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Digitalisierung und E-Medien: Bibliothekare fordern bessere Zusammenarbeit mit Verlagen

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• 98. Deutscher Bibliothekartag startet in Erfurt, 3.300 Experten erwartet • Bibliotheken verlangen von Verlagen verlässliche Standards bei E-Medien • Verbände richten Appelle an Wirtschaft und Politik

Erfurt - Willkommen im digitalen Zeitalter! Ob Goethe, Schiller oder Boccaccio – die Digitalisierung der Weltliteratur wird in Großprojekten realisiert, die Bibliotheken stellen aktuelle digitale Inhalte für hochmoderne E-Books zur Verfügung und Medienangebote im Internet bereit. Anlässlich des 98. Deutschen Bibliothekartags fordern die deutschen Bibliothekare nun die Verlagshäuser zu einer besseren Zusammenarbeit im Bereich der elektronischen Medien auf.

„Wir müssen Standards und Wege finden, wie wir mit den Verlagen erfolgreicher in der täglichen Praxis zusammenarbeiten können“, betonte die Vorsitzende des Berufsverbands Information Bibliothek e.V. (BIB), Susanne Riedel, heute bei der Pressekonferenz in Erfurt. „Die aktuellen Streitigkeiten vor deutschen Gerichten zur Frage der Bereitstellung digitaler Inhalte durch die Bibliotheken, verstellen den Blick auf viele ungelöste Probleme im Umgang mit den neuen Medien“, so Riedel.

Die Bibliothek im digitalen Zeitalter ist ein herausragendes Thema beim 98. Deutschen Bibliothekartag 2009, der heute in Erfurt beginnt. Noch bis 5. Juni diskutieren dort rund 3.300 Experten aus dem In- und Ausland über die Rolle der Bibliotheken in der Informationsgesellschaft. Die Herausforderungen der Digitalisierung und der elektronischen Medien stehen im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung unter dem Motto „Ein neuer Blick auf Bibliotheken“.

Die Bibliothekare verweisen in diesem Zusammenhang auf die unterschiedlichen Vertriebsmodelle und technischen Lösungen der Verlage, die privaten Endkunden wie auch den Bibliotheken als Vermittlern große Probleme bei der Nutzung von E-Books, elektronischen Fachzeitschriften und Datenbanken bereiteten. „Die Bibliotheken sind für die Verlage der ideale Partner, um technische Lösungen zu testen, langfristig einheitliche Standards für die Verbreitung digitaler Inhalte zu etablieren und deren Akzeptanz zu fördern“, betonte Riedel.

Die öffentlichen und wissenschaftlichen Bibliotheken verfügen an bundesweit über 11.000 Standorten über 357 Millionen Medien – dazu zählen auch hochmoderne, digitale Medienangebote. Mit digitalen Nachschlagewerken, Ratgebern und Reiseführer, die als E-Books genutzt werden können, sind die öffentlichen Bibliotheken bestens ausgerüstet. Die Bibliotheksnutzer lassen sich die gewünschten Inhalte von der Bibliothek auf E-Book-Lesegeräte oder MP3-Player spielen. Nach Ende der Ausleihfrist wird das Produkt dann automatisch gelöscht. Ein Kinderspiel eigentlich. Die Fachverbände erwarten sich bessere Rahmenbedingungen und Absprachen mit den Verlagshäusern. „Die analoge Welt einfach auf die virtuelle zu übertragen, das funktioniert nicht“, stellte Riedel fest.

Zum Auftakt des Bibliothekartages 2009 forderten die Bibliothekare die Politik auf, mit größeren Investitionen die Einrichtungen zu unterstützen. Wenn Deutschland weiterhin an der Spitze der Wissenschaft mithalten wolle, seien höhere Investitionen in den Kauf und in Lizenzen von wissenschaftlicher Fachliteratur unumgänglich, betonte Dr. Ulrich Hohoff, Vorsitzender des Vereins Deutscher Bibliothekare (VDB) und Chef der Universitätsbibliothek Augsburg. Die Bibliothekarinnen und Bibliothekare an wissenschaftlichen Bibliotheken in Deutschland verlangen ein gemeinsames Vorgehen mit Wissenschaftlern und Politikern, um wissenschaftliche Fachliteratur auf aktuellem Stand bereitzustellen und um überliefertes Kulturgut in den Einrichtungen zu erhalten.

Auch der Berufsverband Information Bibliothek e.V. (BIB) bekräftigte seinen ungewöhnlichen Appell an die Wirtschaft: „Die Bibliotheken sind ein Anker in der Krise und wollen die Unternehmen auch künftig bei der beruflichen Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter unterstützen“, betonte Susanne Riedel, Vorsitzende des Berufsverbands Information Bibliothek e.V. (BIB). Der Verband der Bibliotheksbeschäftigten erwartet von Industrie und Handwerk politische Rückendeckung bei der Existenzsicherung der rund 9.000 Bibliotheken in den Städten und Gemeinden – in beiderseitigem Interesse.

Die öffentlichen Bibliotheken verzeichneten für das Jahr 2007 rund 122 Millionen Besucher und knapp über 8 Millionen aktive Nutzer. Bundesweit zählen die wissenschaftlichen Bibliotheken rund 2,7 Millionen aktive Nutzer.

Der Berufsverband Information Bibliothek e.V. (BIB) und der Verein Deutscher Bibliothekare e.V. (VDB) veranstalten in Kooperation mit dem Deutschen Bibliotheksverband e.V. (dbv) die mit 300 Vorträgen und 78 Workshops größte zentrale Fortbildungsveranstaltung und wissenschaftliche Tagung für das deutsche Bibliothekswesen.
Weitere Informationen erhalten Sie bei tower media (Adresse: siehe rechts) und unter www.bibliothekartag2009.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Stefan Menning, verantwortlich.

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