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WorldCom Inc. |

Woods sieht bei WorldCom kein Finanz-, sondern Wahrnehmungsproblem

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Das in die Schlagzeilen geratene hoch verschuldete US-Telekomunternehmen WorldCom Inc. hat nach eigenen Darstellungen kein Finanz-, sondern ein "Wahrnehmungsproblem". "Realität und Wahrnehmung gehen nicht Hand in Hand", sagte die Vizepräsidentin für den Bereich Europa, Mittlerer Osten und Afrika (EMEA), Lucy Woods, der Wirtschaftsnachrichtenagentur dpa-AFX.

Die Kreditwürdigkeit des Unternehmens war am 9. Mai von der Ratingagentur Moody's auf Grund rückläufiger Ergebnisse im operativem Geschäft und sinkender Umsätze auf "Junk" heruntergestuft worden. Damit gelten Worldcom-Anleihen als spekulativ mit hohem Ausfallrisiko. Der Aktienkurs des Unternehmens ist seit 1999 von 63,38 Dollar auf inzwischen 1,65 Dollar gefallen. Seit Beginn des laufenden Jahres hat die WorldCom-Aktie rund 88 Prozent ihres Wertes eingebüßt.

'2002 KNAPP 1 MRD DOLLAR FREIER KAPITALFLUSS'

Woods betonte, dass WorldCom über eine "solide Basis von 28 Millionen zahlenden Kunden, 8 Milliarden US-Dollar in Cash und Kapital ähnlichen Beständen sowie Grundstücks-, Anlagen- und Ausrüstungswerte in Höhe von 39 Milliarden Dollar" verfüge. "Das wichtigste ist, dass wir 2002 mit knapp einer Milliarde Dollar frei verfügbarem Kapitalzufluss (Free Cash-Flow) rechnen und ein sehr handhabbares Verhältnis von Schulden zu Ertrag vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) in Höhe von 3,2 haben", sagte Woods. Zum Vergleich: Die Deutsche Telekom AG hatte zum Jahreswechsel hier ungefähr ein Verhältnis von 3,7.

Der Schuldenstand sei zudem mit 30 Milliarden US-Dollar niedriger als zum Beispiel derjenige der France Telecom SA oder der Deutschen Telekom. Diese Unternehmen haben vor allem wegen der Ersteigerung teurer UMTS-Lizenzen hohe Schulen angehäuft.

"Wir sind stolz darauf, dass wir trotz der allgemeinen Einstellung, unbedingt UMTS haben zu müssen, dieser Versuchung nicht unterlagen", sagte Woods. WorldCom werde nun seine sämtlichen weltweiten Bestände auf deren strategischen Nutzen überprüfen. "In Europa, wo wir im vergangenen Jahr Wachstumsraten von bis zu 30 Prozent erzielt haben, werden wir uns vor allem auf das Business-to-Business-Geschäft, also Geschäft mit den Unternehmen konzentrieren", sagte Woods.

MIT EINEM KREDIT ANDEREN FINANZIERT

Um den Schuldenstand des Unternehmens zu verringern, habe WorldCom "eine Reihe mutiger und wichtiger Schritte" unternommen. Dazu gehöre, dass WorldCom eine Kreditlinie über 2,65 Milliarden Dollar erhalten habe, "die uns finanzielle Flexibilität ermöglicht". Zudem erwartet das Unternehmen im Juli eine weitere Kreditlinie in Höhe von 5 Milliarden Dollar. "Wir beabsichtigen, den 2,65 Milliarden Kredit komplett zurückzuzahlen, sobald wir den Kredit über die 5 Milliarden Dollar erhalten haben", sagte Woods.

Zudem verwies sie auf ein rating-unabhängiges Finanzierungsprogramm in Höhe von 1,5 Milliarden Dollar, das WorldCom am 23. Mai vereinbart hatte. Dieses Programm ist ein "accounts receivable securitization program" - das heißt, das Unternehmen verkauft seine Kundenrechnungen an Dritte. Zudem sei es in großem Umfang durch WorldCom-Vermögenswerte gedeckt.

Das Gerücht in der Tageszeitung "USA Today", dass WorldCom erwäge, 16.000 Stellen zu streichen, wollte Woods weder dementieren noch bestätigen. "WorldCom wird sein Geschäft den Gegebenheiten anpassen, aber über Details zu spekulieren, ist augenblicklich noch zu früh." Am 5. Juni hatte das Unternehmen bekannt gegeben, sich aus dem nicht zu seinem Kernbereich zählenden Mobilfunkgeschäft zurückziehen zu wollen. Mit dem Verkauf werden laut Woods die dort beschäftigten 2.200 Mitarbeiter zu dem kaufenden Unternehmen wechseln./ck/zb/bi






Web: http://www.dpa-afx.com


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, K.-G.Kaempf, verantwortlich.

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