sowohl die Haftpflicht- und Produkthaftungsversicherung als auch die speziellen Risiken in den USA.

Weitere Themen der Fachtagung sind:
- Grundlagen des Konstruierens sicherheitsgerechter Maschinen im Überblick
Prof. Alfred Neudörfer, TU Darmstadt
- Prozessorientiertes Normenmanagement
Michael Loerzer, GLOBALNORM, Berlin
- Zulassung von Produkten in Russland
Dr. Natalya Babenkova, Nörr Stiefenhofer Lutz Partnerschaft, Moskau
- CE und Anforderungen in der Welt
Dr. Wolfgang Kreinberg, TÜV Product Service


Web: http://www.weka.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Isabelle Ruhrmann, verantwortlich.

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