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Mehr Frischekontrolle bei Milch, Fleisch und Fisch

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Etiketten visualisieren den Weg von Lebensmitteln von der Herstellung bis zum heimischen Kühlschrank


München, 31. Oktober 2008 – Verbraucher wünschen sich mehr Informationen über ihr Essen und fordern von der Lebensmittelindustrie mehr Verantwortung für Gesundheit und Wohlbefinden. Dies ergab die in fünf Ländern von der PR-Agentur Ketchum durchgeführte repräsentative Studie „Food 2020“. Bei den Unternehmen der Branche tut sich diesbezüglich schon jetzt einiges. So gibt es intelligente Etiketten mit einem so genannten Frischeindikator. Er visualisiert den Frischegehalt von Lebensmitteln und dokumentiert den Weg der Produkte – vom Hersteller, über die Frischfleischtheken der Supermärkte bis in den heimischen Kühlschrank.

Vor allem die Forderung nach mehr Kontrolle hinsichtlich Inhaltsstoffen, Sicherheitsthemen und Qualität von Lebensmitteln steht bei den Verbrauchern aus allen beteiligten Ländern - USA, Großbritannien, Deutschland, Argentinien und China – ganz oben auf der Wunschliste. Etwa die Hälfte der Deutschen gab zu Protokoll, dass sie mehr und besser darüber informiert werden möchten, was wirklich gesund ist. Das Thema Frische spielt dabei eine große Rolle. Wie aussagekräftig das Mindesthaltbarkeitsdatum ist, das können Konsumenten nur begrenzt feststellen. Schließlich gibt es lediglich darüber Aufschluss, wie lange Lebensmittel unter bestimmten Lagerbedingungen und vom Hersteller empfohlenen Kühltemperaturen genießbar sind. Doch was passiert, wenn beim Transport der Ware bis in den heimischen Supermarkt die Kühlung kurzzeitig ausfällt oder wenn Verbraucher mit den gekauften Steaks noch schnell einen Kaffee trinken gehen?

Neue Lebensmittel-Etiketten sollen nun genau dokumentieren, unter welchen Lagerbedingungen ein Produkt vom Hersteller zum Verbraucher gelangt. Mit ihrer Hilfe können alle Beteiligten die Einhaltung der Kühlkette genau nachvollziehen. Das Technologieunternehmen Bizerba (www.bizerba.de) entwickelte beispielsweise Frische-Etiketten mit einem Time Temperature Indicator, kurz TTI. Auf dem Etikett ist ein Frischesymbol in Form eines Apfels aufgebracht. Ein spezielles Pigment im Innern des Symbols verändert abhängig von Zeit und Temperatur die Farbe des Apfels.

Die Ausgangsfarbe ist dabei dunkelblau. Je länger die Lagerung andauert bzw. je höher die Lagerungstemperatur steigt, desto blasser wird das Pigment. „Die Verbraucher vergleichen den Farbton mit einem Referenzsymbol und können nach dem Kauf erkennen, ob das Produkt entsprechend der Vorschriften des Herstellers gelagert wurde. Der Grad der Entfärbung zeigt dabei an, ob das Frischeprodukt noch bedenkenlos, nur eingeschränkt oder nicht mehr genießbar ist“, so Marc Büttgenbach, Vertriebsleiter „Labels & Consumables“ bei Bizerba.

Ein Unterbrechen der Kühlkette ist so mit dem bloßen Auge zu erkennen. Bevor die Ware in den Supermarkt und damit zum Verbraucher gelangt, können verdorbene Lebensmittel so auch direkt aussortiert werden. „Das spart Kosten, vermeidet unnötigen Ärger und erhöht das Vertrauen der Kunden“, meint Büttgenbach.

Ähnlichen Produkten, die Frische sichtbar machen sollen, hat TTI einiges voraus . Vor der Aktivierung des Etiketts sind etwa keine bestimmten Lagerbedingungen notwendig, weil sich das Etikett nicht irreversibel selbst aktiviert. Andere Systeme sind daran bisher gescheitert. Außerdem eignen sich viele Etiketten nicht für den Einsatz im Bereich von Lebensmitteln. Verändert sich die Farbe auf den Etiketten, befinden sich meist chemische Substanzen in unmittelbarer Nähe zu den Frischwaren. Das Pigment auf dem TTI enthält jedoch keine toxische Substanz und ist für den direkten Lebensmittelkontakt zugelassen. „Außerdem sind, wie etwa bei den konkurrierenden RFID-Etiketten, keine Schreib- oder Lesegeräte für den Einsatz von TTIs notwendig“, so Büttgenbach.

Bereits seit vergangenem Jahr ist TTI beim Genusshandwerker, einem deutschen Versand für regionale Spezialitäten und frische, handwerklich hergestellte Lebensmittel im Einsatz. Seit September 2008 setzt auch die Schweizer Ernst Kneuss Geflügel AG das intelligente Etikett ein. „Wenn Handel oder Fleischer bei der Kühlung Fehler machen, dann bringt das auch unsere Kneuss-Produkte in ein schlechtes Licht. Auch wir brauchen eine Kette, die funktioniert. Wenn wir mit den TTI-Etiketten Fehler aufdecken, beweisen und beheben können, stärkt das unser Qualitätsmanagement“, so Daniel Kneuss, Unternehmensleiter von Kneuss.

Das TTI-Etikett eignet sich für Fleisch, Fisch, Molkerei- und Fertigprodukte sowie Obst und Gemüse. Eine Variante für Tiefkühlkost ist bei Bizerba bereits in der Entwicklung.
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Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Sabine Jokl, verantwortlich.

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